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Speedport W921V als Modem nutzen

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Hallo,

in der Bedienungsanleitung zum Speedport W921V ist die Option des Betriebs als Modem beschrieben.

Wie genau funktioniert das? Bekommt das Gerät das den Speedport W921V als Modem nutzt (z. B. ein eigener anderer Router) die öffentliche IP-Adresse zugewiesen wie z. B. bei den Speedport 200 und 201? Oder ist das bei Speedport W921V anders? Wie ist es ansonsten zu verstehen, wenn es heißt die im Gerät eingerichtete Internetverbindung bleibt parallel nutzbar?

Und was bedeutet an entertainfähigen DSL-Anschlüssen ist nur eine Internetverbindung zur selben Zeit möglich? Ist dort dann der Speedport W921V überhaupt als Modem nutzbar?

Hat die Nutzung als Modem auch Einfluss auf die Nutzung der Telefoniefunktionen, interner S0?

Viele Fragen, aber ich hoffe jemand hat bereits Erfahrung mit diesem Gerät als Modem gesammelt.

Danke und Gruß
Stefan Korn
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Re: Speedport W921V als Modem nutzen

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Moin,

Bekommt das Gerät das den Speedport W921V als Modem nutzt (z. B. ein eigener anderer Router) die öffentliche IP-Adresse zugewiesen wie z. B. bei den Speedport 200 und 201?
Ja.

Und was bedeutet an entertainfähigen DSL-Anschlüssen ist nur eine Internetverbindung zur selben Zeit möglich?
Das bedeutet, daß nur eine Benutzerkennung an diesen Anschlüssen angemeldet sein kann, bei den "alten" ATM Anschlüssen konnten gleichzeitig mehrere Accounts eingewählt sein. Die Beutzerdaten hinterlegst Du im nachgeschalteten Router, ganz so wie mit einem Speedport 200 oder 201.

Hat die Nutzung als Modem auch Einfluss auf die Nutzung der Telefoniefunktionen, interner S0?
IP Telefonie funktioniert dann nicht mehr, Analog und ISDN Anschlüsse würden funktionieren, dann würde das Gerät als Telefonanlage nutzbar sein, aber wer will das schon.
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Re: Speedport W921V als Modem nutzen

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Hallo bb123,

vielen Dank für Deine sehr aufschlussreichen Informationen.

Bezüglich der Telefoniefunktionen bin ich noch nicht ganz sicher.

Ich bekomme VDSL laut Aussage Telekom nur mit IP-Anschluss. Ich möchte aber zumindest zunächst einmal meine Telefonanlage mit diversen Nebenstellen und Fax weiternutzen. Dazu könnte ich den internen S0 des W921V verwenden. Hier ist mir nun nicht ganz klar ob dieser interne S0 auch funktioniert wenn ich das Gerät als Modem verwende.

Generell würde es mich technisch auch interessieren wie dieser interne S0 an einem IP-Anschluss bereitgestellt wird.

Viele Grüße
Stefan Korn
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Re: Speedport W921V als Modem nutzen

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Sehr geehrter Herr Stefan Korn, hallo bb123,


zunächst vielen Dank für diese bisher sehr gut erläuterten Lösungsansätze. In den letzten 7 Tagen bedurfte es bis zu diesem Punkt einiger Gespräche mit mehreren Telekom-Technikern.

Mir wurde eine ähnliche Option angeboten und ich durfte mich letztendlich zum größten Teil selbst belesen: Der "splitterlose Anschluss" (Annex-J)
httpBesorgt/forum.telekom.de/foren/read/service/dsl-festnetz/internet-performance/was-ist-eigentlich-ein-sp...

Nach meinem Verständnis kann jeder ADSL Anschluss mit Splitter (Annex-B) oder ohne Splitter (Annex-J) erfolgen. Durch die Nutzung ohne Splitter steht dem DSL-Signal ein grösseres Frequenzspektrum zur Verfügung, mit höherer DSL-Geschwindigkeit (insbesondere beim Upload).

Meine Vermutung wäre, dass bei VDSL-Anschlüssen vorzugsweise oder gar ausschließlich der Betrieb ohne Splitter (Annex-J) vorgesehen wird. Bei Verwendung von Annex-J kann dadurch nur IP-Telefonie verwendet werden, es wird kein gesondertes ISDN/Analog-Signal mehr übertragen. Richtig?

Wenn der Speedport W921V nur als Modem verwendet wird und die Einwahl mit extra Hardware (Fritzbox, Endian, Cisco, etc.) erfolgt, wäre der Speedport nicht online und es kann m.E. keine IP-Telefonie im Speedport genutzt werden. Da nur eine Benutzerkennung je Anschluss angemeldet sein kann, entfällt die Möglichkeit der doppelten Einwahl von Speedport und externem Router (PPPoE-Passtrough).

Demnach generell:

Die Anschlüsse S0 sowie a/b wären bei ADSL mit Annex-J sowie bei VDSL immer ohne Funktion und der Speedport W921V (nur als Modem) könnte nichtmal als Telefonanlage genutzt werden. Richtig?

