Antworten

VORSICHT !!!! Powerlan stört Entertain Nutzer, Radio und Funk

5 Sterne Mitgestalter
5 Sterne Mitgestalter
Beitrag: 6 von 235

@wolliballa

wenn die Störungen immer und sofort auftreten würden wäre es ja einfach.

Die Krux ist ja, genau wie PowerLAN funktionieren kann ist es mit den Störungen. Die Störfrequenzen werden zwar immer verwendet und in die Umgebung geballert aber wenn kein empfindliches Gerät sie aufnimmt und gestört wird merkt man es halt nicht.

Ist wie bei Rot über die Ampel fahren, verboten ist es auch nachts um 3 wenn weit und breit niemand zu sehen ist.

Community Guide
Community Guide
Beitrag: 7 von 235

Was ja eigentlich nicht unbekannt ist...

Ich habe in einigen Postings auch schon erwähnt, dass Amateur-Funker gegen diese "Störenfriede" vorgeht...

Und nicht nur das, sonden in einigen Fällen sogar auch gegen die Telekom.

Warum? - Ergiebt sich aus schon aus der Erkenntnis:


@Wilhelm.Hombach  schrieb:

...PowerLan nutzt die gleichen Frequenzen, die auch bei VDSL Verwendung finden. PowerLan nutzt Frequenzen, die nach internationalen Vereinbarungen Funkdiensten ungestörten Betrieb ermöglichen sollen.


Und was macht VDSL? Genau das selbe... und wird wie übertragen? Richtig: über ungeschirmte 2-Draht-Leitungen.

Es gibt auch geschirmte Endleitungen, aber das ist nicht überall der Regelfall Idee

 

Deshalb wurden bei einigen MSAN's auch schon Frequenzen gesperrt (was zu Geschwindigkeitseinbußen beim Verbraucher führt).

Hier haben dann Amateurfunker erfolgreich gegen die Telekom geklagt.

3 Sterne Mitglied
3 Sterne Mitglied
Beitrag: 8 von 235

@prophaganda  schrieb:

Und was macht VDSL? Genau das selbe... und wird wie übertragen? Richtig: über ungeschirmte 2-Draht-Leitungen.

 


Nur liegen die 2-Draht-Leitungen über weite Strecken in der Erde vergraben. Im Haus gibt es dann eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung vom APL zur TAE und kein im ganzen Haus verzweigtes Netz wie bei den Stromleitungen. Die 2-Draht-Leitungen sind außerdem verdrillt, was zu nochmals geringerer Störabstrahlung führt.

1 Sterne Mitglied
1 Sterne Mitglied
Beitrag: 9 von 235

Richtig! Der Denkfehler im Bereich von PowerLAN liegt in der Unsymetrie der Leitungen. Solange die Drähte verdrillt und gleich lang sind, heben sich die Ströme zu einem gleichen Zeitpunkt auf und es findet (fast) keine Abstrahlung statt. In einer Hausverkabelung wird jedoch z.B. der Stromleiter über Schalter geschaltet und verläuft getrennt zum Verbraucher. Damit wird das System unsymetrisch und strahlt ab....

5 Sterne Mitgestalter
5 Sterne Mitgestalter
Beitrag: 10 von 235

Das Gemeine an der Technik ist, dass es auch andere Vectoring-Anschluss-Nutzer treffen kann (mit den negativen Auswirkungen), auch wenn man vermeintlich im eigenen Haushalt keine Probleme damit hat.

 

Aktuelles Beispiel:

https://telekomhilft.telekom.de/t5/Telefonie-Internet/Umstellung-von-Magenta-zuHause-M-auf-L-nun-Ges...

 

Ein Hilfesuchender hing an einem Vectoring-Anschluss. Es ist dabei egal, ob es z. B. VDSL 100 oder VDSL 50 (oder sonst etwas ist). Es gibt nämlich VDSL 50 mit und ohne Vectoring. Hat man einen mit Vectoring, z. B. weil die Technik aufgerüstet wurde am DSLAM, dann bekommt man genauso auch Vectoring-Powerline-Konflikte an seinem Anschluss ab, als ob man VDSL 100 gebucht hätte.

 

Der Telekom-Ingenieur hat in dem Fall festgestellt, die Störungen haben als Ursache eine Powerline in der Nachbarschaft. Der Hilfesuchende hat deshalb auf VDSL 100 verzichtet (zu VDSL 50). Wobei eine einfache Umbuchung nicht ausreicht, um Besserung zu bringen, weil es dann normalerweise weiterhin ein Port mit Vectoring ist. Also hat der Ingenieur etwas netzbauliches veranlasst, dass der Anschluss des Users nicht mehr vom normalen Vectoring an seinem Standort versorgt wird.

 

Tolles Powerline von netten Nachbarn.

Sporadisch erreichbar - Gruß Sherlocka