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Tippst du noch oder wischst du schon?

Achim Z. Digital Community Team
Digital Community Team

Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr Nachrichten über WhatsApp, Telegram und Co versenden, als zu Telefonieren. Dieses tun viele im Grunde nur noch, wenn es geschäftlich oder unvermeidbar ist. Ein Grund, sich die Tastaturen, mit denen wir schreiben, mal genauer anzusehen. Ist man ein Tipper oder wischt man lieber? Was sind die Vor- oder Nachteile der Wischtastaturen wie Swiftkey und Co?

 

Was ist denn dieses Wischen?

Beim Wischen, was viele Hersteller auch als swypen, flowen, streichen, etc. bezeichnen, handelt es sich um eine Technik, bei dem der Schreiber nicht mehr jeden Buchstaben einzeln antippen muss. Beim Wischen werden die einzelnen Buchstaben wie bei den Zahlenbildern aus unserer Kindheit miteinander verbunden. Möchte man also das Wort „Hallo“ schreiben, verbindet man die einzelnen Buchstaben durch einen Wisch vom H bis zum O. Die Intelligenz der Tastatur erkennt nun automatisch, dass das Wort „Hallo“ gemeint ist und zeigt dies an.

 

Schnelles Schreiben

Dank dieser Wischtechnik können zum Beispiel geübte Nutzer lange Texte besonders schnell und teils sogar ohne hinzuschauen schreiben. Da die Wischgesten für ein Wort immer gleich bleiben, prägen sie sich schnell ein. Ein weiterer Vorteil für das schnelle Schreiben ist die Vorhersage kommender Wörter. Hat man einen Satz schon öfter geschrieben, bieten die Tastaturen das als nächste kommende Wort meist richtig an. Mit einem Tipp auf den Vorschlag wird es dem Text hinzugefügt. So muss das Wort nicht extra geschrieben werden.

 

Was ist, wenn die Tastatur das Wort nicht kennt?

Die Tastaturen sind meist über eine Internetverbindung mit einer Wörterdatenbank vom Anbieter verbunden. Möchte man nun ein Wort schreiben, welches man zuvor noch nicht geschrieben hat, überprüft die Tastatur ob dieses in der Datenbank enthalten ist. Wird dort das gewünschte Wort nicht gefunden, ist es möglich, dieses manuell eintippen. Die Tastatur merkt sich dieses Wort und wird es beim nächsten Mal anzeigen.

 

Synchronisierung

Um das erlernte bei einem Smartphone-Wechsel nicht zu vergessen, kann man bei vielen Tastaturen einen Account anlegen, auf denen z.B. die neu erlernten Wörter gespeichert werden. So ist auch eine Synchronisierung zwischen verschiedenen Geräten möglich. Alternativ können einige Tastaturen auch mit dem E-Mail-Konto, Facebook und anderen Diensten verbunden werden, um mit den bereits geschriebenen und zukünftigen Texten mitzulernen.

 

Ist das sicher?

Aufgrund der Cloud Synchronisierung können teilweise auch Daten wie Kreditkarteninformationen, Handynummern oder Passwörter in der Cloud gespeichert werden. Bei einigen Vorfällen wurden diese Informationen schon anderen Nutzern angezeigt. Auch wenn dieser Fehler bereits seit langem behoben wurde, zeigt es doch, dass man auf seine Daten Acht geben sollte.

So warnt zum Beispiel Android beim Aktivieren dieser Tastaturen, dass Kreditkarteninformationen sowie Passwörter mitgelesen werden können. Es gibt jedoch die Möglichkeit, auf die Tastatur ganz zu verzichten oder bei der Eingabe kritischer Daten auf die Standardtastatur zu wechseln. Apple nimmt dem Benutzer diese Entscheidung bereits seit langem ab. Ist eine Drittanbieter Tastatur installiert, wechselt iOS bei der Abfrage kritischer Daten automatisch auf die Standardtastatur. Diese Vorgehensweise soll ein mitlesen der Daten durch Drittanbieter-Apps verhindern.

Kommentare

Ich mußte vor einiger Zeit meinen 19-jährigen Cousin erklären wie man ein Wählscheibentelefon bedient.

Seine Blicke waren unbezahlbar. Überglücklich