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IP-Umstellung: Teil 3 - Anschlüsse ohne Internet und Sonderdienste

Susann R. Community Manager
Community Manager

Im November 2016 haben wir auf Twitter eine Umfrage durchgeführt und wollten von euch wissen, zu welchen Themen der IP-Umstellung ihr euch nähere Infos wünscht. Im ersten Teil haben wir euch erklärt, was die Gründe für die Umstellung sind. Im zweiten Teil ging es um die technischen Details wie BNG. In diesem dritten und letzten Teil geht es wie gewünscht um Telefonanschlüsse ohne Internet.

 
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Das können einmal Anschlüsse mit sogenannten Sonderdiensten wie Hausnotrufe, Alarmanlagen und EC-Cash sein, oder aber auch analoge Anschlüsse. Mit diesem Thema beginnen wir.

 

Was passiert mit reinen Telefonanschlüssen?

Es gibt noch Menschen, die den Telefonanschluss nur dafür nutzen, wofür er ursprünglich gedacht war: Zum Telefonieren.

Meistens sind es ältere Menschen, die ihr geliebtes analoges Telefon nicht hergeben möchten. Denn es funktioniert und genügt ihren Ansprüchen. Daher sehen sie auch keinen Grund darin, etwas am Anschluss zu verändern.

„Never change a running system“, sagt der neumodische Mensch in solchen Fällen. Damit ihr euer gewohntes Telefon weiterhin nutzen könnt, ohne die Geräte am Anschluss oder den Tarif ändern zu müssen, haben wir uns natürlich etwas einfallen lassen.

 

 

Die technische Lösung heißt: MSAN POTS

Was ist das?

Erst einmal zur Erklärung des Begriffs: Ein MSAN (Multi Service Access Node) ist ein technischer Knotenpunkt, der verschiedenste Telekommunikations-Services managed. POTS ist die Abkürzung für Plain Old Telephone Service und bezeichnet den analogen Telefonanschluss.

Laienhaft beschrieben ist MSAN POTS es ein elektronisches Bauteil, wie es auch in Rechnern, Laptops oder anderen technischen Geräten verbaut wird. In diesem Fall wird dieses Bauteil aber im MSAN verbaut und kann für bis zu 72 Kunden eingesetzt werden.

 

Was kann es?

Im MSAN eingebaut ist es eine Brücke von der alten Technik- in die neue IP Welt.  Denn MSAN POTS kann alles, was der analoge Telefonanschluss an Möglichkeiten bietet, in die IP-Sprache übersetzen. Auch die bisher im analogen Netz mitgelieferte Netzspannung bleibt enthalten. Bedeutet also, dass bei einem Stromausfall die beim Kunden an der Telefondose angeschlossenen Geräte ohne eigenes Netzteil weiter funktionieren.

 

Was ist der Vorteil?

So bilden wir auf der letzten Meile zum Kunden den analogen Sprachanschluss nach und ihr könnt euer altes Telefon behalten. Ihr müsst euch auch keinen Router oder andere zusätzliche Geräte ins Haus holen. Sogar der bestehende Vertrag kann unverändert bleiben. Durch diese technische Lösung können wir im Hintergrund weiter an unserer Umstellung auf die IP-Technik arbeiten, ohne dass ein Kunde etwas dafür tun oder ändern muss. Sogar Sonderdienste wie Hausnotruf oder Aufzugnotruf können ohne Änderungen weiter genutzt werden. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

 

Dass der Einsatz der MSAN POTS auch wirklich funktioniert, haben wir in den letzten Jahren vorab mehrfach an vielen Tausend Anschlüssen erfolgreich getestet. Pro Nacht können wir bis zu 9.000 Kunden umstellen.

Wer noch tiefergehende Informationen zu MSAN POTS und zum Ablauf unserer nächtlichen Umstellungen haben möchte, schaut sich das folgende Video an.

