• abbrechen
        Suchergebnisse werden angezeigt für 
        Stattdessen suchen nach 
        Meintest du: 
        Antworten

        Re: Was bedeutet DPBO Technik?

        Starter
        Beitrag: 1 von 6
        Hallo zusammen!

        Ich hoffe das ich meine Frage im richtigen Bereich poste....

        Wenn eine Ortschaft mit der DPBO Technik ausgebaut/nachgerüstet wird, was bedeutet das??

        Vielen Dank im voraus für die Antowrt Zwinkernd

        Jens
        T-Home Entertain Comfort mit DSL16+ T-Home Entertain Big TV T-Home Entertain MTV Tune-Inn T-Home Entertain LigaTotal! T-Mobile G1 mit Combi Flat XS
        5 ANTWORTEN
        Highlighted
        Telekom hilft Team
        Telekom hilft Team
        Beitrag: 2 von 6

        Hallo Jens,
        Wenn eine Ortschaft mit der DPBO Technik ausgebaut/nachgerüstet wird,
        was bedeutet das??

        Die Deutsche Telekom kann heute bereits rund 94 Prozent aller deutschen
        Haushalte mit DSL versorgen. Dass der breitbandige Internetzugang noch
        nicht überall verfügbar ist, hat oft technische Gründe. Beim weiteren
        Ausbau setzt die Telekom auf innovative Technik.
        Einen Telefonanschluss hat heute praktisch jeder deutsche Haushalt, und
        das schnelle Internet per DSL kommt über die Telefonleitung. Trotzdem
        ist nicht an jedem Telefonanschluss auch DSL verfügbar. Das liegt an
        technischen Einschränkungen des Kupferkabels. Entscheidend ist hier die
        Entfernung zwischen Haushalt und Vermittlungsstelle.
        DSL-Signale unterliegen auf dem Kupferkabel einer physikalisch
        bedingten Dämpfung. Ist diese zu groß, kann keine DSL-Verbindung
        aufgebaut werden. Ein DSL-Signal kann durchschnittlich lediglich über
        vier bis fünf Kilometer auf Kupfer übertragen werden. Kunden, die über
        längere Leitungswege an die Vermittlungsstelle angebunden sind, können
        also nicht mit DSL versorgt werden.
        Darum baut die Telekom derzeit in betroffenen Regionen neue Technik
        auf, die die Entfernung zwischen der Vermittlungsstelle und dem Kunden
        mit Glasfaser überbrückt. Dabei werden sogenannte Outdoor-DSLAMs
        eingesetzt. Das Kürzel DSLAM steht für Digital Subscriber Line Access
        Multiplexer.
        Diese Outdoor-DSLAMs werden in den Kabelverzweigern eingesetzt, also
        den im Straßenbild weit verbreiteten grauen Kästen. Sie bündeln dort
        die DSL-Leitungen der Kunden und führen sie zur nächst höheren
        Netzebene über Glasfaser, und damit ohne Bandbreitenverluste. Vorteil
        der Outdoor-DSLAMs: Sie erweitern das Einsatzspektrum von DSL. Zum
        einen dort, wo aufgrund von zu hoher Entfernung DSL bisher nicht
        möglich war, und zum anderen an den Orten, wo Kunden bisher
        ausschließlich über Glasfaser an das T-Home Netz angebunden sind – und
        DSL als kupferbasiertes Übertragungsmedium ebenfalls nicht realisierbar
        war.
        Die Outdoor-DSLAM-Technologie kann von T-Home überall dort eingesetzt
        werden, wo eine ausreichende Nachfrage nach DSL-Anschlüssen besteht,
        die entsprechende Glasfaser-Kupfer-Struktur mit Stromversorgung
        vorhanden und ein wirtschaftlicher Einsatz möglich ist.
        Ein weiteres Hindernis für den DSL-Ausbau sind die
        Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) von Wettbewerbern. Diese werden
        durch das für DSL notwendige Signal gestört. Darum ist in diesen
        Bereichen der Outdoor-Ausbau bislang nicht möglich gewesen. Mit einer
        neuen Technik, der DPBO-Technik (DownStreamPowerBackOff), soll dieses
        Problem gelöst werden. Sie wird derzeit in einem Pilotversuch getestet.
        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr T-Home-Team
        -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- ---
        http://forum.t-online.de/ -> Service-Foren
        -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- -- --- ---
        Community Guide
        Community Guide
        Beitrag: 3 von 6
        Hallo

        Ich hoffe das ich meine Frage im richtigen Bereich poste....

        Wenn eine Ortschaft mit der DPBO Technik ausgebaut/nachgerüstet wird, was bedeutet das??

        DPBO steht für Downstream Power Back Off. Er wird ausschließlich bei Outdoor-DSLAM eingesetzt die in Ortschaften stehen, bei denen nur DSL mit geringer Bandbreite möglich wäre.

        Da die Telekom gesetzlich verpflichtet ist, die DSL-Anschlüsse der anderen Netzbetreiber vor ihrer Technik zu schützen, ist dieser Modus bei den Outdoor-Anschlüssen notwendig.

