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Zuhause Start L Anschaltung über Netcologne funktioniert nicht

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Nachdem wir seit über einem Jahr in Heiligenhaus Kreis Mettmann einen internetbasierten Telefonanschluss haben, der störungsfrei läuft aber leider nur eine 6000er Leitung bietet, wollte ich endlich einen Wechsel zu einem schnelleren Anschluss. Da bei meinen Eltern, die im Haus nebenan wohnen, seit etwa 6 Monaten NetCologne mit 100MB störungsfrei läuft, habe ich mich erkundigt. Der Tarif ZuhauseStart L soll nach Auskunft der freundlichen Mitarbeiterin über eine von NetCologne angemietete Leitung laufen, daher dachte ich, ich könne den Umstieg problemlos wagen.

Abgeschaltet wurde der alte Telekom- Anschluss am 11.12.2018, die Aufschaltung sollte am 12.12.2018 erfolgen.

Am 12.12. dann den Router (Fritzbox 7490) auf Werkseinstellung zurückgesetzt und alles nach Anleitung eingerichtet. Der Router baut auch zunächst eine DSL-Verbindung auf, allerdings nur mit 5 MB down und 2 MB up, zudem teilt er, dass keine Internetverbindung aufgebaut werden kann, im Browser erscheint ein Fenster der Telekom, das da sagt die Internetverbindung ist nicht aktiv.

Also die Hotline 0800 33 068 07 angerufen. Eine freundliche Dame teilt mir mit, dass die Anschaltung bis in die späte Nacht dauern kann, üblicherweise erfolge die aber gegen 20.42 Uhr. Ich bekäme aber auch noch einen E-MailÜberglücklich (Doof nur das wir in einem Funkloch residieren - E-Mail ohne Internet ist nicht!!)

Gut,also bis 23.00 Uhr gewartet, dasselbe Resultat. Router nochmals neu gestartet, wieder das Gleiche. Router abermals auf Werkseinstellung zurück gesetzt, alles nochmal ein gegeben, Nix geht!

Am 13.12. dann morgens wieder die Hotline angerufen, ein freundlicher Herr versprach sich darum zu kümmern und zurück zu rufen. Tat er gegen Mittag auch, um mir mitzuteilen Netcologne habe ein paar technische Probleme gehabt, man arbeite daran. Sollte der Anschluss nicht am nächsten Morgen funktionieren, möchte ich bitte wieder anrufen. Er könne mir auch einen LTE-Router als Ersatz anbieten, sollte es länger dauern, doof nur, dass der im Haus gar nicht und im Außenbereich nur sporadisch funktioniert (FUNKLOCH).

Heute morgen das ganze wieder gecheckt - ja es hat sich was getan. Jetzt kriegt der Router gar keine DSL-Verbindung mehr, blinkt hektisch. Also den Router kalibriert, die Leitung gemessen - Ergebnis: Fehler auf den ersten 200m, ich möge prüfen ob das Kabel und der Anschluss richtig installiert sei. Herzlichen Glückwunsch, bis Mittwoch lief das Ding doch komplett stabil Verwirrt!

(Anmerkung zwischendurch: bei meinen Eltern hat man sich bei Netcologne glatte 4 Tage Zeit gelassen, bis man sich zur Aktivierung entschliessen konnte)

Also wieder bei der Hotline heute morgen angerufen. Ergebnis: nein keine technischen Probleme, Netcologne selber warte auf die Durchführung der Anschaltung durch einen Subunternehmer, habe selber schon zweimal erinnert (Toll!!)

Da ist mir das erste Mal das böse Wort "Bundesnetzagentur" über die Lippen gekommen.

 

Ich bin technisch nicht gerade von Gestern, insofern ärgert mich die dieses immer wieder auf die lange Bank schieben.

Entweder es gibt ein ernstes Leitungsproblem, dann frage ich mich ernsthaft, warum ist der Techniker nicht schon unterwegs? Oder es wird tatsächlich einfach geschludert. Und das in Deutschland!!

Meine Schwiegereltern lebten 60 km nördlich von Lemberg in der ukrainischen Pampa  - es gibt dort seit Jahren 50 MB und mittlerweile auch 100 MB Leitungen. Bei Störungen ist binnen 4 Stunden einer vor Ort, die damalige Neuanschaltung liief nach zwei Stunden.

Ich frage mich ernsthaft, warum ein Land, dass in der Entwicklung gegenüber Deutschland um 20 Jahre zurückliegt, solche Sachen hinbekommt und in Deutschland bei dem größten Telekom-Konzern ich Tage (und wenn ich das alles hier richtig gelesen habe, teilweise sogar Wochen) ohne Kommunikation rumsitzen muss und keine übereinstimmenden Aussagen aus dem selben Callcenter bekomme!

Das ist ein schlechter Scherz ehrlich gesagt.

Meine Frau hat schon keine Lust mehr und will alles am liebsten rückgängig machen, lieber lahm und funktionsfähig als nominal schnell aber abgekoppelt.

