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Nach der erfolgreichen Expertenwoche vom letzten Jahr, wollen wir euch auch dieses Jahr wieder die Chance geben, mit unseren Experten zu RCS Messaging und unserer Message+ App in den Austausch zu gehen.
Das Gute: „Rich Communication Services“ (RCS) ist bei allen neueren Android Smartphones in der Messaging-Anwendung integriert und muss nicht zusätzlich installiert werden. Die Technik im Hintergrund kann dabei unterscheiden, ob SMS oder RCS verwendet werden kann.
RCS wird dabei auch als die SMS 2.0 angesehen und wird, wie die SMS auch, über die Netzbetreiber produziert. Der Dienst unterliegt somit den gesetzlichen Bestimmungen der EU und dem nationalen Recht. Die Kontaktliste bleibt dabei auf dem Smartphone und wird nicht hochgeladen.
Falls euer Smartphone noch nicht über den RCS Standard verfügt, gibt es die Möglichkeit Message+ aus dem Playstore oder dem App Store zu laden, damit ihr auch bei der SMS 2.0 dabei sein könnt!
Die Vorteile und Möglichkeiten von RCS
Unsere Experten @Thomas We und @christoph.t sind gespannt auf eure Erfahrungen mit RCS oder der Message+ App und freuen sich über eure Fragen. Nutzt die Möglichkeit vom 11. bis 17.November um zu diesem spannenden Thema direkt mit unseren Experten in den Austausch zu gehen.
Viel Spaß und hier gibt es noch einen kleinen Ausblick für RCS:
Die neue Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden am Beispiel des Pilotprojekt „RBM Lite“:
Gelöst! Gehe zu Lösung.
20.11.2019 15:48 Zuletzt bearbeitet: 21.11.2019 09:16 durch den Autor
Was bedeutet "netz- und plattformübergreifend"? Kann ich damit jeden in Deutschland erreichen, egal bei welchem Anbieter er ist?
Du kannst damit jeden erreichen, dessen Anbieter auch RCS anbietet. In Deutschland sind das (stand heute): Vodafone und Telekom Deutschland. O2 wird kurzfristig noch dieses Jahr dazukommen.
Dabei unterstützt die Telekom Deutschland die Anschlüsse der Service Provider. Leider ist der Dienst für Congstar-Kunden noch nicht verfügbar. Wir arbeiten derzeit daran die Verfügbarkeit zeitnah herzustellen.
Auf die Verfügbarkeit bei Service Providern wie Aldi Talk und Vodafone haben wir keinen Einfluss und müssen uns hier auf die Aussagen der Netzbetreiber verlassen. Soweit wir informiert sind, sind die Service Provider bei Vodafone und bei O2 mit an Bord. Bei konkreten Fragen bitte direkt auf die Anbieter zugehen.
Sind tatsächlich derzeit nur RCS User in Deutschland zu erreichen?
Leider ja. Es ist geplant, im nächsten Jahr weitere Länder zu verbinden. Es gibt mittlerweile internationale 'Hubs', die eine ganze Reihe von Netzen aufgeschaltet haben, so dass eine einzige Verbindung gleich eine Reihe von Netzen erschließt.
Als (zugegeben ein wenig schwacher) Trost bleibt nur die weltweite Reichweite von SMS zu jedem Endgerät, egal ob Smartphone oder Nokia aus den neunziger Jahren.
Ist das Betriebssystem egal?
Grundsätzlich kann RCS auf jedem Smartphone genutzt werden, unabhängig vom Betriebssystem. Neue Android-Smartphones haben automatisch RCS in der Nachrichten-Applikation integriert. Da iOS RCS leider noch nicht unterstützt, können User im Telekom-Netz eine iPhone-App herunterladen. Entscheidend ist hier der MCC - MNC (Mobile Country Code - Mobile Network Code).
Ende dieses Jahres wollen wir nationale Reichweite erzielen. Die Verfügbarkeit zu internationalen Zielen wird folgen. Auch hier zeichnen sich Lösungen ab, die es uns ermöglichen werden, die Reichweite zu erhöhen (u.a. ist auch Swisscom daran interessiert, hier haben wir bereits über Interworking mit den Kollegen gesprochen).
Weltweit stehen wir schon ganz gut da: https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/
Die Zahlen wachsen derzeit massiv, weil praktisch jedes Android weltweit mit RCS eingebaut kommt.
Was sind den in etwa die Zahlen oder wenn Du nicht genau werden kannst was ist den Steigerungsrate pro Jahr bei RCS Registrierten Endgeräten ?
Die RCS Netzbetreiber melden die Zahlen an die GSMA, dort werden diese in aggregierter Form veröffentlicht https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/
Die Tendenz ist auf globaler Ebene stark steigend und derzeit getrieben durch Märkte wie China und Indien, deswegen ist der Forecast für Q1/2020 bereits bei 395mn.
In Europa, und das hat ja auf unsere Reichweite einen unmittelbaren Einfluss, sehen wir derzeit sehr viele neue Netzbetreiber, die RCS anbieten werden (wir sprechen dort miteinander, um die Herausforderung des Interworking (der Zusammenschaltung von Netzen) zu lösen).
Mehr zur RCS-Verbreitung in Deutschland:
Die Realität zeigt, dass der Dienst ja nicht aktiv beworben wird. Wir wissen, dass die Aussage "Millionen Menschen nutzen RCS jeden Monat" sachlich richtig ist, ich vermute jedoch sehr stark, dass die meisten das noch gar nicht bemerkt haben. Jetzt passieren zwei Dinge nahezu zeitgleich: erstens sind sehr bald alle großen Netzbetreiber an Bord, zweitens werden wir RCS für B-to-C-Messaging nutzen, so dass ich meine Busfahrkarte plötzlich nicht mehr als Papier in der Hand halte, sondern als elektronisches Ticket per RCS bekomme, oder meinen Zählerstand als Foto am Jahresende an den Versorger schicke. Dies wird uns neue Aufmerksamkeit bringen, und die Nutzung weiter unterstützen. Niemand bei uns ist davon ausgegangen, dass wir Whatsapp & Co von einem Tag auf den nächsten überflüssig machen, nur weil einige Geräte bereits RCS unterstützen. Ehrlich nicht! ![]()
Bei B-to-C- ist es auch noch ein langer Weg bis die ganzen Betreiber das wirklich umstellen. Warum mehrfach Energie investieren? Man macht eine App für Android und iOS und hat damit fast alles (bis auf die letzten verbliebenen Windows-Nutzer) abgefrühstückt.
Die Beispiele von Messengern, die mit Download-Apps arbeiten, zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit zu scheitern groß ist. Wir sehen nur die wenigen, die erfolgreich sind; die hunderte, wenn nicht tausende, die es nicht geschafft haben, sehen wir nicht. Deswegen ist die Entscheidung der Netzbetreiber, hier einen anderen Weg zu gehen, in meinen Augen eine gute.
Bei RBM (so nennen wir das Produkt RCS für B-2-C) nutzen die Unternehmen genau die RCS App, die wir gerade auf die Geräte bringen. Die müssen keine Apps entwickeln - die sind schon drauf auf den Endgeräten! Die bieten auch Funktionen, die nur für die Unternehmen relevant sind, die man heute bei RCS nicht sieht. Das Prinzip ist einfach: ich finde vor dem versand raus, ob mein Kunde RBM-fähig ist. Wenn ja, dann wird RBM genutzt. Wenn nein, dann kann ich immer noch einen anderen Kanal nutzen, ggf. auch SMS mit einem Link zu einem Content Storage (wenn z.B. ein Ticket verschickt wird).
Das Feedback, was vom Markt bekommen, ist (vorsichtig formuliert) sehr positiv (siehe auch die Beispiele, die ich schon verlinkt hatte).
Kann es sein , dass ich mich zukünftig über RCS vomTelekom Kundenservice kontaktieren lassen kann?
Wir arbeiten dran. 2020 wird sich eine menge tun.
Wie muss ich mir so einen Interconnection HUB bei RCS vorstellen und wer betreibt diese (Google, GSMA, ein Netzbetreiber) ? Und wie läuft das technisch ab, ist das wie eine art Portierungsdatenbank wo drinsteht welcher RCS Server zuständig ist und die Netzbetreiber Verbinden sich seperat oder werden die Chat Daten dort hinterlegt und vom Zielnetzbetreiber abgeholt.