        Da das Signal der Indoor-DSL bereits mehrere Kilometer unterwegs ist und deren Pegel bereits deutlich nachgelassen hat, würde sie ohne DPBO-Modus von dem starken Signal der Outdoor-DSL-Anschlüsse aus der Leitung geblasen werden.

        Beim DBPO-Modus wird das Signal des Anschlusses im, von den Indoor-Anschlüssen genutzten Bereich abgesenkt und der Rest in einen höheren Frequenzbereich verschoben, der von den Indoor-DSL nicht genutzt wird.

        Leider hat der DBPO ein paar bedeutende Nachteile. Da hauptsächlich der Frequenzbereich über 1Mhz verwendet wird, ist die Reichweite nicht die gleiche, wie sie bei normalen Indoor-Anschlüssen möglich ist. Da die Outdoor-DSLAM zwar meist an den Kabelverzweigern der jeweiligen Ortschaften aufgebaut werden, fällt das bei den meisten Kunden zwar nicht auf. Bei Anschlüssen die jedoch etwas ausserhalb liegen, kann die nutzbare Bandbreite jedoch mit der Entfernung sehr schnell abnehmen.

        Außerdem kommen mit dieser Frequenzverschieberei nicht alle DSL-Modem zurecht.
        Von den Speedportroutern sind das nur die der 700er-, der 900er-Reihe mit neuer Firmware und von der 500er-Reihe nur der W503V. Von den Modems nur das Speedport 200 mit neuer Firmware und der Speedport 201.

        Alle Teledat, Sinus und Eumex Modem können mit dem DPBO nichts anfangen und werden nicht synchron.

        Auch von den AVM-Geräten unterstützen nur die neueren Fritzboxen mit aktueller Firmware diese Technik.

        Aus diesem Grund werden auch keine Bestandskunden auf einen Outdoor-DSLAM mit DBPO geschaltet. Das heißt, wer jetzt einen DSL mit Rückfalloption 384kbit/s hat, wird auch nachdem der Outdoordslam in der jeweiligen Gemeinde in Betrieb gegangen ist, einen DSL mit einer Geschwindigkeit von 384kbit/s haben.

        Um trotzdem auf eine höhere Bandbreite zu kommen, müsste in diesem Fall ein Produktwechsel beantragt werden. Zum Beispiel von einem Call&Surf Comfort auf einen C&S Comfort Plus.

        Mit freundlichen Grüßen
        Starter
        Beitrag: 4 von 6
        Okay, das heisst das dieses Verfahren nur in Ortschaften angewendet wird wo gar kein DSL möglich ist? Habe nur Gerüchte gehört das bei uns im Ort bald diese Technik angewendet werden soll....

        Ich selber habe einen DSL 16+ Anschluss mit Entertain. So lang ich keine Nachteile habe Zwinkernd
        T-Home Entertain Comfort mit DSL16+ T-Home Entertain Big TV T-Home Entertain MTV Tune-Inn T-Home Entertain LigaTotal! T-Mobile G1 mit Combi Flat XS
        Starter
        Beitrag: 5 von 6
        moin Telekom,

        danke für Ihre ausführliche Erklärung!

        Ich denke einiges kann man auch anders sehen.

        wie kann ich sicher sein das nicht mein Anschluss geshaped wird ? Moderne Dslams können doch sicher Nutzerprofile erstellen und anhand von Lastzeiten die Leitung drosseln. Das wird mir als DSL User dann als DBPO verkauft, sprich "sei froh das es überhaupt geht"?

        Mal ehrlich, Standardkunde DSL+ geht immer Abends zwischen 19-23 surfen/datatransfer,also genau in der überlappenden Lastzeit wie die "schlimmen" Outdoor-dslams pfeiffen. Die Indoor-User werden runter geschaltet (356/712/1024) also quasi geshaped !

        Bei der Bezahlung wird dann leider nicht geshaped, die richtet sich ja auch nicht nach vollnutzbarer Bandbreite entsprechend der Tageszeit, denn abends wenn man es nutzen möchte (dbpo=ca.756k/s) stehen kaum mal 50% an und das sicher nicht bei wenigen Anschlüssen.
        Ich fände es schon korrekt von der Telekom diesen technischen und nur durch die Telekom lösbaren Mangel, dem Kunden auch nur entsprechend in Rechnung zu stellen (50%). So verdient die Telekom doch zwei mal, geshapte Anschlüsse die weniger Volumen verursachen können (in Lastzeiten) reduzieren die Transferkosten und das einsparen der Umstellung auf Outdoor-Dslams spart natürlich Betriebskosten in der Infrastruktur, zu Lasten der Altanschlüsse oder unterversorgten.

        Wie kann ich erreichen das meine Betriebskosten für den DSL-Anschluss angepasst werden oder was muss ich tun damit ich (wie zu Tageszeiten) auch zu Lastzeiten die volle Bandbreite nutzen kann?


        Freundliche Grüße,
        Marco Bohlmann