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Wieso ist ein schnurgebundenes IP-Telefon am IP-Anschluss eigentlich ein Sonderfall?

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Beitrag: 41 von 60

Hallo Lisa,

 

ehrlich gesagt hat die Telekom keine Ahnung, was genau das Problem mit Snom und SP-H ist. Was sollen sie da lösen (davon ab will die Telekom auch gar nicht!)?

Desweiteren ist die Telekom generell der Meinung, dass nicht sie für Probleme zuständig ist, sondern diese durch den Kunden bzw. sein Equipment verursacht werden. Überfliege doch mal, was die Telekom bisher zur Lösung Deines Problems beigetragen hat.

 

Die sachdienlichsten Hinweise kamen hier von anderen Kunden, die Du leider nicht weiterverfolgt hast.

Es bleibt dabei, dass es zu 99% Wahrscheinlichkeit am nicht abschaltbaren SIP-ALG (siproxd) liegt, der auch andere VoIP-Geräten am korrekten Funktionieren über den SP-H hindert.

Mehr fällt mir dazu auch nicht ein - zumal Du ernstgemeinten Ratschlägen leider nicht nachgekommen bist und nicht nachkommen willst.

In einem anderen Thread haben wir die Telekom gebeten, das SIP-ALG abschaltbar zu gestalten. Das dümpelt auch so vor sich hin. Kein Mensch weiß, ob die Telekom was daran tut oder sie die Kunden versauern lässt.

 

Grüße

spi

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Beitrag: 42 von 60

Hallo spi,

 

ja, das habe ich bemerkt, dass die Telekom das Thema ignoriert. Ich habe kein Problem mit dem Hybrid-Anschluss. Die DSL/LTE-Nutzung funktioniert sehr gut. Ich stelle nur den Effekt fest, dass er offensichtlich derzeit nicht für IP-Telefone geeignet ist.

 

Für mich folgt daraus, dass er für mich nur für Datenverkehr nutzbar ist.

 

Ich denke schon, dass es legitim ist, hier nach 3 Wochen mal nachzufragen, ob die Telekom dieses Thema noch bearbeitet. Und genau so war es auch gemeint, als Nachhaken bei der Telekom.

 

Gruß

Lisa

 

Telekom hilft Team
Telekom hilft Team
Beitrag: 43 von 60

Hallo lisari,

hallo spi,

hallo Whissi und

hallo in die Runde,

 

zunächst vielen Dank an alle aktiven User hier im Thread für die konstruktive Kritik an der aktuellen Situation und für Ihr analytisches Engagement.

 

Ja, wir haben als Telekom hilft Team in diesem und vielen weiteren Threads zu den Themen „IP-basierte Telefonie” oder „Hybrid” nicht so präsent sein können, wie wir es gern wären.

 

Auch und gerade bei Ihren Themen rund um den Speedport Hybrid und die IP-basierte Telefonie sind wir weiterhin für Sie intern aktiv!

 

Mit Ihnen allen teile ich die Auffassung, dass Ihre Kundenerfahrungen es verdienen, ihnen in der Sache nachzugehen, etwaige Fehler zu beheben und auf Seiten des Dienstleisters auch die Frage zu stellen, ob ein Feature von Dienst, Netz oder Endgerät nicht womöglich optimierbar wäre (konkret denke ich hier an ein positives Beispiel, nämlich die Interoperabilitäts-Diskussion rund um den SIP-Fehler 488: Wir arbeiten für Sie bereits an einer Lösung im Netz).

 

Heut abend möchte ich schon einmal auf die wichtigsten Punkte von lisari direkt eingehen (einige Passagen habe ich etwas gekürzt, um das technische Szenario noch deutlicher zu machen):

 


@lisari schrieb:

Wieso ist ein [...] IP-Telefon [oder SIP-Client auf dem PC] am IP-basierten Anschluss der Telekom eigentlich ein Sonderfall?

An die Telekom: Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.


Eine Antwort könnte lauten: Der IP-basierte Anschluss als ein Angebot für Privatkunden ist konzipiert für das derzeit häufigste Nutzungsszenario bei Privatkunden, und dieses basiert auf einer Telefonanlage, die analoge oder DECT-Telefone ans Netz bringt (wie es UlrichZ hier im Thread ja bereits erwähnt hatte). Als Telefonanlage dient am IP-basierten Anschluss naturgemäß der Speedport Router; ISDN-Telefone lassen sich über den Speedport ISDN Adapter weiter nutzen.

