Antworten
Gelöst

Telekom Peering mit Apple iTunes gestört?

1 Stern Mitgestalter
1 Stern Mitgestalter
Beitrag: 351 von 525

@clakus  schrieb:

FALLS hier wirklich politische Spielchen gespielt wurden wahre dies von Seiten der Telekom äußerst unklug. Falls sich der Ruf festsetzen würde, dass ein Telekomanschluss inkompatibel mit Apple Geräten ist werden die Kunden wohl kaum ihre iPhones in den Papierkorb werfen. Die Telekom hat bei dieser Sache mehr zu verlieren.


Nun ja, die Telekom betreibt seit Jahren gezielte Desinformation (wie auch wieder hier im Thread) über die wahren Hintergründe der Performance-Einbrüche. Geschadet hat es ihr bisher nicht - das Vertrauen der Kunden in die vermeintliche Seriösität der Telekom ist einfach zu groß.

Highlighted
5 Sterne Mitglied
5 Sterne Mitglied
Beitrag: 352 von 525

@Gallier66  schrieb:

Schöne Theorie, die aber nicht zur schlagartigen Verschlechterung der Datenübertragung so ziemlich genau ab 01.10. passt.


Doch, das passt durchaus. Eine 100G Leitung ist bei 95G Auslastung nicht schon ein "bisschen" langsamer. Solange die Überlastungen nur in kurzen Spitzen bestehen - das kann schon vor dem, 1.10. gewesen sein -, merkst Du wenig bis nichts davon (bei Videos dank Buffering, bei Downloads weils es halt nur ein paar Momente stockt, wo man evtl. garnicht hinschaut).

 

Werden die Überlastungen dann länger, stauen sich die Pakete in den Router-Queues auf, dadurch gehen die Latenzen in die Höhe (weil die Pakete in der Queue warten) und es treten Paketverluste auf (weil bei voller Queue Pakete verworfen werden). Beides mieserabel für Streams/Downloads.

 

Um sowas (also die schlagartige Verschlechterung) zu vermeiden ist in vielen Peering-Verträgen vereinbart, dass Zusammenschaltungen ausgebaut werden, sobald über eine längere Zeit 60% Auslastung vorliegen. Dann hat man noch etwas Vorlaufzeit für die Abstimmung des Ausbaus, Bauteilbeschaffung, etc. und muss nicht befürchten, dass man Morgen schon auf 100% ist. Das funktioniert aber nur, wenn beide Netze Interesse an dem Peering haben (d.h. kostenneutral peeren).

3 Sterne Mitglied
3 Sterne Mitglied
Beitrag: 353 von 525

Ich verstehe nicht so Recht, warum die Engpässe nicht schon frühzeitig bemerkt wurden. Spätestens nach dem sich die ersten Kunden beschwert haben hätte man das doch leicht feststellen können. So haben wir uns erst vier Wochen rumärgern müssen. Einige haben ja in dieser Zeit völlig unnötigerweise ihre Hardware ausgetauscht. Das ist schon ärgerlich.

3 Sterne Mitglied
3 Sterne Mitglied
Beitrag: 354 von 525

Jetzt berichtet auch digitalfernsehen.de darüber in Bezug auf den Heise-Bericht. Scheint jetzt immer bekannter zu werden und größerer Kreise zu ziehen.

5 Sterne Mitglied
5 Sterne Mitglied
Beitrag: 355 von 525

@clakus  schrieb:

Ich verstehe nicht so Recht, warum die Engpässe nicht schon frühzeitig bemerkt wurden.


Ich gehe davon aus, dass sie den Netz-Technikern auf beiden Seiten durchaus schon vor Wochen bekannt waren. Wenn beide Seiten Peering-freundlich wären, dann wären da ein paar Mails hin und her gegangen, die Kapazität wäre bei einem kurzen Wartungsfenster erhöht worden und kaum jemand hätte etwas bemerkt.

 

Dank der Peering-Policy der Telekom müssen nun aber erstmal Juristen und BWLer Konditionen und einen Vertrag aushandeln und die Netz-Techniker sind zum warten verdonnert - selbst wenn beide Router nur wenige Meter voneinander entfernt im selben RZ stehen und eine freie Glasfaser beidseitig schon aus den Kabelführungen baumelt.