Ich weiß nicht, ob jemand hier mitliest, der auch etwas tun kann, ich habe die Hoffnung ehrlich gesagt aufgegeben, eine zutreffende Beschreibung oder Hilfe zu bekommen. Dieses ständige Belogenwerden macht einen krank, dieses Vertrösten von einem auf den anderen Tag und die Tatsache, das man in dem Kompetenzchaos und den jeweiligen Schuldzuweisungen der Betreiber einfach machtlos untergeht. Laut Aussage eines Technikers ist die Reaktionsfrist für technische Probleme in Deutschland 10 WERKTAGE und nicht mal die werden eingehalten - ausgegebene Marschrichtung in Richtung Kunden ist abwiegeln, bedauern, entschuldigen, vertrösten. Dabei können die meist gar nichts dafür - wie auch die Callcenter-Mitarbeiter.

 

Insofern werde ich - sollte sich nach dem Wochenende nichts getan haben - beiden Vorständen (Telekom wie Netcologne) eine kleine Zustandsbeschreibung Ihrer Unternehmen zukommen lassen mit Abschriften für die Bundesnetzagentur und dem zuständigen Bundesministerium. Vielleicht reden die dann mal weniger über die digitale Zukunft als über die Bewältigung bestehender Netzstrukturen.

 

Sollte jemand sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen seine bestehenden Anschluß zu verändern, kann man ihm nur raten "Never touch a runnings System"!!

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in Deutschland bei dem größten Telekom-Konzern ich Tage (und wenn ich das alles hier richtig gelesen habe, teilweise sogar Wochen) ohne Kommunikation rumsitzen muss und keine übereinstimmenden Aussagen aus dem selben Callcenter bekomme!

Das genau ist aktuell leider auch mein Problem und mir ist der Umgang mit "Problemfällen" in der Hinsicht vollkommen unverständlich. Wenn bei einem Kundenkontakt ein Problem auftaucht, dass im Erstkontakt nicht abschliessend geklärt werden kann - täte die Telekom m.E. gut daran, einen handlungsfähigen, persönlichen Ansprechpartner bzw. eine "Task Force" für die Lösung bereitzustellen und zwar so lange bis das Problem behoben ist.

 

Was das kostet? Weniger, als wenn ein alleingelassener Kunde nichts anderes tun kann, als mit Vollgas bei der Hotline anzurufen und dort die Ressourcen sinnlos zu verbraten. Denn wenn durchgekommen, kann die Hotline ab dem Zweitkontakt akut ja eh nicht (oder nur selten) helfen und letztlich aus der Wissensdatenbank ein paar Standards zum Besten geben. Das ist für niemanden zufriedenstellend. Der Kunde hat nichts was effektiv weiterhilft und der / die MA aus der Hotline wird ebenfalls ahnen, dass die warmen Worte nicht zufriedenstellend sein können. 

 

Ganz grundsätzlich hat sich bei der Telekom m.E. in den letzten Jahren schon vieles in die richtige Richtung verändert. Früher waren Anschusstermine von Haus aus so, dass nie was ging. Da wurde ich die letzten Male wirklich positiv überrascht. Aber es gibt eben diese Fälle wo es eben doch mal klemmt und da sollte sich jemand mit Nachdruck kümmern. Ich könnte mir vorstellen, dass es einige MA bei der Telekom gibt, die auf Troublemanagement richtig Bock hätten, aber nicht darauf spezialisiert sind.... - weil wir in DE ja nur noch in Schubladen denken dürfen - das Personal ist dann leichter ersetzbar.

 

Viel Erfolg dennoch bei deinem Problem und ein schönes Wochenende

Telekom hilft Team
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Hallo @PeerJansen,

natürlich ist es nicht schön, wenn die Schaltung nicht klappt. So gerne ich auch helfen würde, ich kann es leider nicht. Wir haben nicht die benötigten Systeme und können hier leider auch nur auf die ZuHause Start Hotline (0800 33 06807) verweisen.

Viele Grüße
Daniela B.
Schon gesehen? Hinterlegt eure Daten im Profil, damit wir bei Bedarf schneller helfen können.

Ihr möchtet die Telekom von morgen aktiv mitgestalten? Hier könnt ihr eure Ideen loswerden.
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Danke!

Ich gestatte mir die Anmerkung, dass ich den Sinn einer Plattform nicht verstehen kann, wenn große Teile nicht bearbeitet werden können. 

Als schieren Hohn empfinde ich die Kennzeichnung von Dishmaster als „Lösung akzeptiert“ wenn der Beitrag selbst davon spricht, leider keine Lösung anbieten zu können. Mag ja sein, dass hier nichts unerledigt sein darf aber etwas Taktgefühl kann man auch von einem Forenbetreiber erwarten! Er kann sich allerdings darauf verlassen, dass diese Anekdote auch Einlass in den Bericht an den Konzernvorstand finden wird!