News: Best of TechBoost - #1 unser Startup VRdirect

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News: Best of TechBoost - #1 unser Startup VRdirect

lisa.strohbusch 1 Sterne Mitglied
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Virtuelle Welten für jedermann

Unser Startup VRdirect war zu Gast bei der Wirtschaftswoche und erzählte im Interview sowohl von ihrem Geschäftsmodell, als auch von der Förderung durch TechBoost:

Wer sucht, der muss nicht finden. Rolf Illenberger suchte nach einer einfachen Lösung, um 360-Grad-Filme in ein Virtual-Reality-Erlebnis zu verwandeln. „So etwas gab es 2015 aber nicht am Markt“, sagt Illenberger, der die Chance ergriff und ein eigenes Unternehmen gründete. 2018 startete VRdirect und Illenberger sieht das Unternehmen mit zehn Mitarbeitern auf dem Schritt von Startup zu Scale-up.

Best of TechBoost.pngVRdirect hätte vielleicht nicht das Licht der Welt erblickt, wenn Illenbergers ehemaliger Arbeitgeber die Idee von ihm aufgegriffen hätte. Illenberger war bei ProSiebenSat.1 Geschäftsführer im Business Development. Seine ersten Schritte mit seiner Geschäftsidee tat er noch im Konzern. „Da konnte ich auf die Ressourcen des Konzerns zurückgreifen“, sagt Illenberger, der einräumt, dass er ohne diesen Startvorteil vermutlich nicht den Mut gehabt hätte, VRdirect als eigenständiges Unternehmen zu gründen. „Es bestand zu dem Zeitpunkt aus ein paar Linien Code.“

Illenberger war und ist, basierend auf seinem Hintergrund, kein Garagengründer, sondern bereits erfahren im Umgang mit Strukturen und Abläufen. Auch die Wichtigkeit von Partnern hat Illenberger frühzeitig erkannt. Und zudem rasch begriffen, dass es sich nicht lohnt, bei jedem Wettbewerb oder in jedem Startup-Programm dabei zu sein. „Man kann sich als Startup darin verlieren, sich zu bewerben“, sagt Illenberger.

Das sei im TechBoost-Programm der Telekom anders. „Wir sprechen bei VRdirect von einer sehr datenintensiven und datenreichen Anwendung, für die sowohl der 5G-Netzausbau als auch das Cloudcomputing immens wichtig sind“, sagt Illenberger. „Die notwendige Rechenleistung für Virtual Reality Inhalte steht auf den Geräten der Nutzer gar nicht zur Verfügung.“ Anders als bei anderen Startup-Programmen sei man im TechBoost-Programm auch relativ schnell in einen sehr produktiven Modus gekommen.

Die Kreativität ist die Grenze von Virtual Reality

VRdirect betreibt eine Plattform, mit der Unternehmen sehr einfach selbst Virtual-Reality-Inhalte erstellen und weltweit veröffentlichen können. Die Plattform bietet Unternehmen damit einen unkomplizierten Einstieg in diese innovative Zukunftstechnologie. „Bislang sind wir ein B2B-Unternehmen mit Kunden wie Porsche, natürlich der Telekom, aber auch Museen oder Hotels“, sagt Illenberger. Der Schritt ins Geschäft mit Privatkunden aber sei nicht fern. „Virtual Reality ist derzeit in etwa an dem Punkt, an dem private Webseiten in den Jahren 1997 bis 1999 war“, sagt Illenberger.

Hochzeiten, Reisereportagen oder Konzertbesuche – alles sei denkbar und „die Kreativität der Menschen die einzige Grenze.“ Plattformen wie VRdirect haben ihre Wettbewerber nicht in der gleichen Stadt, sondern in der ganzen Welt. Umso wichtiger ist es, ein hohes Entwicklungstempo zu halten.

„Das ist kein Gerede: Die Telekom hat mit TechBoost eine Ernsthaftigkeit in ihrem Bestreben zur Förderung von Startups gezeigt, die ich nicht für möglich gehalten hätte.“ Für Illenberger ist es im Rückblick eine richtige Entscheidung gewesen, mit der Telekom im Rahmen des TechBoost-Programms zusammenzuarbeiten.

Ein kleines Startup auf der Suche nach Unterstützung in einem Weltkonzern? „Die Verantwortlichen bei TechBoost helfen, die richtigen Ansprechpartner zu finden und Pilotprojekte unkompliziert umzusetzen“, sagt Illenberger. Zugleich bietet das TechBoost-Programm jungen Unternehmen die Möglichkeit, auf Ressourcen des Konzerns zuzugreifen.

„Auf der Metaebene ist die Partnerschaft mit der Telekom auch ein Gütesiegel“, sagt Illenberger. Für den Gründer und CEO von VRdirect beginnt die Zusammenarbeit nun aber eigentlich erst richtig, denn VRdirect will weiter wachsen. Auch da hilft TechBoost: Dank der Kooperation ist VRdirect nun eingeladen, auf der Huawei Connect in Shanghai seine Lösung einem internationalen Publikum zu präsentieren. „Das hätten wir als kleines Unternehmen ohne diese Kooperation nie geschafft.“