 

Aus dieser Sicht wäre der Einsatz eines SIP-Clients (sei es nun eine Hardware wie ein IP-Telefon oder eine Software auf einem PC) zumindest heute in der Tat ein Sonderfall.

 


@lisari schrieb:
[...] Ich möchte "einfach" ein [...] IP-Telefon am IP-Anschluss benutzen.

 

Gibt es da gar keine Möglichkeit? Falls es funktionierende Lösungen gibt, bitte empfehlen Sie doch eine.


 Da wir bislang keine autonomen IP-Telefone wie das von Ihnen gewählte Modell vertreiben, kann ich Ihnen für Ihr Wunschszenario leider keine Alternative aus dem Hause Telekom bieten. Für die Lösungen anderer Anbieter wiederum können wir keine Funktionsgarantie geben. Was dies angeht, stehe ich also mit leeren Händen da . . . 

 


@lisari schrieb:

Ich bin an einer Antwort des Telekom-Teams zum Thema grundsätzlich interessiert. Wenn die analoge Telefonie in einigen Jahren eingestellt wird, wird kaum noch jemand ein Uralt-Analog-Telefon haben.


 Auch wir als Telekom hilft Team möchten Ihnen eine solche grundsätzliche Antwort recht bald bieten können.

 

Ob allerdings tatsächlich jede Familie ihre bewährten und funktionstüchtigen Analog- und DECT-Telefone ausrangiert, sobald der Anschluss auf die IP-basierte Telefonie umgestellt wird . . . ?

 

Meine Erfahrungen im Familienkreis und unter Bekannten sind da durchaus andere. Der Router als Telefonanlage macht es ja gerade *möglich*, die vertrauten Endgeräte weiterhin fürs Telefonieren zu nutzen. Oft genug lautet die Frage vor der Umstellung „muss ich mir jetzt etwa auch noch neue Telefone zulegen?”

 


@lisari schrieb:

Ich denke, dass da Potential besteht, den Anschluss für die Kunden zu vereinfachen, indem die Software in den Speedports den Anschluss von IP-Telefonen am LAN-Anschluss vorsieht, statt ihn zu verhindern.


 Wie ich bereits schrieb: den Wunsch, Optionen zu schaffen, teilen Sie und ich miteinander. Dass hier ein Nutzungsszenario aktiv unterbunden werden soll, wage ich aber zu bezweifeln . . .

 


@lisari schrieb:

Wenn das allerdings von Telekom-Seite gar nicht geplant ist, wäre ich ebenfalls für eine Information dankbar. In dem Fall sollte die Telekom wenigstens eine Liste veröffentlichen, welche [IP-]T[...]elefone für den IP-Anschluss geeignet sind und wie man sie anschließt.


 Hm . . . eine Kompatibilitäts-Liste ist eine echte Herausforderung, um nicht zu schreiben: ein Wagnis! Selbst bei vergleichsweise vertrauten Geräten wie DSL-Routern ist ein solcher Wunsch auf Dauer kaum zu erfüllen, denn nicht wir als Telekom zeichnen verantwortlich für die Firmware eines solchen Gerätes, sondern eben ein anderer Hersteller.

 

Mir ist klar, dass ich Ihre Wünsche nur aufgreifen, nicht aber erfüllen konnte. Bitte lesen Sie meinen Beitrag als ein klares Signal unseres Telekom hilft Teams, dass wir für Sie am Ball sind und Ihre Anliegen durchaus sehr ernst nehmen.

 

 

Beste Grüße

von

Helge R.

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Beitrag: 44 von 60

Mir ist offen gestanden unverständlich, weshalb es bei der Telekom im Bereich der IP-Telefonie offenbar nicht möglich ist, etwas zu machen, was im Bereich Mobilfunk gang und gäbe ist: dass man als Betreiber die Interoperabilität des Netzes mit gängigen Endgeräten zumindest testet wenn nicht gar versucht sicherzustellen durch eigene Tests.

Die Telekom Foren-Admins haben ja noch nicht einmal wirklich erkennbar Interesse gezeigt an meinem Vorschlag, einen entsprechnden Forenbereich bzw. einen entsprechenen sticky thread zu spendieren, in welchem Hilfestellung zu Endgeräten gegeben wird - und zwar nicht über endlose lange Seiten hinweg sondern pro Endgerät idealerweise ein Posting in welchem drinsteht, wie es geht.