 

Mit dieser Methode können wir die meisten unserer analogen Anschlüsse umstellen. Anschlüsse in ausschließlich glasfaserversorgten Gebieten, für die es keine durchgängigen Kupferdoppeladern von der Vermittlungsstelle bis nach Hause gibt oder solche, die in Geschäftskunden-Rahmenverträgen eingebunden sind, können von dieser Lösung nicht profitieren. Hier ist ein Wechsel auf einen IP-Anschluss unumgänglich.

Für Kunden, die Telefonanschlüsse mit anderen Ausgangstarifen als Telefonanschluss (T-Net), Calltime/T-Net, Call Plus/T-Net, Call Start (4)/Standard, Call Basic/Standard und Call Comfort/Standard haben, ist zumindest der Wechsel auf einen anderen Vertrag erforderlich. 

 

 

 

Was passiert mit den Sonderdiensten?

Sonderdienste sind Leistungen, die ihr bei einem anderen Dienstanbieter gebucht oder gekauft habt und an unserem Anschluss nutzt (z. B.Hausnotruf, Alarmanlage, Aufzugnotruf oder auch EC-Cash-Geräte). Ihr habt mit diesem Anbieter einen eigenständigen Vertrag und ist somit unabhängig von unserem. Sonderdienste liegen in der Verantwortung der jeweiligen Dienstanbieter.

Solltet ihr demnächst auf IP umgestellt werden und einen Sonderdienst nutzen, geht ihr bitte auf euren Dienstanbieter zu. Meist kann über ein kurzes Telefonat geklärt werden, ob beispielsweise das eingesetzte EC-Cash-Gerät weiter genutzt werden kann oder nicht.

Wir haben in unserem Testcenter (näheres im nächsten Abschnitt) einige Sonderdienste wie Hausnotruf und EC-Cash an Analoganschlüssen getestet, die auf Basis MSAN POTS umgestellt wurden, so wie im oberen Abschnitt beschrieben. Die bei uns durchgeführten Tests waren erfolgreich, die Dienste funktionierten grundsätzlich nach der Umstellung weiterhin. Da wir aber nicht alle am Markt befindliche Geräte testen, solltet ihr trotzdem bei eurem Dienstanbieter nachfragen.

 

Und wir haben noch mehr dazu beigetragen und lassen euch nicht im Regen stehen!

Wir haben uns vorab mit vielen Dienstanbietern, Herstellern und Verbänden in Verbindung gesetzt, um ihre Dienste und Anwendungen zu testen.

Dazu gibt es in Bonn ein Testcenter, in dem Hersteller von solchen Sonderdiensten an Testanschlüssen unter echten Bedingungen ihre Dienste ausprobieren können. Seid ihr Anbieter oder Hersteller von Sonderdiensten? Auf unserer Homepage könnt ihr mehr zu unserem Testcenter lesen und auch einen Wunschtermin vereinbaren. Im Video können Neugierige einen ersten Blick ins Testcenter werfen.

 

 

Passend dazu haben wir auch eine FAQ, in der wir einzelne Sonderdienste beschreiben und erklären, was für deren Weiternutzung nötig ist. Darunter findet ihr bei einigen Diensten auch Listen, auf denen zum Beispiel Hersteller von IP-fähigen Hausnotrufsystemen oder Gefahrenmeldeanlagen findet. Klickt euch mal durch!

Speziell für Geschäftskunden gibt es noch eine zusätzliche Übersichtsseite mit weiteren Sonderdiensten, zu denen wir jeweils nähere Informationen geben.

 

In dem Zusammenhang auch interessant: Kann ich mit dem IP-basierten Anschluss auch Faxe senden und empfangen?

 

 

Unsere Trilogie zur IP-Umstellung ist nun zu Ende. Die Umstellung schreitet im Hintergrund weiter voran. Die Hälfte unserer Kunden nutzt bereits unsere neue Technik, andere werden in den kommenden Monaten umgestellt.

Wir hoffen, wir konnten euch einen guten Einblick hinter unsere Kulissen geben und eure Fragen zum „Wie?“ und „Warum?“ klären.

