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        Welche Möglichkeiten gibt es, Backups zu speichern?

        Stefan E. Digital Community Team
        Digital Community Team

        Erpressungstrojaner, defekte Festplatte oder auch einfach nur ein aus Versehen gelöschter Ordner. Daten nur auf einer einzigen Festplatte zu speichern, kann schnell böse enden. Meist vermissen wir die Daten erst eine lange Zeit nach der Löschung. In diesen Fällen kann es hilfreich sein, wenn zuvor regelmäßige Backups des Systems oder zumindest der persönlichen Dateien (E-Mail, Bilder, etc.)  erstellt und abseits des eigenen Systems gespeichert wurden.

        Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

         

        NAS

        NAS oder auch „Network Attached Storage“ beschreibt einen netzgebundenen Speicher. Dieser wird vorrangig über ein LAN Kabel mit dem Netzwerk verbunden. Alle am Netzwerk angeschlossenen Geräte, können auf den Speicher zugreifen und somit Daten speichern oder abrufen. Geräte im RAID 1 Modus sind hier besonders zu empfehlen. Sie spiegeln Daten, die auf dem NAS gespeichert werden, auf eine weitere (in die NAS eingebaute) Festplatte. Sollte einmal eine der Festplatten einen Defekt aufweisen, droht hier kein Datenverlust.

         

        Homeserver

        Ein Homeserver besteht aus einem Computer mit spezieller Software, der Backups aller angeschlossenen und kompatiblen Systeme (sofern eingestellt) automatisch durchführt. Weiterhin stellt er gespeicherte Daten wie Musik, Videos oder Bilder netzwerkweit zur Verfügung. Da ein Homeserver mit jedem handelsüblichen Computer aufgebaut werden kann, lohnt es sich hier noch den Raid 1 Modus einzurichten, um Datenverlust bei einem eventuellen Festplattendefekt entgegenzuwirken.

         

        Externe Festplatte

        Die Sicherung auf eine handelsübliche externe Festplatte stellt wohl die weitverbreitetste Datensicherungsmaßnahme dar. Hierbei werden die zu sichernden Dateien und Ordner mittels Copy und Paste auf die externe Festplatte kopiert.

         

        Cloud (Wie funktioniert die Cloud)

        Bei einigen Cloud-Anbietern kann neben der allgemeinen Synchronisation von Daten auch eine richtige Backup-Funktion genutzt werden. Hierbei wird das PC-System incl. der zu sichernden Dateien und Ordnern gesichert. Löscht man eine Datei am Computer, bleibt diese im Backup, anders als bei der allgemeinen Synchronisation, erhalten.

        Wichtig: Personenbezogene Daten (Daten von Kunden, etc.) dürfen nicht außerhalb des Rechtsraumes der Bundesrepublik Deutschland gespeichert werden (Datenschutz).

        Ausnahme: Das Rechenzentrum unterliegt dem EU-US Privacy Shield abkommen.

         

        Mac Time Machine Backup

        Wer das Betriebssystem MacOS benutzt, besitzt dort mit Time Machine Backup eine Möglichkeit der automatischen Datensicherung. Ist eine externe Festplatte angeschlossen oder ein NAS im Netzwerk eingerichtet, können die Sicherungen automatisch (Systemeinstellungen – Time Machine) durchgeführt werden. Wird der Speicherplatz auf dem Sicherungsmedium zu gering, überschreibt das System die ältesten Sicherungen.

         

        Sollten Sie Ihre Dateien manuell sichern, empfiehlt es sich eine klare und aussagekräftige Ordnerstruktur zu erstellen. So finden Sie die von Ihnen gespeicherten Dateien schnell und einfach wieder.

         

        Welche der genannten Backup Möglichkeiten nutzen Sie? Oder nutzen Sie vielleicht eine andere Datensicherungsmöglichkeit? 

         

        Weitere Informationen zur Datensicherung am PC

         

        Sicher sichern - so schützen Sie sich vor einem Verlust Ihrer Daten

        Kommentare

        Ich benutze eine WD My Home Cloud (NAS) für meine Backups mit Time-Machine.

        Einmal eingerichtet, muss ich mich nun um nichts mehr kümmern.

        Filme und MP3 sichere ich auf eine NAS.

         

        Wöchentlich erstelle ich ein Image mit Acronis abwechselnd auf zwei externen SSD-Festplatten.

         

        Die Cloud (MagentaCloud und Strato HomeDrive) verwende ich nur zu Testzwecken damit ich  im Bedarfsfall Dritten helfen kann.

         

         

        Ich nutze eine Seagate Backup Plus Slim 1.0 TB Portable Drive mit den Seagate-eigenen Dashboard Einstellungen zur Datensicherung.

        Von Datensicherungen "in the cloud" halte ich im privaten Bereich nichts, auch ist m. E. dort eine andauernde Synchronisation nicht nonnöten.

        Auch unter Windows hat man mit SyncToy eine Möglichkeit auf externen Datenträgern eine Spiegelung durchzuführen.

        Ich persönlich nutzen eine RDX-Sation und führe Sicherungen nach dem Prinzip Vater-Sohn-Großvater durch.

        Ein System, das dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden ist, sollte nicht als Backup-Medium genutzt werden.

        Damit fällt m.M.n. ein NAS / ein Server für ein echtes Backup aus.

