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VDSL 50000 (kein Vektoring) innerhalb eines Tages erheblich verschlechtert

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Beitrag: 1 von 42

allo,
seit 8 Jahren habe ich einen sehr gut funktionierenden VDSL 50000 Anschluss. Auch die Umstellung auf einen IP-basierten Anschluss vor 3 Jahren hat, wider Erwarten Zwinkernd gut geklappt.
Nun habe ich aber seit dem 09.06.2018 eine erhebliche Verschlechterung, der in der Fritzbox (AVM 7490) angezeigten Daten, die sich auch manchmal schon im Entertain-Empfang und Telefon(?) bemerkbar machen. Die Fritzbox "schickt" mir täglich die Infos über die Verbindungsdaten. Dadurch konnte ich feststellen, dass sich am 09.06.2018 (Samstag) die Leitungsdämpfung und der Störabstand erheblich verschlechtert haben. Auf meiner Seite habe ich keinerlei Änderungen durchgeführt.

Im Anhang kann man folgende Werte sehen:

Dämpfung (08.06.2018 Abends):  Empfangsrichtung: 14 dB - Senderichtung: 14 dB
Störabstand:      Empfangsrichtung: 11 dB - Senderichtung: 15 dB

Dämpfung (09.06.2018 Abends):  Empfangsrichtung: 24 dB - Senderichtung: 24 dB
Störabstand:      Empfangsrichtung: 09 dB - Senderichtung: 13 dB

 

Die Leitungslänge zum Outdoor-DSLAM ist laut der Telekom ca. 350 m.

 

Die Leitungskapazität, die die vergangenen Jahre zw. 65000 - 80000 kBit/s lag, verschlechterte sich auf 40000 - 48000 kBit/s. Inzwischen ist der Störabstand in Empfangsrichtung bei nur noch 6 dB !

Diese Verschlechterung trat am Abend des 09.06.2018 ein (laut LOG-Eintrag wurde neu synchronisiert). Durch Ausprobieren mit einer anderen Fritzbox (7490) und einem Speedlink 5501 blieben die schlechten Werte nahezu gleich, so dass ich einen HW-Defekt ausschliesse. Die Verkabelung habe ich ein wenig verkürzt (statt Y-Kabel von AVM ein normales Gigabit Netzwerkkabel 1 m), was interessanterweise ca. eine Verbesserung um 3000 kBit/s brachte, aber weit von der vorherigen Qualität (Werte) entfernt war / ist.

 

Eine Störungsmeldung bei der Telekom brachte auch kein zufriedenstellendes Ergebnis. Zwar waren die Ansprechpartner sehr freundlich und bemüht, aber meinten, da die Werte noch innerhalb des Korridors der Leistungsbeschreibung waren / sind (und kein offensichtlicher(?) Fehler vorliegt), könnten sie keinen Techniker rausschicken, was für mich aber sehr unbefriedigend ist. Zu dem stand in der Störungsmeldung als Fehlerquelle "Fremdrouter", was ja definitiv nicht stimmen kann.

 

Nun meine Frage an die Community:
-> Welche Ursachen kann es für eine solche, erhebliche Verschlechterung noch geben? Ein Aufschaltung zusätzlicher Kunden auf "meinem" Leitungsbündel an einem Samstag Nachmittag kann es ja wohl nicht sein.
Zusätzlicher Hinweis: An diesem 09.06.2018 ging im Ort eine sehr schweres Unwetter herunter mit teilweisen Überflutungen. In meinem Ortsbereich waren aber keine offensichtlichen Schäden zu erkennen.

 

Viele Grüße

Muado

2 AKZEPTIERTE LÖSUNGEN

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Hallo @muado,

das Ticket ist inzwischen geschlossen. Ein Messung zeigt, dass aktuell die Werte für das VDSL 50 Profil erreicht werden bei Down / UP.

Gruß

Jürgen Wo.
Hinterlegt eure Daten im Profil, damit wir bei Bedarf schneller helfen können.

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Beitrag: 41 von 42

Hallo Detlev K.

... Jubel, Jubel ! - (ehrlich gemeint)

Gestern war noch mal ein Telekom-Techniker vor Ort und das Problem ist gelöst. Es war wohl in der Hauptsache die Inhouse-Verkabelung vom UG ins 2.OG. Dieses Haus hat 3 Wohnungen und jede Wohnung wird im Treppenhaus in einer Abzweigung mit je 2 Doppeladern versorgt. Meine Wohnung ist ganz oben im 2.OG. Insgesamt gibt es 4 Verbindungsstellen bei der das - in einem Leerrohr - gelegte Telefonkabel im Treppenhaus unterbrochen wird und mittels "Verdrillung und Verlötung" oder auch ScotchLok weitergeführt wird.