 

Ihr habt noch Fragezeichen auf dem Kopf? Stellt uns eure Fragen gern hier im Blog! Fröhlich

 

Kommentare

@Rienzi 

Gerne. Schlechte Erfahrungen, mit wem auch immer, macht jeder von uns und da kann jeder auch ein Lied von singen. Es geht dann halt um die Art und Weise, wie wir uns hier austauschen. Wenn was schief gelaufen ist, lässt sich das ja mit Fakten belegen und braucht nicht aufgebauscht zu werden oder sowas. Zwinkernd Möchte auch nicht als der Oberlehrer hier rüberkommen, also es geht mir wirklich um ein gutes Miteinander und das egal bei welchem Thema.

 

Greetz

Stefan D.

Mein Problem wurde gelöst.

Ich werde später mal noch was zu den einzelnen Aspekten schreiben.

 

Den Umgang hier, vor allem die Belehrungen und Besserwissereien bezüglich Rechtschreibung, Zeichensetzung etc. , ebenso die lateinischen Sprüche (die die Mehrzahl der Leser hier, die keine Lateiner sind, vermutlich nicht versteht, man selbst aber dadurch versucht sich als schlauen Kopf  zu profilieren) finde ich schon grenzwertig bzw. mehr als unpassend.

 

@Buffi1 

1. Herzlichen Glückwunsch zur Lösung Ihres Problems.

2. Ich teile Ihre Auffassung, dass mehr Geld in die Bildung gesteckt werden sollte.

Dann hört nämlich auch Besserwisserei auf.

Rienzi

Mein Problem, das ich  wegen des Wegfalls von ISDN und der Umstellung auf die uralte Analogtechnik (VOIP geht eben bei uns nicht) hatte, konnte heute gelöst werden.

Mir war wichtig, dass ich weiter zwei Telefonnummern habe, trotz Wegfall von ISDN. Dem ist jetzt so. Alle anderen notwendigen Dienste kann ich übers Telefon selbst einrichten. Insgesamt komme ich kostenmäßig sogar deutlich günstiger als zuvor.

Das technische Endergebniss entspricht meinen Vorstellungen bzw. Erwartungen. Finanziell habe ich mich auch verbessert.

Allein der Weg dahin war ziemlich katastrophal, manchmal stand ich kurz vor dem Herzinfarkt vor Ärger über das "System Telekom". Eins bin ich mir sicher: Das ganze hat System. Einen Sinn kann ich darin aber nicht finden (außer, sich evtl. Arbeit vom Hals zu halten oder "Nachhaker" ins Leere laufen zu lassen).

Es ist schon erstaunlich, dass ein Telekommunikationsunternehmen Profi darin ist Kommunikation zu verhindern. Ein Normalmensch erwartet eigentlich das Gegenteil. Das Unternehmen sollte Profi im Kommunizieren sein und kein Kommunikationsverhinderer, wie ich das seit Jahren immer wieder erlebe.

 

Es gab zwei verschiedene Schritte. Zuerst musste für meine Wohnlage eine Möglichkeit gefunden werden, das Problem überhaupt mal technisch, vertragsmäßig, finanziell vertretbar für mich anzugehen.

Das ist durch das Engagement der T-Leute hier gelöst worden. Es hat gedauert, aber immerhin hat es geklappt. Dafür ein Dankeschööön.

Erstaunlicherweise gibt es auch einen "Spezialtarif", der nirgendwo zu erfahren ist und anscheinend speziell für mich (?) geschaffen wurde.  Sehr schön für mich, bestätigt mich aber in meinem schon lange gehegten Verdacht, dass die Telekom sehr wohl kann, wenn sie denn möchte. Ganz oft möchte sie aber von selbst nicht. Dann hilft nur massiv werden, was aber nicht gewünscht ist und auch nach Möglichkeit verhindert wird (siehe die Löschung der Email Adresse des Vorstandes einige Beiträge vorher. Finde ich schon sehr bezeichnend).