Alternativ könnte dann ein Annex-J kompatibler Router mit integriertem VoIP zum Einsatz kommen, wenn der Funktionsumfang eines Speedport-Gerätes den eigenen Anforderungen nicht genügt (z.B. auch Fritz-Boxen).

Unter folgender URL wird eine Liste kompatibler Geräte verschiedener Hersteller regelmäßig aktualisiert:
httpBesorgt/www.jens-bretschneider.de/annex-j-bei-der-telekom-aber-wo-bleiben-die-endgerate/

Weitere Möglichkeit:

Die Verbindung der IP-Telefonie erfolgt getrennt von der DSL-Einwahl, dadurch kann im lokalen Netzwerk ("hinter" dem Router) eine Vielzahl an Geräten für die IP-Telefonie verwendet werden. Weitere Hinweise:
httpBesorgt/forum.telekom.de/foren/read/service/dsl-festnetz/telefonie/cisco-voip-phone-verbinden,439,10100...

Die Nutzung der IP-Telefonie funktioniert auch per Software-Client im (W)LAN (PC, Android, iPhone):
httpBesorgt/hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/3378/FAQ/theme-45859561/Telefonie/theme-45859560/Anschl...

Die Einstellungen für IP-Telefonie werden hier übersichtlich dargestellt:
httpBesorgt/hilfe.telekom.de/hsp/cms/content/HSP/de/3378/FAQ/theme-45859561/Telefonie/theme-45859560/Anschl...

Im Router müssen vermutlich die angegebenen Ports (UDP/TCP) weitergeleitet und in der Firewall ggf. freigegeben werden. Entsprechende Quality-of-Service Regeln für IP-Telefonie (reservierte Bandbreite) wären im Router vorteilhaft bei einer Vielzahl gleichzeitiger Up-/Downloads.

Zur Weiternutzung älterer Endgeräte (Telefon, Fax) werden auch einfache VoIP-Telefonadapter angeboten. Wahrscheinlich wäre dies die kostengünstigste Lösung für dieses Problem:
httpsBesorgt/www.google.de/search?q=ip+telefon+adapter&tbm=shop

In keinem Fall:

Können demnach bisherige Analog- sowie ISDN-Endgeräte direkt an den Speedport W921V angeschlossen und genutzt werden.

Desweiteren besteht kein "ursprünglicher" ISDN-/Analog-Anschluss mehr. Bei Geschäftskunden können unter Umständen zusätzliche Probleme auftreten, u.a. wenn eine direkte Einwahl in entfernte Netze per analogem oder ISDN Modem benötigt wird (z.B. VPN/DATEV/BTX). Einige Fax-Telefon-Kombigeräte zeigen zudem standardgemäße Inkompatibilitäten auf, wenn Daten mit IP-Anschlüssen oder Internet-Angeboten ausgetauscht werden. Dieses Verhalten ist bspw. bekannt von Verbindungen zu nur Fax-Geräten an ISDN-Anschlüssen.

Ich würde mich freuen, wenn Techniker der Telekom meine Einschätzung bestätigen oder korrigieren würden und weiter beratend zur Seite stehen.

Die Entfernung zum nächsten DSLAM/DSRAM beeinträchtigt insbesondere meine DSL-Geschwindigkeit beim Upload, die gesamte Leistung nahm binnen der letzten Jahre leider merklich ab. Die Verwendung von Annex-J und VoIP würde (hoffentlich) diesen Verlust ausreichend kompensieren und Qualität sowie Stabilität meines VPN zukünftig verbessern - zumindest in der Theorie.

Sobald es mir zeitlich möglich ist, wage ich den Praxis-Test und beauftrage die Umstellung auf "Annex-J" alias "splitterloser Betrieb" alias "IP-basierter Anschluss".

Ich hoffe, durch den Geschwindigkeitszuwachs rentiert sich relativ zeitnah der Zeitaufwand für diese Recherche und Zusammenfassung. Über eine zeitnahe Betreuung im Zeitraum der Umstellung auf Annex-J wäre ich sehr erfreut und berichte gern über meine Erfahrungen.

Weiterhin viel Erfolg und Freude bei der Problemlösung wünscht


Maik Sonntag
___________________________ Tel: +49 3361 368 009 Fax: +49 3361 368 016 httpBesorgt/www.maiksonntag.de mailto:mail@maiksonntag.de ___________________________
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Re: Speedport W921V als Modem nutzen

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Ich bekomme VDSL laut Aussage Telekom nur mit IP-Anschluss. Ich möchte aber zumindest zunächst einmal meine Telefonanlage mit diversen Nebenstellen und Fax weiternutzen. Dazu könnte ich den internen S0 des W921V verwenden.

Telefonie über den Router an einem IP-Asnchluss funktioniert nur, wenn auch über diesen Router die Internetverbindung hergestellt wird, dies ist beim Betrieb "als Modem" nicht der Fall. Im "Modembetrieb" hat der Router ja keine Internetverbindung. Ich dachte das wäre bereits geklärt.
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