Also vom: APL -> alter Übergabepunkt UG -> Verzweigung EG. -> Verzweigung 1. OG -> Verzweigung 2. OG -> TAE-Dose 2. OG

Nun ist das Haus zwar schon mehr als 50 Jahre alt und die Telefonverkabelung in Teilen wohl auch, aber der "Wurm" war letztlich in jedem(!) Segment. Der Telekom-Techniker ging sehr systematisch vor (grosses Lob). Zunächst mass er die Werte direkt am APL (die Inhouse-Verkabelung

war meines Wissens in diesem Moment abgetrennt) und erhielt auch einen schlechten Wert. Bei einer 2. Messung war dieser Wert plötzlich sehr gut und blieb auch gut. Nun wieder die Inhouse-Verkabelung angeschlossen und an meiner TAE-Dose gemessen und der Wert war schlecht, so dass das Messgerät auch nur mit einem 1000er-Profil synchronisiert hat und jede Menge Fehler auf der Leitung waren.

Nun war klar die Inhouse-Verkabelung das Problem. Wieder in den Keller und nur die Strecke bis zum "alter Übergabepunkt UG" gemessen. Auf diesen ca. 6 m Telekomkabel (6 * Doppeladern wohl ca. 30 Jahre alt) auf Putz verlegt, hat sich das Signal schon erheblich verschlechtert?! Techniker fand in diesem Kabel aber wohl nur noch eine Doppelader die gut war. Das nächste Segment bis zum EG bzw. 1 OG. war nicht blendend, aber nach neuer "Verdrillung und Verlöten" sahen die Werte gut aus. In der Verzweigung im 1 OG. sah man aber, dass die Leitungen an den Verdrillungen schon ganz schön korrodiert waren und beim Öffnen gebrochen sind. Im Segment vom 1.OG -> 2.OG gab es ein Telefonkabel mit 2 Doppeladern, die aber beim Test wohl alle(!) Kontakt haben (also Isolierung schadhaft) -> dies erklärt wohl auch die Angabe von möglichen Mehrfachleitungen in der Fritzbox. Es blieb nichts anderes übrig als in dieses Segment ein ein neues kabel einzuziehen (hatte noch Cat7 Verlegekabel da), was mit Hilfe eines Zugdrahtes auch nahezu problemlos klappte. Das letzte Segment vom Verzweigung 2. OG -> TAE-Dose 2. OG sah zwar auch nicht optimal aus, aber hier waren die Werte noch tolerabel.

RESULTAT: Super - Werte wie vor der Störung (siehe Anhang Screenshots).

Wie gesagt, ein grosses Lob an den Telekom-Techniker ! Die ganze Aktion hat 2,5 Std. gedauert und ich hoffe der Techniker bekommt keine Rüge (weil zu lang beim Kunden ), aber der Kunde ist sehr zufrieden Fröhlich Mal sehen ob es noch Probleme gibt wenn es regnet (also Nässe), was ja dann eventuell auch noch auf ein Problem ausserhalb schliessen lässt ?!

Resümee: Es ist schade, dass man erst mehrfach Störungen melden muss und diese Störungen immer wieder als "behoben" geschlossen werden, obwohl der Kunde - ich denke - wichtige Anhaltspunkte / Informationen liefert, die dem entgegenstehen und trotzdem zunächst nicht darauf eingegangen wird bzw. durch den Zeitdruck (meiner Meinung nach) nicht nachgegangen werden kann / darf.

Die TelekomHilft-Community ist hier ein wichtiger Unterstützer und ich danke allen, die hier Zusatzinformationen geliefert haben, aber auch dem TelekomHilft-Team, dass sie immer wieder neue Störungsmeldungen geöffnet haben. Am Telefon ist dies nämlich teils sehr frustrierend, da ja dort keine Historie vorhanden ist und man jedesmal von Neuem alles erklären muss.

Viele Grüße

Muado

 

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Beitrag: 2 von 42

Die Daten sind unvollständig!

Das ist nicht die normale DSL-Info einer FB, mit Vectoring, etc.

 

Wenn die Verschlechterung ohne irgendwelche Änderungen

gekommen ist, ist da ein Leitungsschaden.

 

Ich würde mal die aktuelle Labor-Firmware aufspielen.

 

 

--
Mit freundlichen Grüßen
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Hallo maglite,

dieser Anschluss hat auch kein Vektoring (siehe Überschrift).

Die aktuelle Laborversion habe ich schon aufgespielt, aber dabei gab es keine Verbesserung.

 

Muado

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Beitrag: 4 von 42

Häng uns doch mal ein Screen von den DSL Infos und dem Spektrum an (siehe Anhang). Das ist wesentlich Hilfreicher als deine Übersicht.

Klicke hier um deine Kundendaten im Profil zu hinterlegen.
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@muado@  schrieb:

Hallo maglite,

dieser Anschluss hat auch kein Vektoring (siehe Überschrift).

Die aktuelle Laborversion habe ich schon aufgespielt, aber dabei gab es keine Verbesserung.


Es kamen Fälle hier auf, wo die Leitung plötzlich sehr viel

schlechter wurde, weil Vectoring geschaltet wurde.

Da kam dann plötzlich der Vectoring-Bug der FB zur Wirkung.

 

Wenn nach wie vor kein Vectoring geschaltet ist, sehe ich einen

Leitungsschaden für ursächlich, weil die Leitungsparameter

schlagartig sehr viel schlechter wurden.

 

--
Mit freundlichen Grüßen