Könnten die Daten also z.B von einem Geheimdienst zentral und massenhaft an so einem Hub abgefischt werden ohne Richterliche Zustimmung?
Schwieriges Thema, ich bin ja RCS-Experte, weder IT-Security Experte noch Hacker
.
Im Prinzip darf jeder einen RCS Interconnect Hub betreiben. Die Frage ist, welche Netze diesem Hub vertrauen und sich dort anschalten. Meines Wissen haben so einen Hub entwickelt (nicht alle sind in kommerziellem Betrieb):
- Syniverse
- Samsung
- Vodafone
Die Unternehmen unterscheiden sich ja deutlich im Geschäftsmodell... So ein Hub ist in der einfachsten Form nicht mehr als ein Nachrichten- Router, dort werden keine Daten gespeichert. Ich kann an dieser Stelle nicht ins Detail zu den Details anderer Unternehmen Stellung beziehen, für die Telekom Deutschland gilt jedoch:
- Wir unterliegen sehr strengen deutschen und europäischen Gesetzen, die wir selbstverständlich beachten und einhalten.
- Teil der Verpflichtungen sind z.B. dass der Verkehr zwischen zwei Teilnehmern innerhalb der EU die EU nicht verlassen darf, die Systeme, auf denen Nachrichten verarbeitet werden, stehen also innerhalb der EU.
- Wenn wir Dritte damit beauftragen, Systeme für uns zu betreiben, dann stehen wir immer noch in der Pflicht, dass die Rand- und Rahmenbedingungen eingehalten werden. Deswegen sind wir sehr kritisch bei der Auswahl von Partner-Unternehmen.
- Verbindungen zwischen räumlich getrennten Systemen sind generell gesichert.
Generell verstehe ich, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Am Ende müssen wir anerkennen, dass wir den involvierten Akteueren vertrauen müssen, dass sie sich an vertragliche Vereinbarungen halten, die Gesetze respektieren und bewährte Geschäftspartnerschaften nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Denn spätestens auf dem Endgerät / Client (und die kommen teilweise von den gleichen Unternehmen, die auch RCS Hubs entwickeln) müssen die Nachrichten und die Signalisierungsdaten unverschlüsselt vorliegen, sonst kann der Nutzer mit der Nachricht nichts anfangen. Und das Gerät ist ständig mit dem Netz verbunden...
Kann man RCS mit einer festen IPv6 Adresse nutzen?
Noch nicht, die Plattform-Experten prüfen gerade die Systeme, die geändert werden müssen, um die Funktion zu ermöglichen.
Muss dann jeder Service Provider eine App für iOS machen oder können die Kunden der Provider dann die App der Netzbetreiber nutzen?
Eine erfolgreiche RCS Provisionierung setzt voraus, dass ein RCS Client auf dem Gerät ist. In den allermeisten Fällen ist dies die native Messaging- (Nachrichten-) Applikation:
- Bei Samsung ist das der native Messaging Client.
- Andere Hersteller nutzen mehrheitlich den Android Messages Client von Google.
- Huawei hat sowohl eigene, native Clients als auch 'Android Messages' im Einsatz.
Ab welchem Android-Gerät ist es denn bereits integriert? Ich frage deshalb, weil ein Bekannter von mir bei 1und1 (Vodafone) ist und ein Huawei P20 light hat was ja noch nicht so alt ist. Wenn es dort integriert wäre müsste ich ihn ja in meinem Kontakten in der App automatisch finden, oder?
Ich habe für dich bei den Kollegen von Vodafone nachgefragt. Kunden von 1&1 auf dem Netz von Vodafone Deutschland können RCS nutzen, wenn ein RCS-fähiges Endgerät verwendet wird.
Früher wurde in der Kontaktliste ein Symbol eingeblendet, wenn der Kontakt RCS hat.
Heute ist das noch erkennbar, ob der Nachrichten Client beim Schreiben der Nachricht SMS oder 'Chat' anbietet. Settings für RCS werden ebenfalls nur gezeigt, wenn RCS aktiviert wurde. Check das bitte mal.
Gibt es für iPhone bei Vodafone eine App oder ist da was in Planung?
Nach aktuellem Stand hat VF die iPhone App eingestellt, da die Nutzung der Download-Apps im Allgemeinen sehr gering ist. Der größte Teil der Nutzer verwendet die native Messaging-App.
Nutzt RCS eine end-to-end encryption? Oder ist das für die Zukunft geplant?
Die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und in der EU haben sich nicht geändert – eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung ist für Telekommunikationsunternehmen nicht zulässig.
Das muss jedoch nicht heißen, dass die Kommunikation über die Dienste der Netzbetreiber unsicher ist:
- Zwischen Client und Netz wird selbstverständlich verschlüsselt und wirkungsvoll vor fremdem Zugriff gesichert.
- Die Inhalte liegen nur innerhalb unserer Infrastruktur im Klartext vor. Diese Infrastruktur selber ist jedoch wieder geschützt, um Kommunikationsinhalte nur denen zugänglich zu machen, die den Zugriff haben sollen.
Die Alternative dazu sind Messenger mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung der Inhalte. Es muss jedoch jedem klar sein, dass bei OTT-Messengern mit E2E-Verschlüsselung alle Kontakte eines Nutzers im Klartext vorliegen und auch die Signalisierung (wer hat wann mit wem kommuniziert).
Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob er diese Informationen einem Unternehmen, welches mit gezielter Werbung Geld verdient, zur Verfügung stellen möchte, oder den Dienst eines unter strenger regulatorischer Aufsicht stehendem Telekommunikations-Unternehmen nutzt - und welchen Dienst der Nutzer als "sicher" wahrnimmt.
Könnten Netzbetreiber oder eine Behörde in einer Ausnahme/einem Extremfall die Daten mitlesen?
Der Netzbetreiber darf und muss alle Informationen, um den Dienst erbringen zu können, Daten erheben und verwenden. Dazu gibt es regulatorisch exakt vorgeschriebene Anforderungen, die auch Speicherung und Löschung regeln.
Was die Datenverwendung von Behörden angeht, ist in §100a STPO geregelt: https://dejure.org/gesetze/StPO/100a.html. Selbstverständlich ist die Telekom an geltendes Recht gebunden.
RCS mit Universal Profile ist ja offenbar ein Produkt einer Google Firma (Jibe ?). Werden die Server von der Telekom oder von Google betrieben. Laut einigen Reddit Usern sind folgende Server für die Telekom zuständig. Stimmt das?
Telekom Deutschland:
ACS URL: http://rcs-acs-prod-eu.sandbox.google.com/PCSCF: rcs-eu.telephony.goog
Das ist eine Wahrnehmung, mit der wir häufiger konfrontiert werden (auch auf Fachkonferenzen etc.), die aber im Wesentlichen nicht der Realität entspricht:
- Der RCS Standard ist entwickelt und beschrieben von der GSMA (der Handelsorganisation der Mobilfunknetzbetreiber auf globaler Ebene). Google hat sich entschieden, hier mitzumachen und bietet heute verschiedene Leistungen und Komponenten an. Dazu gehören im Wesentlichen der Android Messages Client, der SMS, MMS und RCS beherrscht. Die Firma Jibe Mobile wurde 2015 von Google übernommen, die bietet eine Lösung für ein RCS plug-and-play Backend (Netzinfrastruktur) an. Zusätzlich betreibt Jibe auch den Jibe Hub; dieser ist in der Lage, verschiedene RCS-Netze zu verbinden und damit die Reichweite zu erhöhen.
- Das "Universal Profile" wurde ebenfalls in Arbeitsgruppen bei der GSMA entwickelt, um einen weltweit gültigen Standard zu definieren.
- Die Telekom- Landesgesellschaften in den Ländern Slowakei, Rumänien, Ungarn und Griechenland nutzen Jibe als Technologie-Partner, um den Kunden RCS-Dienste anzubieten. Andere Netzbetreiber nutzen teilweise ebenfalls Jibe als Technologie-Partner in verschiedenen Ländern.
- Die Telekom Deutschland hat eigene RCS-Infrastruktur im Netz aufgebaut, darauf wird für unsere Kunden in Deutschland RCS betrieben.
Das ganze Konstrukt ist komplex, vielleicht kann ich dazu beitragen, hier Licht ins Dunkel zu bringen.