 

Der zweite Schritt war dann, den richtigen Techniker zu bekommen, der es "blickt".

Da hatte das Subunternehmen schlichtweg den falschen Mann geschickt, der mit der Technik und Leitungsführung vor Ort überfordert war und seinem Chef deshalb eine verkehrte Rückmeldung gegeben hat. Kann passieren, nicht jeder kann alles und ist in allen Bereichen gleich fit. Man kann auch Leute, die nur normales 0/8/15 Wissen haben durchaus sinnvoll einsetzen.

 

Das Problem liegt jetzt wieder in der Kommunikation.

Trotz (angeblicher?) Weitergabe meines Wunsches seitens der T. an den Subunternehmer, mir einen anderen, technisch versierten Mann zu schicken, bekam ich einen Anruf genau des Technikers, den ich nicht mehr wollte. Dieser Mann hat mir am Telefon denselben Unsinn erzählte wie zwei Stunden zuvor vor Ort.

Nach einer Reklamationsmail (die Adresse gab man mir Tage zuvor auch nur sehr ungern, so mein Eindruck)  versprach die T. mir einen weiteren Technikerbesuch und wollte mich zurückrufen. Zum Glück war ich gerade im Garten und habe den Anruf nicht mitbekommen, denn die T. hat mir dann eine  Mail geschickt mit der Telefonnummer des Subunternehmers zwecks Terminab stimmung. Das war dann wieder so eine glückliche Fügung, dass jemand Infos  weitergegeben hat, die man normalerweise nicht bekommt (endlich ein mitdenkender oder mitfühlender(?) T-Mitarbeiter). Ich an der Reaktion und Nachfrage des Unternehmens gemerkt, dass ein Kontakt von Endkundenseite sehr unüblich ist.

Zum Glück sind alle Subunternehmer, mit denen ich es bisher zu tun hatte und an deren Nummern ich durch wohlmeinende Mitmenschen gekommen bin, kundenorientierte und pragmatische Dienstleister. Im Gegensatz zu meinen bisher Erfahrungen mit der T., die weder pragmatisch, noch kundenorientiert noch kostenbewusst agiert (aber das ist ein ganz anders Thema. Was in unserem Fall schon an Geld verdummt wurde....unglaublich).

Durch diese Kontaktmöglichkeit per Telefon konnte ich die Situation vor Ort erklären und mitteilen, welche Fähigkeiten der Techniker benötigt, der dann den Unsinn auflösen musste, den der Kollege zuvor produziert hat.

Der Chef des Subunternehmens hat verstanden, den richtigen Mann geschickt und das Problem ist gelöst.

 

Auch in diesem Fall wieder (es gab bereits mehrere dieser Art) bin ich nur weiter gekommen, weil es auch bei der Telekom Menschen gibt, die einerseits über den Tellerrand blicken können und verstehen, um was es dem Kunden geht  und andererseits unkonventionell - gelegentlich auch verbotenerweise - Infos weitergeben, die sie nicht weitergeben dürften. Ich habe mehr als einmal gehört: "Bitte sagen Sie auf keinen Fall weiter von wem Sie diese Info haben."

 

Leider sind diese Menschen bei der T. in der Minderheit und so hat man manchmal einen langen (Leidens- oder Ärger-) Weg vor sich, bis man auf der Suche nach einer Problemlösung wieder auf solch einen "guten Engel" stößt und dessen Tipp dann um Erfolg führt.

 

Das war jetzt mein Wort zum Samstag, gute Nacht.

 

 

@Buffi1 

Für Ihren ausfühlichen Bericht über die Lösung Ihres Problems auch von mir einen Kudo.

Angetan bin ich von der ministerialen Eleganz Ihrer  behutsamen Kritik mit Blick

auf das (1) "Peter Prinzip" und (2) "Murphys Gesetz":

1. In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.

2. Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.

Schönen Sonntag

Rienzi