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Smartphone Sucht? So kann man die Nutzung einschränken

Rene S. Digital Community Team
Digital Community Team

Das Smartphone begleitet uns heute überall mit hin. Wir nutzen es auf der Arbeit, unterwegs oder Zuhause. Wir spielen Spiele, lesen die News oder schreiben Nachrichten an Freunde. Häufig merken wir gar nicht mehr, wie lange und oft wir am Tag das Smartphone nutzen. Viele reden hierbei von einer Sucht. Denn legt man das Smartphone mal für ein paar Stunden zur Seite, juckt es vielen in den Fingern häufiger mal zu schauen, ob es was Neues gibt.

 

Dabei ist diese Form der Sucht gar nicht so neu. Stundenlang am PC, an der Konsole oder am Smartphone zu sitzen, ist für uns heute nichts mehr Fremdes. Zeitlang sprach man sogar von einer Computer- oder auch Technik Sucht. Der Drang, sich immer und überall mit der Technik zu beschäftigen, auf neue Nachrichten zu warten, das neueste Video zu sehen, stundenlang zu spielen oder auch einfach nur irgendwo im Internet zu surfen, ist allgegenwärtig.

 

Apple und Google wollen nun dagegen vorgehen und bieten eine Funktion an, die es erlaubt zu sehen, wie lange oder wie oft man am Tag bzw. in der Woche am Smartphone war. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit bestimmte Bereiche, wie zum Beispiel Soziale Medien zu limitieren.

 

Apple

Möchte man seine Bildschirmzeit bei Apple kontrollieren, geht dies unter Einstellungen – Bildschirmzeit. Dort sieht man, wie viele Stunden und Minuten man Apps aus gewissen Bereichen (Soziale Medien, Produktivität, etc.) genutzt hat. Direkt darunter befinden sich mehrere Möglichkeiten diese Zeiten zu limitieren:

 

  • Auszeit

Mit Auszeit gibt es die Möglichkeit sich eine Pause zu bestimmten Zeiten zu gönnen. Man kann einen Zeitkorridor festlegen, in dem man nur zuvor zugelassene Apps verwenden kann. So kann man sich, beispielsweise, davon abhalten, abends noch zu viel Zeit am Smartphone zu verbringen.

  • App-Limits

Unter App-Limits könnt ihr einstellen, wie lange eine bestimmte App am Tag genutzt werden darf. Wird dieser Wert erreicht, gibt es eine Meldung. Diese könnt ihr entweder um 15 Minuten nach hinten verschieben oder für diesen Tag komplett aussetzen lassen.

Achtung: Hat man hierfür einen Bildschirm Code aktiviert, muss dieser zur Verzögerung eingegeben werden. Der Bildschirm Code ist nicht der Code zum Entsperren des iPhones.

 

  • Immer erlauben

Sollte es doch mal eine App oder eine Funktion geben, die immer zur Verfügung stehen muss, kann man diese in „Immer erlauben“ eintragen. Diese App ist dann von allen Beschränkungen befreit.

 

Möchte man das Smartphone vom eigenen Kind, dass zu viel am Handy spielt, limitieren, kann man mit „Bildschirm-Code verwenden“ einen Code festlegen, ohne den man nach überschreiten des App-Limits die App nicht mehr nutzen kann. Möchte man das App-Limit für diesen Tag aussetzen oder um 15 Minuten verschieben, ist die Eingabe des festgelegten Codes notwendig. All diese Einstellungen kann man auch über die iCloud geräteübergreifend teilen, sodass das Kind zum Beispiel nicht am iPad weiterspielen kann, wenn es am Handy nicht mehr geht.

 

Hinweis: Unter Bildschirmzeiten für Familie einrichten, kann man die Apple-ID des Kindes hinzufügen. Somit bekommt man Berichte zur Bildschirmzeit des Kindes angezeigt und kann Einstellungen diesbezüglich auch vom eigenen Smartphone aus vornehmen.

 

Android

Bei Google gibt es die offizielle App „Digital Wellbeing“, die bei vielen Geräten bereits vorinstalliert ist (eventuell unter anderem Namen, beispielsweise “Digital Balance”) oder aus dem Google Playstore geladen werden kann. Voraussetzung für diese App ist Android 9.0 alias Pie. Ist die App bereits integriert, bzw. schon installiert, können die Einstellungen unter Einstellungen – Digital Wellbeing (App-Name kann abweichen) vorgenommen werden.

 

Möchte man “Digital Wellbeing” einrichten, wird man als Erstes gefragt, ob dieses Smartphone das Eigene ist oder dem Kind gehört. Gehört einem das Smartphone selbst, hat man mehrere Auswahlmöglichkeiten:

  • Nutzungsstunden

Mit Nutzungsstunden kann man die maximale Zeit, die man an “Arbeitstagen” am Smartphone verbringen möchte, einstellen. Weiterhin ist es möglich, diese Einstellungen für “Ruhetage” vorzunehmen. Hat man diese Zeiten überschritten, kann man diese verlängern.

 

  • App-Limits

 

Möchte man nur einzelne Apps limitieren, kann man diese Einstellung in App-Limits vornehmen. So kann ein Spiel auf beispielsweise 2 Stunden limitiert werden, alle anderen Programme aber weiterhin zur Verfügung stehen.

 

  • Schlafenszeit

 

Mit diesem Menüpunkt kann man eine feste Zeit einstellen, um die man schlafen gehen möchte. Ist diese Zeit erreicht, wird der Bildschirm ausgegraut und Apps werden gesperrt.

Somit zwingt man sich selbst, das Smartphone zur Seite zu legen und zu schlafen.

 

Ist es das Smartphone vom Kind, kann man beim Aktivieren der Digital Wellbeing App angeben, dass das Handy dem Kind gehört. Danach können nacheinander die maximalen Nutzungsstunden, App-Limits und Schlafenszeit eingerichtet werden. Zum Schluss wird nach einem Code verlangt, der eingegeben werden muss, sollte man die Sperren vorübergehend aufheben wollen.

 

 

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Kommentare

Es ist aber zu guter Letzt immer die Eigeninitiative und der eigene Wille und die persönliche Disziplin, die erforderlich ist, um die Nutzung in zeitlichen Grenzen zu halten, bzw. den Gebrauch zu kontrollieren. Wie bei jeder anderen "Sucht" oder jedem anderen "Verlangen" auch erfordert dies vor allem ein hohes Maß an Einsicht.

Hallo @horthai ,

 

ja da hast du recht.

Allerdings können diese Apps bzw. Einstellungen dafür sorgen, dass man sich mal vor Augen führt,

wie lange man an diesen Geräten sitzt.

 

Manchmal schaue ich mir Videos bei Facebook an, ich merke oft garnicht, wie lange schon.

Da werden aus 2-3 Videos plötzlich 20-30 Videos und somit mehrere Stunden.

Wenn man aber diese Funktion nutzt, macht allein schon die Meldung die man bekommt, einen klar, wie lange man da schon dran hängt.

Ich erschrecke mich dann meist und lege es an die Seite.