Wie sieht es mit den Kosten für In- und (Nicht-EU)-Ausland aus?
Grundsätzlich werden die Kosten lt. Vertragsbedingungen geregelt - im Zweifel gilt immer, was dasteht. Dies gesagt, gilt für Kunden der Telekom Deutschland:
Inlandsnutzung
Der Chat über die Nachrichten-Anwendung bzw. mit der Message+ App ist im Inland über Mobilfunk und WLAN für alle Telekom Mobilfunk-Kunden in Laufzeitverträgen mit monatlichem Grundpreis sowie Prepaid-Tarifen mit gebuchter SMS- oder Datenflat ohne Zusatzkosten nutzbar.
Das Zuschalten der Kamera ist kostenfrei. Für Sprachverbindungen wird außerhalb von Sprach-Flats der Minutenpreis gemäß zugrundeliegendem Tarif berechnet.
Auslandsnutzung
Für die Ländergruppe 1 gilt:
Das Messaging ist für Vertrags- und Prepaid-Kunden kostenlos.
Das Zuschalten der Kamera ist eine kostenfreie Inklusivleistung für Sprachverbindungen.
Wenn Sie keine Flat in Ihrem Tarif haben, wird minutenweise gemäß des gebuchten Tarifs berechnet.
Bei Prepaid-Tarifen ohne Daten-Flat bzw. ohne SMS-Flat allnet entstehen Kosten für den Versand von Chat-Nachrichten und -Dateien (0,09 Euro/Stück).
Was kostet es mich z.B wenn ich in der Karibik im Hotel WLAN eine Nachricht verschicke? Kostenlos?
Die Nutzung im WiFi wird standortunabhängig immer wie im Netz der Telekom Deutschland (Heimatnetz) abgerechnet.
Nur der Vollständigkeit halber: evtl. entstehende Kosten für die Nutzung des WiFi (im In-oder Ausland) ist natürlich nicht inkludiert. ![]()
Wie soll das funktionieren? Wie wird sichergestellt, dass es über WLAN und nicht über Mobilfunk läuft aus dem Ausland? Ich habe ein Win10M. Benötige ich dann eine RCS-App inklusive WLAN Call der Telekom?
Ich bin deshalb auf diese Frage gekommen, weil ich ein Dual SIM Gerät habe, bei dem ich nur zwischen den zwei SIM-Karten wechseln kann, mit welcher ich gerade eine SMS versenden möchte. Und dabei werden die von mir mal festgelegten Namen für die Mobilfunkverbindungen der jeweiligen SIM-Karten verwendet.
Ich kenne das Win 10 mobile Gerät nicht im Detail, aber Du wirst dort Cellular Data (EDGE, 3G, HSPA oder LTE) aktivieren und deaktivieren können, und das gleiche mit WLAN tun können. Wenn Du Cellular Data ausschaltest, und WLAN einschaltest, wird das Gerät zu den genannten Konditionen RCS nutzen können.
Eine Telekom-RCS-App gibt es für Win 10 mobile nicht, das Gerät unterstützt RCS aus der nativen Messaging App.
Die RCS App wird nicht separat für den Access konfiguriert, sondern das Gerät hat einen Datenzugriff über einen bestimmten Kanal zu einer Zeit (Vergrößerung der Bandbreite durch parallele Bearer einmal ausgenommen).
Wenn Deine zweite SIM ("XS") aktiv ist, und diese nie Datenverbindungen nutzt, dann stimmt das: RCS wird nie angeboten. RCS funktioniert nur, wenn das Gerät 'online' ist (was auch für alle anderen Messenger außer SMS gilt). Wenn das Gerät über WLAN 'online' ist, dann ist es egal, welche Karte gerade aktiv ist; es sei denn, dass Dein Gerät so konfiguriert ist, dass 'nie online' bei der zweiten SIM sich auch auf WLAN bezieht. Ich weiß nicht, ob sich das Windows Gerät so verhält, das musst du ggfs. mal ausprobieren.
Wenn Deine zweite SIM NIE Cellular Data nutzen darf, dann ist diese wahrscheinlich nie vom Netz für RCS konfiguriert worden. Das ist zwar prinzipiell auch über WLAN möglich, dazu braucht es ein paar Kunstgriffe und Nutzer-Interaktion, die möglicherweise nicht im Win 10 m Client implementiert sind. Deswegen wird, auch unter WiFi, nur SMS und nicht Chat angeboten.
Ausschlaggebend ist also nicht nur, dass man das Gerät ins WLAN zwingt (Flugmodus an, danach WLAN aktivieren und in eine WLAN einloggen), sondern dass bei der Nachrichtenerfassung "Chat" statt "SMS" angeboten wird, was davon abhängt, ob das Empfängergerät gerade als Chat-bereit rücksignalisiert worden ist, richtig?
Ausprobiert habe ich es vorhin im deutschen Inland. Übertragen auf das Ausland könnte es genauso laufen.
Nicht ganz. Um "Chat" angeboten zu bekommen (sprich: RCS steht zur Verfügung), ist folgendes zwingend erforderlich:
Im Netz kennen wir die Geräte (anhand der Rufnummer), die RCS unterstützen. Wird eine Nachricht an ein Gerät geschickt, welches gerade offline ist (z.B. ausgeschaltet oder im Flugmodus), dann wird die Nachricht im Netz gespeichert und ausgeliefert, wenn der Kunde wieder erreichbar ist.
Wenn der Empfänger eines Bildes/einer Nachricht kein RCS empfangen kann. Muss ich dann befürchten, dass eine kostenpflichtige SMS/MMS gesendet wird?
Der Client auf dem Handy zeigt zu jedem Zeitpunkt an, wie die Nachricht versendet wird:
- Wenn im Eingabefenster "SMS schreiben" oder "Textnachricht" o.ä. steht, dann handelt es sich um eine SMS. Wenn dann ein Bild hinzugefügt wird, springt die Anzeige automatisch auf "MMS" um.
- Wenn im Eingabefenster "RCS schreiben" oder "Chatnachricht" o.ä. steht, dann wird RCS verwendet.
Wie funktioniert der Dienst auf Multi-SIM Smartphones wie dem iPhone Xs zum Beispiel? Kann ich die Datenverbindung über ein anderes Netz laufen lassen und trotzdem die RCS-Funktion der Telekom SIM mit der Message+ App nutzen?
Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach. Hierfür musste ich mich mit den Kollegen vom Endgeräte-Testing zusammensetzen.
Also: wenn das Gerät einmal mit der Telekom-SIM für RCS konfiguriert wurde, dann kann man den Dienst über eine beliebige Datenverbindung nutzen. Im WiFi gibt es keine Probleme, über den Datenkanal eines anderen Netzbetreibers dürften jedoch zwei Effekte auftreten:
Ich kann mir derzeit zwar nicht vorstellen das es beim User 2 User Messaging die etablierten OTT Messenger ersetzt, jedenfalls nicht solange Apple das nicht nativ implementiert.
Eher könnte ich mir Erfolg vorstellen beim Ersatz von Nachrichten im B2C Fall. Gerade auch wenn die Empfänger wie auf Seite 1 im RBM 2020 Test verifiziert sind (Blauer badge) und man verlässlich weiß wer da schreibt. Oder z.B für Fluggesellschaften direkt den Boarding Pass per RCS statt SMS mit Link etc.
Genau. Der Grund, warum Google sich engagiert, ist iMessage: Google war mit verschiedenen Services (Hangouts, Allo) nicht erfolgreich, ein vergleichbares Gegengewicht zum iPhone Service zu lancieren. Deswegen unterstützen sie nun die Netzbetreiber bei RCS. Sicher wird die Nutzung bei Person-to-Person kurz- und mittelfristig nicht die etablierten Dienste ersetzen.
Der Grund, warum RCS seit 2-3 Jahren weltweit Interesse bekommt, ist Kommunikation zwischen Unternehmen und deren Kunden. Der Markt wächst schnell, und viele (Geschäfts-) Kunden möchten mit einem verlässlichen Partner, der die Daten nicht weiter kommerziell nutzt, zusammenarbeiten.
Die Business-Anwendung ist im "Universal Profile 2.0" beschrieben, und da haben wir einen sehr attraktiven Service!
Gibt es den schon Business Anwendungen die man als Endkunde jetzt schon nutzen kann?