 

Auch ist beispielswiese ein VoIP-Anbieter wie Sipgate ja nicht gerade Hersteller von IP-Telefonen - schafft es aber trotzdem (obwohl der Laden VIEL kleiner als die Telekom ist), kundenfreundlich auch auf Endgeräte einzugehen, siehe z.B.

https://secure.sipgate.de/user/devicelist.php

 

Der Punkt ist einfach Kundenbindung durch Service.

Ich gestehe offen, dass ich - wenn es Theater mit einem mir wichtigen Endgerät gäbe - mir einen Workaround zulegen würde und dann analysieren würde, welcher andere Anbieter/ob ein anderer Anbieter mir mit meinen Interessen besser entgegenkommt. Beim Hybridanschluss wird es da allerdings eng...

 

Im konkreten Fall wäre mein Workaround für nicht funktionierenden abgehenden Telefonate vermutlich der, dass ich mir einen anderen VoIP Anbieter suchen würde, über den ich meine Kommunikation für geringe Zusatzkosten abwickeln würde. Beispielsweise über Sipgate. Oder über easybell (die bieten ein 500 Minuten Paket an ins Festnetz für 3 Euro monatlich - bei Überschreitung gedeckelt bei 6 Euro insgesamt). Das schöne bei beiden genannten Kandidaten ist, dass man als abgehende Rufnummer diejenige der Telekom IP-Telefonie setzen kann. Der Angerufene bekommt meinen Workaround dann mit, wenn es um die HD-Telefonie geht - die nur funktioniert wenn beide Seiten denselben VoIP-Anbieter bzw. IP-Telefonie-Anbieter nutzen.

Der Workaround für nicht funktionierende ankommende Telefonate wäre eine sofortige Anrufweiterleitung im Telefeniecenter auf meine VoIP-Nummer des Sipgate, Easybell etc.

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Ich bin Telekomkunde, kein Telekomangestellter. Und ich bevorzuge meist AVM Hardware: Meine Profilseite
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Beitrag: 45 von 60

muc803372:

 

alles schön und gut. Der Workaround hat jedoch den kleinen Schönheitsfehler, dass mir ein alternativer VoIP-Anbieter gerade für ankommende Telefonate nichts nützt, denn die lässt der Speedport Hybrid am Hybrid--Anschluss nicht herein! Wie sollte ich also die weitergeleiteten Telefonate entgegennehmen? Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Wenn ich einen Hybrid-Anschluss habe und der Hybrid-SP dort keine Telefonate hereinlässt, erhalte ich auch die Anrufe über den Alternativanbieter nicht! Für VoIP brauche ich ja erstmal eine Internetverbindung, hier also über den Speedport Hybrid, wozu es ja keine Hardware-Alternative gibt.

 

Die einzigen Alternativen sind, alle eingehenden Telefonate auf ein Handy (oder einen Zweitanschluss ohne Hybrid) weiterzuleiten.

 

@HELGE R, Telekom hilft:

 

Danke für die klaren Worte. Wie gesagt, ich hatte vorher ISDN und demgemäß ein ISDN-Komforttelefon (ich hatte eben kein Analogtelefon zum "Behalten", nur ein sehr, sehr altes). Beim Wechsel auf Hybrid-IP musste ich entscheiden, entweder einen ISDN-Adapter, ein Analog-Telefon oder ein IP-Telefon zu kaufen. Bei dieser Auswahl hielt ich ein IP-Telefon für den IP-Anschluss am zukunftsfähigsten. (Kommt das eigentlich nur mir kurios vor, dass das offenbar falsch sein soll?) Und da das von mir (in Vorbereitung der Umstellung!) gekaufte IP-Telefon bereits am alten langsamen DSL-Anschluss (vor der Umstellung) mit dem alten Telekom-Router gut funktioniert hat, bin ich wirklich nicht auf die Idee gekommen, dass es am IP-Anschluss (Hybrid) nicht mehr geht.

 

Und zum 2.: Der Router steht dort, wo LTE-Empfang ist! Von dort ist ein LAN-Kabel zum Schreibtisch verlegt. Dort möchte ich am Switch neben dem Rechner auch das IP-Telefon anschließen. Ich möchte nicht noch zusätzlich eine weitere TAE-Verlängerung neben dem LAN-Kabel verlegen müssen. Genau das Entfallen der Telefon-Verlängerung hielt ich für einen der Vorteile des IP-Anschlusses.

 

1. Kein analoges Telefon zum Behalten

2. möchte ich das Telefon am LAN-Anschluss nutzen

 

Ich denke, dass diese Konstellation auch auf viele andere Wechsler von ISDN auf IP zutrifft und nicht exotisch ist.

 

Gruß

Lisa