        Ein Server oder ein NAS, das üblicherweise vom Netzwerk getrennt ist und NUR für Backupzwecke mit dem Netzwerk verbunden wird, taugt schon eher als Backup-Ziel. Dennoch fehlt die räumliche Trennung zu den Daten.

         

        Die Daten auf einem NAS / Homeserver mit RAID 1 zu speichern ist schon 'mal eine sehr gute Basis. Ideal ist noch die Nutzung von Zugriffsrechten und das Deaktivieren der automatischen Verbindung mit dem NAS.

         

        Wenn NAS oder Server ständig mit dem Netzwerk verbunden sind, haben alle Geräte Zugriff auf das NAS / den Server - und somit auch alle Verschlüsselungstrojaner. Die Trojaner beschränken sich nicht auf lokale Festplatten, sondern veschlüsseln auch Inhalte von Netzlaufwerken. In diesem Fall nutzt es nichts, die Dokumente vom PC/Laptop auf dem NAS zu sichern, da der Trojaner auch Zugriff auf das NAS hat.

        Ein möglicher Blitzeinschlag oder eine Überspannung im Stromnetz zerstören nicht nur den PC/Laptop mit den Daten, sondern das NAS / den Server gleich mit, wenn diese nicht gesondert geschützt sind. Unter ungünstigen Umständen schummelt sich der Strömling am Überspannungsschutz vorbei und kommt über's Telefonkabel zum Router und ins Netzwerkabel zum NAS.

         

        Ein Backup gehört auf externe Datenträger und diese sollten vorzugsweise außer Haus gelagert werden.

        Im Idealfall werden 2 externe Datenträger abwechselnd genutzt und getrennt gelagert.

         

        Alles andere ist eher eine Zwischenspeicherung oder eine Datensammlung auf einem anderen Gerät.

         

        Ein gutes Backup weist die gleiche Daten- und Ordner-Struktur auf, wie die Original-Daten, damit bei einer Rücksicherung die ursprüngliche Datenstruktur wieder hergestellt werden kann.

        Einzig der Übergeordnete Ordner der Sicherung wird abweichend bezeichnet, z.B. mit Backup_JJJJ_MM_TT oder Ähnlichem.

         

        Regel Nummer Null bei einem Backup ist:  Mach es !

        Egal wie - mach es! Selbst wenn nur 10% der Daten gerettet werden können ist das mehr als nichts. Oder lass es machen.

         

        Regel Nummer 1: Mach es jetzt. Nicht morgen! Es sei denn, Du hast schon ein aktuelles Backup.

         

        Regel Nummer 2: Prüfe / Kontrolliere Dein Backup. Lass die Anzahl der Ordner und die Anzahl der Dateien vom Betriebssystem zählen und vergleiche die Datenmenge.

         

        Regel 3: Lagere das Backup an einem sichern Ort. Nicht nur Feuer und Hitze können ein Backup zerstören, auch Löschwasser, Hochwasser, eindringendes Sickerwasser, Leitungsschaden-Wasser und Kondenswasser, usw. usf.

        Ein sicherer Ort ist auch ein Ort, zu dem man Zugang hat.

         

        Regel 4: Sichere so, dass die Daten auch auf einem anderen System wiederhergestellt werden können.

        - Kann z.B. ein 10 Jahre altes Backup-Programm auf einem neuen Gerät installiert werden?

        - Ist das Installationsmedium und die Lizenz des Backup-Programms noch vorhanden und nutzbar?

        - Gibt es am neuen Gerät die passenden Schnittstellen (FireWire, e-SATA, SCSI, IDE, ...) Laufwerke?

         

        Regel 5: Plane Deine Backups

         

        Regel 6:  Sortiere Deine Daten auf dem genutzten Datenträger so, dass sie problemlos gesichert werden können.

        - möglichst keine Umlaute und Leerzeichen im Dateinamen

        - KEINE Dateinamen mit Punkten außer zur Tennung der Endung (NICHT: Brief_an_Telekom_vom 13.Mai.pdf)

        - die Dateinamen nicht zu lang wählen  (auch Ordnernamen zählen mit und das Betriebnssystem braucht auch noch ein paar Zeichen
           der Ordner "Sicherung_2019_Maerz" kommt auch noch dazu)

        - Schreibschutz und Berechtigungseinschränkungen der Dateien prüfen

        - trenne Daten von temporären Speicherständen

        - vermeide Datennmüll

         

        Cloud?

        - nur Verschlüsselt

        - nur zusätzlich

        - nicht auf außereuropäischen Servern

        - Lies, was bei Myspace passierte. Musikarchiv einfach mal weg.

        Kann aber auch ein CDU-Mitglied gewesen sein, dass schon mal einen Upload-Filter ausprobiert hat. Zwinkernd

         

        Gruß

         

         

        @Dilbert-MD schöne Ergänzung Fröhlich

        Ich denke, hier sollte nur aufgezeigt werden, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, seine Backups zu speichern Fröhlich

         

        Übrigens, dein letzter Satz hat es für mich echt gekillt :D

        @Dilbert-MD : danke für deinen Super-Beitrag. Du hast es  ausführlicher beschrieben als ich. Genau wegen deiner Argumentation sichere ich selbst meine Images abwechselnd auf zwei externen Festplatten. 

        ... und dies druckfrisch zum Thema innereuropäische Cloud-Server:

        https://www.golem.de/news/microsoft-die-ganz-normale-lautlose-cloud-apokalypse-1903-140023.html

         

        Denen traue ich auch nicht wirklich.