Wir implementieren derzeit das API (Interface), damit sich Unternehmen und Dienstleister mit unserem Dienst verbinden können. Das wird kurzfristig soweit sein. Dann wird es sicher nicht lange dauern, dass sich erste Anwendungen zeigen werden.
Andere Länder sind da bereits weiter: in USA laufen sehr erfolgreich erste Anwendungen, u.a. bei Subway (Sandwich-Restaurant), Express (Warenversender). In Südafrika lief sehr erfolgreich eine Kampagne zum neuen "König der Löwen" Film.
Wer Bock hat, sich ein paar Anwendungen anzuschauen, wird hier fündig: https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/demos-case-studies/
Die GSMA veranstaltet seit ca. 2 Jahren weltweit Seminare und Workshops, um das Thema in allen Regionen der Welt anzuschieben. Da passiert eine Menge.
Wir arbeiten auch intern bereits an Anwendungen, die Rich Business Messaging nutzen werden, damit die Telekom Deutschland und die anderen Landesgesellschaften die Technik in der Kommunikation mit unseren Kunden nicht nur SMS nutzen zu können, sondern auch RBM. Hier werden wir binnen kurzer Zeit einen Übergang wie seinerzeit von schwarz/weiß-Fernsehen zu interaktivem HD-TV machen. ![]()
Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir nicht die einzigen sind, die derzeit an diesen Konzepten und Techniken entwickeln., auch Whatsapp Business, Viber, Facebook und Apple Business Chat haben hier einen Markt erkannt. Derzeit hat jeder Dienst Vor- und Nachteile, und der Markt wird sich passend entwickeln.
Die Bezeichnung "RCS" ist nicht gerade bekannt. SMS kennt man, RCS - was ist das? Warum nennt man es nicht einfach "Provider-Chat", "RCS-Chat" (um es bekannter zu machen), Mobile-Chat, ... ?
In Deutschland haben sich die Netzbetreiber darauf geeinigt, auf dem Handy "Chat" zu nutzen, wann immer RCS-Technik genutzt wird. Versuche, eine gemeinsame 'Marke' zu entwickeln und bekannt zu machen, sind aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich gewesen ('joyn' war der erste Versuch, den Namen für die Download App hatte man dann als 'Message+' gesetzt).
Ist es geplant, wie bei anderen größeren Messenger Diensten kurz oder lang Werbung einzublenden? Ich würde mich dabei sehr unwohl fühlen, wenn eine Übergabe meiner Daten und des Austauschs an ein werbefinanziertes Unternehmen, stattfindet.
Werbeeinblendungen sind in der Nachrichten Applikation nicht geplant oder vorgesehen. Wir halten das auch für contra-produktiv; im Standard ist explizit darauf hingewiesen, dass für Kommunikation zwischen Unternehmen und deren Kunden ausschließlich erwünschte und vom Kunden explizit autorisierte Nachrichten zulässig sind. Sowohl für Dienstleister als auch für Netzbetreiber sind Hebel definiert, die es schnell und einfach möglich machen, Spam, unerlaubte Inhalte und Missbrauch wirksam zu unterbinden.
Wäre es möglicherweise ein Weg für eine Übergangszeit die SMSen freio zu schalten (Inland), so dass sie keine Bedenken mehr haben müssen, dass statt einem Chat eine SMS hinaus geht? – Zur Eingewöhnung.
Was die 'freien SMS' angeht: für die allermeisten Kunden bei der Telekom Deutschland ist die SMS ja bereits im Tarif enthalten, es entstehen keine Mehrkosten. Zudem wird immer sehr klar angezeigt, ob SMS oder Chat genutzt wird, so dass der Nutzer sich entscheiden kann. Langfristig wird es da sicher auch noch andere Optionen geben, ich will aber nichts versprechen (weil ich persönlich es nicht halten kann...).
Wie sieht es denn mit wirklich nützlichen Zusatzfunktionen aus wie z.B. Weiterleitung einer Nachricht zu einer anderen Rufnummer?
Ich habe gerade mal gecheckt: Weiterleitung von Nachrichten wird von meinem Android Messages Client unterstützt. Nutzung auf mehreren Geräten ist ebenfalls bei Android Messages verfügbar (gab es auch bei der Telekom Message+ App). Funktioniert EXAKT wie bei WA über ein Web-Interface.
Werden irgendwann Rufumleitungen/Anrufweiterschaltung möglich sein?
Du würdest also gern eine Übernahme von Nachrichten, die an die Mobilfunknummer 1 gerichtet sind, auf das Gerät mit der Mobilfunknummer 2 weitergeleitet haben?
Das ist derzeit tatsächlich nicht möglich, und auch nicht trivial lösbar. Ich diskutiere das mal mit den Kollegen hier. (Dazu muss ich fairerweise aber auch sagen, dass das nicht bedeutet, dass wir in der nächsten Woche diese Funktion anbieten können. Das ist technisch nicht trivial, ich muss mal herausfinden, was genau das auf der Systemseite bedeutet. Und wir müssten herausfinden, wie viele Kunden sich sowas wünschen...)
Kann RCS auch auf mehreren Geräten genutzt werden?
In einem verteilten System ist es in der Tat schwierig, die Schnelligkeit zu erreichen, die z.B. ein Messenger, der App und backend aus einer Hand liefert, und weltweit ausrollt. Die Regulierung macht es für Netzbetreiber noch einmal schwerer - wir müssen Auflagen erfüllen, die andere Anbieter nicht erfüllen müssen. Hier verstehe ich manchmal die Welt nicht mehr...
Meinen Neffen habe ich vom iPhone per Message+ angefunkt - ging auch als RCS-Nachricht raus. Seine Antwort kam als SMS zurück. Und ist natürlich NICHT in der Message+ App im Chatverlauf zu sehen. Meine Rückantwort ging demzufolge auch per SMS raus (auch nicht in der Message+ App zu sehen). Seine Rückantwort dagegen kam nun wieder als RCS-Nachricht. Ist in der Message+ App zu sehen. Aber natürlich nicht in der SMS App. Was für ein Chaos...
Wir wissen, dass die RCS Experience bei iOS alles andere als toll ist. Die Ursache ist leicht identifiziert: Unser Dienst basiert auf einer Integration aller Services (SMS, MMS, RCS) in einer Applikation. iOS erlaubt uns aber nicht, SMS in der Message+ App anzuzeigen (weil dann ja iMessage auch nicht so funktionieren würde wie von Apple gewünscht).
Was ist also in dem Fall passiert? Die erste RCS Nachricht konnte (warum auch immer) nicht unmittelbar zugestellt werden. Unser Netz macht eine SMS daraus, um die Nachricht nicht zu verzögern. Eine Antwort als SMS kommt dann in die SMS App auf dem iPhone zurück - alles andere als schön. Die Rückantwort vom Android kommt dann als RCS, weil der Client weiß, dass Du die Message+ App installiert hast.
Im Moment haben wir die iOS App noch, andere Netzbetreiber haben sich bereits entschieden, auf keine App für Apple mehr anzubieten.
Im Gegensatz dazu ist die Experience auf Android ist wirklich gut. Google gibt uns bei der Implementierung viel mehr Möglichkeiten, die werden auch von den Endgeräte-Herstellern genutzt. Das ist allerdings auch 'süßes Gift' - je mehr RCS öffentlich als Google-Baby wahrgenommen wird, desto geringer wird die Chance, dass Apple endlich RCS auch unterstützt. Bislang hat sich Apple gern mit dem Argument herausgeredet, dass RCS Messaging nur von wenigen Netzbetreibern angeboten wird. In der Welle der globalen RCS Implementierungen (siehe auch den Teaser-Beitrag in diesem Thread) wird das Argument gerade massiv unterminiert. Die Hoffnung stirbt zuletzt... ![]()
Ich finde es schade, dass es oft so wirkt als wäre die App nicht richtig programmiert worden, nur weil das Betriebssystem es „verhindert“.
Wichtig finde ich es hier die Entscheider bei iOS dazu zu bewegen, den RCS-Standard auch in ihre Nachrichten-App zu integrieren. Wird das irgendwann geschehen?
Der Product Owner der Message+ Apps sitzt mir gerade gegenüber, und glaubt mir: der weiß, was er tut. Und die technischen Entwickler wissen das auch... Nur wenn die Plattform das nicht erlaubt, ist es zum Verzweifeln.
