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Die getaktete Verbindung und ihre Tücken

Jenny A. Digital Community Team
Digital Community Team

Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist manchmal von Magie nicht zu unterscheiden. Obwohl in vielen Fällen eine Verständnisfrage, ist nicht jedes Problem durch Intuition lösbar.

 

Erst vor ein paar Tagen bekam ich einen Anruf eines Kunden, der zu beklagen hatte, dass seine Windows-Live-Kacheln sich nicht mehr aktualisierten. So sah er, zum Beispiel die Wettervorhersage vom letzten Monat und auch Updates sowie andere Windows-10-Dienste streikten.

 

Mit seiner Erlaubnis griff ich per Fernwartung auf den Rechner des Kunden zu und wir gingen zusammen die wahrscheinlichsten Fehlerquellen durch. Funktioniert die Netzwerkverbindung korrekt? Macht der Router Probleme? Ursprünglich nahm ich an, dass Windows vielleicht eine fehlerhafte Internetverbindung haben könnte, das System selbst aber richtig eingestellt war.

 

Eine einwandfreie Internetverbindung sollte die einfachste Sache der Welt sein, aber gerade diese kann durch so viele verschiedene Hindernisse gestört werden, dass die Suche nach einer Lösung gelegentlich eine ganze Weile dauern kann. Vor allem die Komplexität und Sicherheitsmaßnahmen des eigenen Heimnetzwerks gepaart mit der Wahl der eingesetzten Geräte kann die Fehlersuche in die Länge ziehen.

 

Glücklicherweise hatte dieser Kunde ein eher einfach aufgebautes Netzwerk. Der mit dem Internet verbundene Router hielt ein WLAN aufrecht, mit dem der Laptop des Kunden verbunden war. Nachdem wir uns auf seinem Rechner gemeinsam eine Weile durch die Einstellungen von Windows 10 gearbeitet hatten, wurde die Lösung offensichtlich: Das WLAN war als getaktete Verbindung aufgesetzt!

 

Die Funktion, ein Netzwerk als getaktet aufzusetzen ist eigentlich recht einfach: In den Windows-Einstellungen wird dafür im Bereich Netzwerk und Internet das betroffene Netzwerk ausgewählt und der entsprechende Schalter hin zum Punkt Getaktete Verbindung umgelegt. Kleiner Tipp am Rande: Mit einem Klick auf den Link darunter kann man übrigens auch den Datenverbrauch des eigenen Computers einsehen.

 

In diesem Fall bedeutet getaktet, dass Windows den Datenverbrauch der Netzwerkverbindung überwacht und bestimmte, als unwichtig eingestufte Dienste deaktiviert. Das kann sehr nützlich sein, wenn man ein kostenpflichtiges Netzwerk verwendet und den Datenverbrauch niedrig halten möchte. Im Falle eines Heimnetzwerks, deren Tarife in der Regel unbegrenzt sind, ist das natürlich weniger hilfreich. Auch werden Updates in diesem Zustand nicht immer automatisch geladen und bei bestimmten Apps aus dem Windows Store können Probleme auftreten. Es macht also Sinn, die getaktete Verbindung nur dann zu verwenden, wenn diese tatsächlich auch benötigt wird. Rätsel gelöst!

 

 

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