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Tarifumstellung ohne Zustimmung

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Beitrag: 1 von 7

Hallo,

 

im August rief meine Frau bei der  Telekom an,weil unser Internet nicht richtig funktionierte.Die Mitarbeiterin fragte mich, ob Sie mir Infomaterial für Magenta zusenden kann.  Anstatt das Infomaterial kam plötzlich eine Auftragsbestätigung. Meine Frau rief erneut innerhalb der Widerrufsfrist bei der Telekom an um den Vertrag zu widerrufen. Die Dame hier erklärte lediglich dass der Vertrag nicht mehr kosten würde, was aber gelogen ist. Der mehr Beitrag sind fünf Euro monatlich.  Der erhöhte Beitrag wurde jetzt abgebucht, weshalb meine Frau erneut bei der Telekom angerufen hat, diese Mitarbeiterin erklärte mir das es wirklich fünf Euro mehr kostet und dass ich das jetzt 24 Monate zahlen muss weil ich angeblich nicht schriftlich während der Widerrufsfrist widerrufen habe. Mein telefonischer Widerruf zählt nicht die Kollegin hat hier in die Gesprächsnotiz eine Preis Information geschrieben sonst nichts. Ich habe keinen Mehrwert von magenta und habe diesen Tarif auch nie bestellt oder in Auftrag gegeben . 

Welche Möglichkeiten habe ich hier Ohne direkt einen Rechtsanwalt einschalten zu müssen?

Anhand der Gesprächsaufzeichnungen ist nachvollziehbar dass ich versucht habe den Vertrag zu widerrufen und dass ich ihn auch nie abschließen wollte.

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Beitrag: 2 von 7

Hallo!

 

Du hast keine Möglichkeiten. Du hättest innerhalb von 14 Tagen schriftlich per Email oder Einschreiben widerrufen müssen. Die Widerrufsfrist hast Du versäumt. Die Vertragsunterlagen samt Widerrufsbelehrung hast Du ja bekommen. Somit ist es Dein Verschulden und musst den Vertrag nunmehr erfüllen. Ein Widerruf per Telefon ist rechtsunwirksam. Wie es schon bei Goethe heisst "Was Du schwarz auf weiss besitzt, kannst Du getrost nach hause tragen".

 

Gruß, René

Ignorantia iuris nocet
quod non in foliis non est in mundo

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Beitrag: 3 von 7

Hallo @Sammy1803

 

ja das geht so nicht,

versuch mal eine Beschwerde über das Formular einzureichen im Bereich Festnetz.......

 

https://www.telekom.de/hilfe/vertrag-meine-daten/meine-daten/wie-kann-ich-mich-beschweren?samChecked...

 

 

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Beitrag: 4 von 7

@Sammy1803

Wie das Telefonat abgelaufen ist, ob du dabei tatsächlich einen neuen Tarif geordert hast oder eben nicht, wie du hier behauptest, dazu kann hier naturgemäß niemand etwas sagen, weil keiner von uns dabei war.

Fest steht aber, dass du eine detaillierte Auftragsbestätigung mit ausdrücklicher Widerrufsbelehrung bekommen hast. Darin ist genau erklärt, wie du im Falle des Falles verfahren musst :

 

Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt
vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
Telekom Deutschland GmbH
Landgrabenweg 151
53227 Bonn
Tel: 0800 33 01000 Fax: 0800 1515900
E-Mail: info@telekom.de
mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief, Telefax oder E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen
Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht
vorgeschrieben ist. Sie können das Muster-Widerrufsformular oder eine andere eindeutige Erklärung auch auf unserer Webseite
www.telekom.de elektronisch ausfüllen und übermitteln. Machen Sie von dieser Möglichkeit Gebrauch, so werden wir Ihnen
unverzüglich (z. B. per E-Mail) eine Bestätigung über den Eingang eines solchen Widerrufs übermitteln. Zur Wahrung der
Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

 

Du erkennst daraus, dass eine einfache telefonische Mitteilung, den (angeblich) bestellten Tarif nicht haben zu wollen, als Widerruf nicht ausreicht.

Die Auftragsbestätigung enthält darüber hinaus ein Muster-Widerrufsformular, mit dem du rechtlich wirksam widerrufen konntest.

 

All das hast du offensichtlich nicht gelesen oder in den Wind geschlagen. Die Telekom konnte also mit Recht davon ausgehen, dass du mit allem einverstanden bist.

Ob du jetzt noch aus diesem rechtsgültig abgeschlossenen Vertrag herauskommst, möchte ich bezweifeln. Das geht nämlich nur noch auf dem Kulanzwege.

 

hajo777

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Beitrag: 5 von 7

Man könnte natürlich versuchen eine Musterfeststellungsklage vorm BGH zu erwirken. Damit künftig jeder telefonisch geschlossene Vertrag erstmal schriftlich mit Unterschrift bestätigt werden muss bevor der Vertrag gültig wird. Und/oder man als (potentieller) Kunde das Recht erhält telefonische Verkaufsgespräche aufzeichnen zu dürfen ohne die Hotliner fragen zu müssen.

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