Die Entscheider bei Apple zu RCS zu überreden, das probieren wir (und damit spreche ich nicht von Telekom, sondern 'wir RCS- Netzbetreiber - die ca. 2 Milliarden Subscriber global versorgen) seit Jahren. Bislang erfolglos, weil - sehen wir der Wahrheit ins Gesicht - die Kunden das iPhone auch ohne RCS kaufen.
12.11.2019 12:37
@Sherlocka schrieb:
Ausschlaggebend ist also nicht nur, dass man das Gerät ins Wlan zwingt (Flugmodus an, danach Wlan aktivieren und in eine Wlan einloggen), sondern dass bei der Nachrichtenerfassung "Chat" statt "SMS" angeboten wird, was davon abhängt, ob das Empfängergerät gerade als Chat-bereit rücksignalisiert worden ist.
Ausprobiert habe ich es vorhin im deutschen Inland. Übertragen auf das Ausland könnte es genauso laufen.
Nicht ganz. Um "Chat" angeboten zu bekommen (sprich: RCS steht zur Verfügung), ist folgendes zwingend erforderlich:
1. Das Gerät ist (in seiner derzeitig aktiven Konfiguration) am RCS Server im Netz registriert. Ob über das Telekom-Netz oder WiFi ist nicht relevant.
2. Der Empfänger der Nachricht ist als "RCS fähig" bekannt. Dabei muss der Empfänger nicht in dem jeweiligen Moment online sein.
Im Netz kennen wir die Geräte (anhand der Rufnummer), die RCS unterstützen. Wird eine Nachricht an ein Gerät geschickt, welches gerade offline ist (z.B. ausgeschaltet oder im Flugmodus), dann wird die Nachricht im Netz gespeichert und ausgeliefert, wenn der Kunde wieder erreichbar ist.
12.11.2019 12:47
@Thomas We schrieb:
@Sherlocka schrieb:Ausschlaggebend ist also nicht nur, dass man das Gerät ins Wlan zwingt (Flugmodus an, danach Wlan aktivieren und in eine Wlan einloggen), sondern dass bei der Nachrichtenerfassung "Chat" statt "SMS" angeboten wird, was davon abhängt, ob das Empfängergerät gerade als Chat-bereit rücksignalisiert worden ist.
Ausprobiert habe ich es vorhin im deutschen Inland. Übertragen auf das Ausland könnte es genauso laufen.
Nicht ganz. Um "Chat" angeboten zu bekommen (sprich: RCS steht zur Verfügung), ist folgendes zwingend erforderlich:
1. Das Gerät ist (in seiner derzeitig aktiven Konfiguration) am RCS Server im Netz registriert. Ob über das Telekom-Netz oder WiFi ist nicht relevant.
2. Der Empfänger der Nachricht ist als "RCS fähig" bekannt. Dabei muss der Empfänger nicht in dem jeweiligen Moment online sein.
Im Netz kennen wir die Geräte (anhand der Rufnummer), die RCS unterstützen. Wird eine Nachricht an ein Gerät geschickt, welches gerade offline ist (z.B. ausgeschaltet oder im Flugmodus), dann wird die Nachricht im Netz gespeichert und ausgeliefert, wenn der Kunde wieder erreichbar ist.
dann muss es noch einen zusätzlichen Faktor geben. Ich habe nämlich mindestens zwei Kontaktpersonen, bei denen wechselt es, ob "Chat" oder "SMS". Mal geht es per Chat hinaus, und mal per SMS. Ein- und dieselbe Rufnummer.
Bei einer davon, mit der ich öfter mal was sende, weiß ich, sie hat nicht das Gerät gewechselt, ist auch noch weiterhin im gleichen Tarif beim gleichen Provider (= nicht Telekom). Wir thematisieren nämlich so etwas gelegentlich, wenn auch nicht so oft.
Sie hat aber immer wieder mal das Gerät auf nicht empfangsbereit stehen, wenn sie in bestimmten Situationen steckt. Schaltet es zum Teil komplett ab, dann kommt man nicht mal mehr mit Anrufen auf ihre Mobilbox sondern nur auf eine Ansage, dass man bei Drücken einer Taste ihr eine SMS senden könne, so dass sie dadurch erfahren würde, man hätte versucht sie anzurufen. Damit sie dann zurückrufen wird, wenn sie diese Nachricht liest.
12.11.2019 13:05
@Sherlocka schrieb:
@Thomas We schrieb:
@Sherlocka schrieb:
Ausschlaggebend ist also nicht nur, dass man das Gerät ins Wlan zwingt (Flugmodus an, danach Wlan aktivieren und in eine Wlan einloggen), sondern dass bei der Nachrichtenerfassung "Chat" statt "SMS" angeboten wird, was davon abhängt, ob das Empfängergerät gerade als Chat-bereit rücksignalisiert worden ist.
Ausprobiert habe ich es vorhin im deutschen Inland. Übertragen auf das Ausland könnte es genauso laufen.
Nicht ganz. Um "Chat" angeboten zu bekommen (sprich: RCS steht zur Verfügung), ist folgendes zwingend erforderlich:
1. Das Gerät ist (in seiner derzeitig aktiven Konfiguration) am RCS Server im Netz registriert. Ob über das Telekom-Netz oder WiFi ist nicht relevant.
2. Der Empfänger der Nachricht ist als "RCS fähig" bekannt. Dabei muss der Empfänger nicht in dem jeweiligen Moment online sein.
Im Netz kennen wir die Geräte (anhand der Rufnummer), die RCS unterstützen. Wird eine Nachricht an ein Gerät geschickt, welches gerade offline ist (z.B. ausgeschaltet oder im Flugmodus), dann wird die Nachricht im Netz gespeichert und ausgeliefert, wenn der Kunde wieder erreichbar ist.
dann muss es noch einen zusätzlichen Faktor geben. Ich habe nämlich mindestens zwei Kontaktpersonen, bei denen wechselt es, ob "Chat" oder "SMS". Mal geht es per Chat hinaus, und mal per SMS. Ein- und dieselbe Rufnummer.
Bei einer davon, mit der ich öfter mal was sende, weiß ich, sie hat nicht das Gerät gewechselt, ist auch noch weiterhin im gleichen Tarif beim gleichen Provider (= nicht Telekom). Wir thematisieren nämlich so etwas gelegentlich, wenn auch nicht so oft.
Sie hat aber immer wieder mal das Gerät auf nicht empfangsbereit stehen, wenn sie in bestimmten Situationen steckt. Schaltet es zum Teil komplett ab, dann kommt man nicht mal mehr mit Anrufen auf ihre Mobilbox sondern nur auf eine Ansage, dass man bei Drücken einer Taste ihr eine SMS senden könne, so dass sie dadurch erfahren würde, man hätte versucht sie anzurufen. Damit sie dann zurückrufen wird, wenn sie diese Nachricht liest.
Der Interconnect-Fall ist noch etwas komplexer: wenn das Empfangsgerät nicht auf dem Telekom-Netz ist, dann fragen wir beim anderen Netzbetreiber, ob das Zielgerät RCS-fähig ist oder nicht. Der Default-Wert ist SMS, und Positiv-Rückmeldungen führen dazu, dass auf Chat umgestellt wird. Dieser Vorgang dauert etwas (Bruchteile von Sekunden), und wenn in der Zeit der erste Buchstabe der Nachricht geschrieben wurde, ist SMS als Versand festgelegt. Dies wäre eine mögliche Ursache dafür, dass der Dienst schon mal wechselt, obwohl der Empfänger gleich bleibt.
Ich habe auch schon mal beobachtet, dass beim Abgleich der RCS-Fähigkeit zwischen den Netzbetreibern etwas schiefgelaufen ist, da wurde erst die zweite Nachricht in einer Unterhaltung als Chat versendet. Passiert jedoch recht selten.
Laut Standard sind die von mir genannten Kriterien hinreichend, um RCS als Dienst zu wählen.
In jedem Fall gilt die Anzeige auf dem Handy: wenn dort SMS steht, ist es auch SMS, und wenn Chat genannt wird, wird es auch eine Chat-Nachricht.
(Dies gesagt, will ich auch noch einen Sonderfall erwähnen: Wenn das Zielgerät ein RCS-Gerät im Telekom-Netz ist, und derzeit offline ist, dann gibt es den (gewollten) Fall, dass man eine Chat Nachricht verschickt, und diese als SMS ankommt. Das Telekom Netz in Deutschland wandelt nämlich RCS zu SMS, wenn a. machbar und b. die Chance groß ist, dass der Empfänger die Nachricht auf dem Weg schneller erhält. Aber keine Sorge: für den Sender wird die Nachricht als Chat behandelt, nicht SMS...)
