News: Startups und Mittelstand: „Richtig scharf auf gute Geschäfte“

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News: Startups und Mittelstand: „Richtig scharf auf gute Geschäfte“

lisa.strohbusch 1 Sterne Mitglied
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Wann funkt es zwischen Startups und Mittelstand?

Glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Jede zweite Kooperation zwischen Startups und Corporates geht in die Brüche – von den Beziehungen, die gar nicht erst zustande kommen, ganz zu schweigen. Das ist für beide Seiten bitter. „Denn gemeinsam können Gründer und etablierte Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen für Wachstum sorgen“, sagt Matthias Schievelbusch, Leiter Startup Kooperationen Telekom Deutschland GmbH.

Das Startup Magazin Gründerszene hat Matthias auf der DIGITAL2018 in Köln interviewt.

Hier ein paar Auszüge aus dem Interview:

Liebe auf den ersten Blick: Gibt’s das auch in der Geschäftswelt?

„Zwischen etablierten Unternehmen und Startups funkt es vermutlich selten beim ersten Date. Denn was oft passiert, wenn Gründer und Mittelständler aufeinandertreffen: Es knallen digitaler Sturm und Drang auf bodenständige Traditionalisten. Nehmen wir den klassischen Mittelständler als Beispiel: Der weiß, dass er künftig ein digitales Geschäftsmodell braucht, wenn er seinen Erfolg aus der Vergangenheit in die Zukunft transferieren will. Aber wir alle wissen auch, dass wir Sport treiben müssen, um fit zu bleiben. Und entscheiden uns allzu oft für die weiche Couch und gegen die harte Hantelbank.“

Sind Traditionsunternehmen für die Gründer also zu bequem?

„Das hat überhaupt nichts mit Bequemlichkeit zu tun. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen rackern enorm und haben einen Ruf zu verteidigen. Aber sie arbeiten nach dem Motto: Vorsicht ist die Mutter der Corporate Reputation. Bislang sind sie mit dieser Einstellung gut gefahren, in sehr vielen Unternehmen läuft es mit dem alten Geschäftsmodell ja noch wie geschmiert. Die haben auch erstklassige Produkte. Aber die Digitalisierung zwingt sie zum Umdenken.“

Welche Tipps für eine gute Partnerschaft hast du noch auf Lager?

„Ganz wichtig sind Geduld und Ausdauer. Denn Startups müssen einkalkulieren, dass bestimmte Dinge in der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen länger dauern, als sie es gewohnt sind. Zum Beispiel, weil es in großen Firmen viele Mitarbeiter und Abteilungen gibt, die erst einmal abgeholt werden müssen – vom Einkauf bis zur Rechtsabteilung. Das kostet Zeit, macht Arbeit, aber ohne geht es nicht. Gründern rate ich: Verzichtet drauf, eure Ideen in den buntesten Farben auszumalen. Seid pragmatisch und zeigt den Unternehmen, welches Problem ihr für sie lösen könnt.“

Welche spannenenden Fragen Matthias im Interview weiterhin beantwortet hat, erfahren Sie hier

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