12.11.2019 14:16 Zuletzt bearbeitet: 12.11.2019 14:18 durch den Autor
Mensch klasse, was man vor dir alles an Details erfahren kann. Danke. ![]()
Könnte zum Teil wirklich etwas zu schnell unterwegs sein mit dem entwerfen der Nachricht, und das mit dem Anbietermissaustausch berücksichtigen (auch dass, es ggf eine Sondereinstellung bei dem anderen Anbieter gibt). Es einfach später nochmals versuchen.
12.11.2019 14:24
12.11.2019 16:42 Zuletzt bearbeitet: 12.11.2019 16:43 durch den Autor
Ich kann mir derzeit zwar nicht vorstellen das es beim User 2 User Messaging die etablierten OTT Messenger ersetzt, jedenfalls nicht solange Apple das nicht nativ implementiert.
Eher könnte ich mir Erfolg vorstellen beim Ersatz von Nachrichten im B2C Fall. Gerade auch wenn die Empfänger wie auf Seite 1 im RBM 2020 Test Verifiziert sind (Blauer badge) und man verlässlich weiß wer da schreibt. Oder z.B für Fluggesellschaften direkt den Boarding Pass per RCS statt SMS mit Link etc.
12.11.2019 16:53
@invite-ack-bye schrieb:
Ich kann mir derzeit zwar nicht vorstellen das es beim User 2 User Messaging die etablierten OTT Messenger ersetzt, jedenfalls nicht solange Apple das nicht nativ implementiert.
Eher könnte ich mir Erfolg vorstellen beim Ersatz von Nachrichten im B2C Fall. Gerade auch wenn die Empfänger wie auf Seite 1 im RBM 2020 Test Verifiziert sind (Blauer badge) und man verlässlich weiß wer da schreibt. Oder z.B für Fluggesellschaften direkt den Boarding Pass per RCS statt SMS mit Link etc.
Genau. Der Grund, warum Google sich engagiert, ist iMessage: Google war mit verschiedenen Services (Hangouts, Allo) nicht erfolgreich, ein vergleichbares Gegengewicht zum iPhone Service zu lancieren. Deswegen unterstützen sie nun die Netzbetreiber bei RCS. Sicher wird die Nutzung bei Person-to-Person kurz- und mittelfristig nicht die etablierten Dienste ersetzen.
Der Grund, warum RCS seit 2-3 Jahren weltweit Interesse bekommt, ist Kommunikation zwischen Unternehmen und deren Kunden. Der Markt wächst schnell, und viele (Geschäfts-) Kunden möchten mit einem verlässlichen Partner, der die Daten nicht weiter kommerziell nutzt, zusammenarbeiten.
Die Business-Anwendung ist im "Universal Profile 2.0" beschrieben, und da haben wir einen sehr attraktiven Service!
12.11.2019 17:29
Die Bezeichnung "RCS" ist nicht gerade bekannt. SMS kennt man, RCS - was ist das?
Und in den Handys wird es auch teilweise anders bezeichnet. Bei mir z. B. "Chat".
Ich denke, zum Teil ist es ein Problem, dass es manchen Leuten nicht bewusst ist, was das ist.
Und auch ein Problem des Namens. Warum nennt man es nicht einfach "Provider-Chat", "RCS-Chat" (um es bekannter zu machen), Mobile-Chat, ... ?
Also etwas griffigeres, mit dem man schon vonvornherein einen Begriff mit eingebaut hätte, mit dem man zumindest teilweise damit etwas anfangen kann. Den Rest kann man sich dann anlesen. Wenn man gezielt danach sucht.
Ein anderes Problem könnte sein, dass es einen eingegrenzten Bereich nur gibt, wo es gilt. Gut, dass sich die Telekom nun zumindest Gedanken darüber macht, dass man es EU-weit ausweiten könnte (am besten + Schweiz ...). So dass Mobilfunktechnisch der Bereich größer wird. Und ohne die anderen Netzbetreiber wird das nichts. Wäre gut, wenn man die Lowcost-Netzanbieter noch mehr ins Boot holen könnte. Denn ohne positive Rückmeldung der Anfrage "RCS" geht, gibt es auch kein "Chat". Und damit engt sich das wieder ein. Für viele dann keine richtige Alternative zu Whatsapp. Mal abgesehen davon, dass es manche Funktionen über RCS auch nicht gibt.
Aber darauf könnten mehr Leute drüber wegsehen, wenn es mehr Leute in ihrem Bekanntenkreis geben würde, welche man mit "RCS"-Rückmeldung statt "SMS" anschreiben könnte.
Und gerade vielleicht aus Datenschutzgründen und dem Entfallen von Werbeeinblendungen nicht unattraktiv. Es gibt Staaten, bei denen es mir sehr unangenehm wäre, wenn sie mitlesen könnten. Da ich dann doch eher vom einem Rechtsstaat bei uns ausgehe, und in keinem solchen Land lebe, in welchem ich dabei ein blödes Gefühl hätte, ist mir das lieber (Datenhaltung in Deutschland) als die Übergabe der Daten und des Austausches an ein werbefinanziertes Unternehmen. Das möglicherweise auch noch anderen Rechtsgrundsätzen unterliegt, mit welchen ich nicht gerade einverstanden sein dürfte. Datenkraken traue ich nicht über den Weg.
Die RCS-Nutzung über die normale Nachrichten-App sollte wie selbstverständlich laufen können. So dass öfter wie von alleine Chat drin steht statt SMS. Dann zieht das automatisch auch weitere Nutzung durch andere Personen an. Und das könnte dann die Sache immer mehr steigern.
Ob es möglicherweise eine Weg wäre, den Leuten (Privatkundentarife) für eine Übergangzeit die SMSen frei zu schalten (zumindeste im Inland), so dass sie keine Bedenken mehr haben müssen, dass statt einem Chat eine SMS hinaus geht? Dass sie sich daran gewöhnen diese Medium zu nutzen. Und damit das eine Chance hat, müssten auf diese Weise viele Provider mitmachen.
Naja, wenn man dranbleibt, wird es vielleicht auch so etwas mehr werden, und man nicht selbst ein eher Dinosauerier,... .
Mal so ein paar Gedanken dazu.
12.11.2019 18:49
@Thomas We schrieb:Die Business-Anwendung ist im "Universal Profile 2.0" beschrieben, und da haben wir einen sehr attraktiven Service!
Gibt es den schon Business Anwendungen die man als Endkunde jetzt schon nutzen kann ?
13.11.2019 08:42
@Sherlocka schrieb:
Die Bezeichnung "RCS" ist nicht gerade bekannt. SMS kennt man, RCS - was ist das?
Und in den Handys wird es auch teilweise anders bezeichnet. Bei mir z. B. "Chat".
Ich denke, zum Teil ist es ein Problem, dass es manchen Leuten nicht bewusst ist, was das ist.
Und auch ein Problem des Namens. Warum nennt man es nicht einfach "Provider-Chat", "RCS-Chat" (um es bekannter zu machen), Mobile-Chat, ... ?
Also etwas griffigeres, mit dem man schon vonvornherein einen Begriff mit eingebaut hätte, mit dem man zumindest teilweise damit etwas anfangen kann. Den Rest kann man sich dann anlesen. Wenn man gezielt danach sucht.
Ein anderes Problem könnte sein, dass es einen eingegrenzten Bereich nur gibt, wo es gilt. Gut, dass sich die Telekom nun zumindest Gedanken darüber macht, dass man es EU-weit ausweiten könnte (am besten + Schweiz ...). So dass Mobilfunktechnisch der Bereich größer wird. Und ohne die anderen Netzbetreiber wird das nichts. Wäre gut, wenn man die Lowcost-Netzanbieter noch mehr ins Boot holen könnte. Denn ohne positive Rückmeldung der Anfrage "RCS" geht, gibt es auch kein "Chat". Und damit engt sich das wieder ein. Für viele dann keine richtige Alternative zu Whatsapp. Mal abgesehen davon, dass es manche Funktionen über RCS auch nicht gibt.
Aber darauf könnten mehr Leute drüber wegsehen, wenn es mehr Leute in ihrem Bekanntenkreis geben würde, welche man mit "RCS"-Rückmeldung statt "SMS" anschreiben könnte.
Und gerade vielleicht aus Datenschutzgründen und dem Entfallen von Werbeeinblendungen nicht unattraktiv. Es gibt Staaten, bei denen es mir sehr unangenehm wäre, wenn sie mitlesen könnten. Da ich dann doch eher vom einem Rechtsstaat bei uns ausgehe, und in keinem solchen Land lebe, in welchem ich dabei ein blödes Gefühl hätte, ist mir das lieber (Datenhaltung in Deutschland) als die Übergabe der Daten und des Austausches an ein werbefinanziertes Unternehmen. Das möglicherweise auch noch anderen Rechtsgrundsätzen unterliegt, mit welchen ich nicht gerade einverstanden sein dürfte. Datenkraken traue ich nicht über den Weg.
Die RCS-Nutzung über die normale Nachrichten-App sollte wie selbstverständlich laufen können. So dass öfter wie von alleine Chat drin steht statt SMS. Dann zieht das automatisch auch weitere Nutzung durch andere Personen an. Und das könnte dann die Sache immer mehr steigern.
Ob es möglicherweise eine Weg wäre, den Leuten (Privatkundentarife) für eine Übergangzeit die SMSen frei zu schalten (zumindeste im Inland), so dass sie keine Bedenken mehr haben müssen, dass statt einem Chat eine SMS hinaus geht? Dass sie sich daran gewöhnen diese Medium zu nutzen. Und damit das eine Chance hat, müssten auf diese Weise viele Provider mitmachen.
Naja, wenn man dranbleibt, wird es vielleicht auch so etwas mehr werden, und man nicht selbst ein eher Dinosauerier,... .
Mal so ein paar Gedanken dazu.
Danke für das Feedback - ich teile die Einschätzungen und Aussagen weitestgehend. Im Detail möchte ich folgendes dazu kommentieren:
- Name: In Deutschland haben sich die Netzbetreiber darauf geeinigt, auf dem Handy "Chat" zu nutzen, wann immer RCS-Technik genutzt wird. Versuche, eine gemeinsame 'Marke' zu entwickeln und bekannt zu machen, sind aus verschiedenen Gründen nicht erfolgreich gewesen ('joyn' war der erste Versuch, den Namen für die Download App hatte man dann als 'Message+' gesetzt).
- Ausbau Interworking: für die Kollegen der Telekom Deutschland hat die nationale Reichweite höchste Priorität. Diese werden wir zeitnah erreichen (mit den bekannten und bereits erwähnten weißen Flecken, aber immerhin sind nun alle 3 großen Netzbetreiber im Boot). Der nächste Schritt ist dann international - auch hier zeichnen sich Lösungen ab, die es uns ermöglichen werden, die Reichweite zu erhöhen (u.a. ist auch Swisscom daran interessiert, hier haben wir bereits über Interworking mit den Kollegen gesprochen).
- Die Einschätzung zur Rechtssituation (Stichwort StPO §100a) teile ich. Wenn man sich anschaut, in welchen Ländern der Messenger "Telegram" sprunghaft mehr Nutzung erlebte, kann man verstehen, worum es dort wirklich geht.
- Werbeeinblendungen sind in der Nachrichten Applikation nicht geplant oder vorgesehen. Wir halten das auch für contra-produktiv; im Standard ist explizit darauf hingewiesen, dass für Kommunikation zwischen Unternehmen und deren Kunden ausschließlich erwünschte und vom Kunden explizit autorisierte Nachrichten zulässig sind. Sowohl für Dienstleister als auch für Netzbetreiber sind Hebel definiert, die es schnell und einfach möglich machen, Spam, unerlaubte Inhalte und Missbrauch wirksam zu unterbinden.
- Was die 'freien SMS' angeht: für die allermeisten Kunden bei der Telekom Deutschland ist die SMS ja bereits im Tarif enthalten, es entstehen keine Mehrkosten. Zudem wird immer sehr klar angezeigt, ob SMS oder Chat genutzt wird, so dass der Nutzer sich entscheiden kann. Langfristig wird es da sicher auch noch andere Optionen geben, ich will aber nichts versprechen (weil ich persönlich es nicht halten kann...).
13.11.2019 08:55
@invite-ack-bye schrieb:
@Thomas We schrieb:
Die Business-Anwendung ist im "Universal Profile 2.0" beschrieben, und da haben wir einen sehr attraktiven Service!
Gibt es den schon Business Anwendungen die man als Endkunde jetzt schon nutzen kann ?
Wir implementieren derzeit das API (Interface), damit sich Unternehmen und Dienstleister mit unserem Dienst verbinden können. Das wird kurzfristig soweit sein. Dann wird es sicher nicht lange dauern, dass sich erste Anwendungen zeigen werden.
Andere Länder sind da bereits weiter: in USA laufen sehr erfolgreich erste Anwendungen, u.a. bei Subway (Sandwich-Restaurant), Express (Warenversender). In Südafrika lief sehr erfolgreich eine Kampagne zum neuen "König der Löwen" Film.
Wer Bock hat, sich ein paar Anwendungen anzuschauen, wird hier fündig: https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/demos-case-studies/
Die GSMA veranstaltet seit ca. 2 Jahren weltweit Seminare und Workshops, um das Thema in allen Regionen der Welt anzuschieben. Da passiert eine Menge.
Wir arbeiten auch intern bereits an Anwendungen, die Rich Business Messaging nutzen werden, damit die Telekom Deutschland und die anderen Landesgesellschaften die Technik in der Kommunikation mit unseren Kunden nicht nur SMS nutzen zu können, sondern auch RBM. Hier werden wir binnen kurzer Zeit einen Übergang wie seinerzeit von schwarz/weiß-Fernsehen zu interaktivem HD-TV machen ![]()
Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben, dass wir nicht die einzigen sind, die derzeit an diesen Konzepten und Techniken entwickeln., auch Whatsapp Business, Viber, Facebook und Apple Business Chat haben hier einen Markt erkannt. Derzeit hat jeder Dienst Vor- und Nachteile, und der Markt wird sich passend entwickeln.
13.11.2019 10:40
@Thomas We schrieb:Die Zahlen wachsen derzeit massiv, weil praktisch jedes Android weltweit mit RCS eingebaut kommt.
Was sind den in etwa die Zahlen oder wenn Du nicht genau werden kannst was ist den Steigerungsrate pro Jahr bei RCS Registrierten Endgeräten ?
13.11.2019 12:11
@invite-ack-bye schrieb:
@Thomas We schrieb:Die Zahlen wachsen derzeit massiv, weil praktisch jedes Android weltweit mit RCS eingebaut kommt.
Was sind den in etwa die Zahlen oder wenn Du nicht genau werden kannst was ist den Steigerungsrate pro Jahr bei RCS Registrierten Endgeräten ?
Die RCS Netzbetreiber melden die Zahlen an die GSMA, dort werden diese in aggregierter Form veröffentlicht https://www.gsma.com/futurenetworks/rcs/
Die Tendenz ist auf globaler Ebene stark steigend und derzeit getrieben durch Märkte wie China und Indien, deswegen ist der Forecast für Q1/2020 bereits bei 395mn.
In Europa, und das hat ja auf unsere Reichweite einen unmittelbaren Einfluss, sehen wir derzeit sehr viele neue Netzbetreiber, die RCS anbieten werden (wir sprechen dort miteinander, um die Herausforderung des Interworking (der Zusammenschaltung von Netzen) zu lösen).
13.11.2019 14:09
Wie muss ich mir so einen Interconnection HUB bei RCS vorstellen und wer betreibt diese (Google, GSMA, ein Netzbetreiber) ?
Und wie läuft das technisch ab, ist das wie eine art Portierungsdatenbank wo drinsteht welcher RCS Server zuständig ist und die Netzbetreiber Verbinden sich seperat oder werden die Chat Daten dort hinterlegt und vom Zielnetzbetreiber abgeholt.
Könnten die Daten also z.B von einem Geheimdienst zentral und massenhaft an so einem Hub abgefischt werden ohne Richterliche Zustimmung ?
13.11.2019 15:08
@invite-ack-bye schrieb:
Wie muss ich mir so einen Interconnection HUB bei RCS vorstellen und wer betreibt diese (Google, GSMA, ein Netzbetreiber) ?
Und wie läuft das technisch ab, ist das wie eine art Portierungsdatenbank wo drinsteht welcher RCS Server zuständig ist und die Netzbetreiber Verbinden sich seperat oder werden die Chat Daten dort hinterlegt und vom Zielnetzbetreiber abgeholt.
Könnten die Daten also z.B von einem Geheimdienst zentral und massenhaft an so einem Hub abgefischt werden ohne Richterliche Zustimmung ?
Schwieriges Thema, ich bin ja RCS-Experte, weder IT-Security Experte noch Hacker
.
Im Prinzip darf jeder einen RCS Interconnect Hub betreiben. Die Frage ist, welche Netze diesem Hub vertrauen und sich dort anschalten. Meines Wissen haben so einen Hub entwickelt (nicht alle sind in kommerziellem Betrieb):
- Syniverse
- Samsung
- Vodafone
Die Unternehmen unterscheiden sich ja deutlich im Geschäftsmodell... So ein Hub ist in der einfachsten Form nicht mehr als ein Nachrichten- Router, dort werden keine Daten gespeichert. Ich kann an dieser Stelle nicht ins Detail zu den Details anderer Unternehmen Stellung beziehen, für die Telekom Deutschland gilt jedoch:
- Wir unterliegen sehr strengen deutschen und europäischen Gesetzen, die wir selbstverständlich beachten und einhalten.
- Teil der Verpflichtungen sind z.B. dass der Verkehr zwischen zwei Teilnehmern innerhalb der EU die EU nicht verlassen darf, die Systeme, auf denen Nachrichten verarbeitet werden, stehen also innerhalb der EU.
- Wenn wir Dritte damit beauftragen, Systeme für uns zu betreiben, dann stehen wir immer noch in der Pflicht, dass die Rand- und Rahmenbedingungen eingehalten werden. Deswegen sind wir sehr kritisch bei der Auswahl von Partner-Unternehmen.
- Verbindungen zwischen räumlich getrennten Systemen sind generell gesichert.
Generell verstehe ich, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Am Ende müssen wir anerkennen, dass wir den involvierten Akteueren vertrauen müssen, dass sie sich an vertragliche Vereinbarungen halten, die Gesetze respektieren und bewährte Geschäftspartnerschaften nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Denn spätestens auf dem Endgerät / Client (und die kommen teilweise von den gleichen Unternehmen, die auch RCS Hubs entwickeln) müssen die Nachrichten und die Signalisierungsdaten unverschlüsselt vorliegen, sonst kann der Nutzer mit der Nachricht nichts anfangen. Und das Gerät ist ständig mit dem Netz verbunden...
14.11.2019 15:08
Hast Du es installiert?
Ich hab es auf dem iPhone drauf, ich finde Dich aber nicht.
Das mit RCS ist ein Trauerspiel in vielen Akten. Kannst Du nichts dafür.
Wie sieht es denn mit - im Vergleich zur SMS aber auch zu WhatsApp - WIRKLICH nützlichen Zusatzfunktionen aus wie z.B. Weiterleitung einer Nachricht zu einer anderen Rufnummer? Nutzung auf mehreren Geräten? Oder wegen mir auch Videotelefonie?
Oder (wenigstens gleichauf mit z.B. WhatsApp) Online-Status des Kontaktpartners, zugestellt/gelesen Status der Nachricht?
14.11.2019 15:13
@muc80337_2 schrieb:
Hast Du es installiert?
Ich hab es auf dem iPhone drauf, ich finde Dich aber nicht.
Ich hab es installiert, finde dich aber auch nicht dort in den Kontakten. Hmmmm
14.11.2019 15:15
Du findest mich nicht, weil Du die zum iPhone zugehörige Rufnummer nicht kennst. Noch nicht.
14.11.2019 15:16
Ach so, du bist so einer der mit zwei Rufnummern rumläuft ![]()
Aber unabhängig davon müsstest du mich ja finden.
14.11.2019 15:18
Das hat ja gedauert... jetzt hat die App Dich auch für die Message+ Seite gefunden...
14.11.2019 15:20
Na dann warten wir mal wie lange es dauert bis meine App dich kennt ![]()
14.11.2019 15:25
So - die Nachrichtenaustauscherei mit @CobraCane hat jetzt per Message+ geklappt.
Meinen Neffen habe ich vom iPhone per Message+ angefunkt - ging auch als RCS-Nachricht raus. Seine Antwort kam als SMS zurück. Und ist natürlich NICHT in der Message+ App im Chatverlauf zu sehen. Meine Rückantwort ging demzufolge auch per SMS raus (auch nicht in der Message+ App zu sehen). Seine Rückantwort dagegen kam nun wieder als RCS-Nachricht. Ist in der Message+ App zu sehen. Aber natürlich nicht in der SMS App. Was für ein Chaos...
14.11.2019 15:27
@muc80337_2 schrieb:
Hast Du es installiert?
Ich hab es auf dem iPhone drauf, ich finde Dich aber nicht.
Das mit RCS ist ein Trauerspiel in vielen Akten. Kannst Du nichts dafür.
Wie sieht es denn mit - im Vergleich zur SMS aber auch zu WhatsApp - WIRKLICH nützlichen Zusatzfunktionen aus wie z.B. Weiterleitung einer Nachricht zu einer anderen Rufnummer? Nutzung auf mehreren Geräten? Oder wegen mir auch Videotelefonie?
Oder (wenigstens gleichauf mit z.B. WhatsApp) Online-Status des Kontaktpartners, zugestellt/gelesen Status der Nachricht?
In einem verteilten System ist es in der Tatschwierig, die Schnelligkeit zu erreichen, die z.B. ein Messenger, der App und backend aus einer Hand liefert, und weltweit ausrollt. Die Regulierung macht es für Netzbetreiber noch einmal schwerer - wir müssen Auflagen erfüllen, die andere Anbieter nicht erfüllen müssen. Hier verstehe ich manchmal die Welt nicht mehr...
Ich habe gerade mal gecheckt: Weiterleitung von Nachrichten wird von meinem Android Messages Client unterstützt. Nutzung auf mehreren Geräten ist ebenfalls bei Android Messages verfügbar (gab es auch bei der Telekom Message+ App). Funktioniert EXAKT wie bei WA über ein Web-Interface.
14.11.2019 15:31
Bei Weiterleitung meine ich eine "automatische Weiterleitung" wie bei der Rufumleitung/Anrufweiterschaltung für Sprache.
Also einen Vorteil gegenüber SMS oder WhatsApp.
Eine empfangene SMS oder WhatsApp Nachricht manuell weiterzuleiten - das kann die Message+ App auch. Ein "me too". Kein Vorteil.
14.11.2019 15:41
@muc80337_2 schrieb:
So - die Nachrichtenaustauscherei mit @CobraCane hat jetzt per Message+ geklappt.
Meinen Neffen habe ich vom iPhone per Message+ angefunkt - ging auch als RCS-Nachricht raus. Seine Antwort kam als SMS zurück. Und ist natürlich NICHT in der Message+ App im Chatverlauf zu sehen. Meine Rückantwort ging demzufolge auch per SMS raus (auch nicht in der Message+ App zu sehen). Seine Rückantwort dagegen kam nun wieder als RCS-Nachricht. Ist in der Message+ App zu sehen. Aber natürlich nicht in der SMS App. Was für ein Chaos...
Wir wissen, dass die RCS Experience bei iOS alles andere als toll ist. Die Ursache ist leicht identifiziert: Unser Dienst basiert auf einer Integration aller Services (SMS, MMS, RCS) in einer Applikation. iOS erlaubt uns aber nicht, SMS in der Message+ App anzuzeigen (weil dann ja iMessage auch nicht so funktionieren würde wie von Apple gewünscht).
Was ist also in dem Fall passiert? Die erste RCS Nachricht konnte (warum auch immer) nicht unmittelbar zugestellt werden. Unser Netz macht eine SMS daraus, um die Nachricht nicht zu verzögern. Eine Antwort als SMS kommt dann in die SMS App auf dem iPhone zurück - alles andere als schön. Die Rückantwort vom Android kommt dann als RCS, weil der Client weiß, dass Du die Message+ App installiert hast.
Im Moment haben wir die iOS App noch, andere Netzbetreiber haben sich bereits entschieden, auf keine App für Apple mehr anzubieten.
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