abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil I

Rene S. Digital Community Team
Digital Community Team

Im Laufe der Jahrzehnte gab es viele Möglichkeiten, Daten von einem Speichermedium zu lesen und auf manchen teilweise auch zu schreiben. Mit der Zeit wurde der Speicherhunger größer und größer, weshalb immer neuere Methoden gefunden wurden um möglichst viele Daten auf ein Speichermedium zu erfassen. Dabei gab es viele verschiedene Möglichkeiten: Mechanische, magnetische, elektronische und optische Medien. Manche davon werden heute noch genutzt, während andere bereits im Museum ausgestellt sind. USB-Stick, DVD, BlueRay, dies sind unter anderem die heute weithin bekanntesten Speichermedien. Wobei Lochkarten, Disketten oder Magnetbänder zumindest den jüngeren Generationen, kaum ein Begriff mehr sein sollten. In dieser mehrteiligen Reihe möchten wir euch einige der fast vergessenen Speichermöglichkeiten näherbringen.

 

Lochstreifen

Ihren Ursprung haben die Lochstreifen im 18. Jahrhundert. Dort wurden diese, welche aus aneinandergereihte Holzplättchen bestanden, zur Steuerung mechanischer Webstühle genutzt. Ab dem 19. Jahrhundert wurden sie dann in der Datenübermittlung durch Telegrafen eingesetzt. So konnte auf den Lochstreifen beispielsweise das Morsealphabet gespeichert und übertragen werden. Bis heute werden sie noch als Speichermedium für Fernschreiber, Computer und Maschinen der industriellen Produktion genutzt.

 

Lochkarten

Erfunden wurden die Lochkarten vom Ingenieur Herman Hollerith. Die ersten wurden 1890 bei der amerikanischen Volkszählung eingesetzt. Sie besaßen 240 Positionen für Löcher, womit zahlreiche Daten über die jeweilige Person erfasst werden konnten. In den darauffolgenden Jahren wurden Lochkartensysteme immer weiter verfeinert und in zahlreichen Datenverarbeitungssystemen eingesetzt. Den ersten Standard für Lochkartensysteme gab es ab dem Jahr 1928. Eingeführt wurde dieser durch IBM, so umfasste eine Lochkarte 12 Zeilen mit jeweils 80 Spalten und damit waren maximal 80 Zeichen pro Zeile möglich. Mit einem Lochkartenleser konnten die Karten eingelesen werden. Hierbei wurden die Löcher mechanisch mit einem Stift oder einer Bürste abgetastet, später wurde dieses Verfahren durch Lichtschranken ersetzt. War zuerst pro Spalte nur ein Loch möglich, änderte es sich durch den 1964 eingeführten EBCDIC-Code, mit welchem sechs Löcher pro Spalte möglich waren. Dies erweiterte die Speichergröße der Karte auf etwa 80 Byte.

 

Magnetband

Vorläufer der heute bekannten Magnetbänder war die 1898 erfundene magnetische Tonaufnahme auf Draht. Hier wurden Tonaufnahmen auf einem dünnen Stahldraht gespeichert, welche eine Be- und Abspielungsgeschwindigkeit von 640 millimetern pro sekunde besaß. Für eine Tonaufnahme von einer Stunde, wurden so 2195 Meter Draht benötigt. Ab dem Jahr 1930 gab es dann auch echte Magnetbänder, die anfangs jedoch auch nur für Tonaufnahmen genutzt wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg änderte sich das und Magnetbänder wurden zur Datensicherung von Groß Computern eingesetzt. Vorteil der Magnetbänder war ihre Benutzerfreundlichkeit. So war das Speichern und Abrufen von Daten mit deutlich weniger Aufwand verbunden. Nachteil der Magnetbänder waren, dass diese nur einen sequentiellen Datenzugriff boten. Das Band musste dementsprechend zur gewünschten Stelle gespult werden. Dank ihrer langen Haltbarkeit und der hohen Zuverlässigkeit, werden sie auch heute noch im professionellen Bereich zur Datensicherung oder Archivierung genutzt. Bei einer Sorgfältigen Lagerung, sind eine Haltbarkeit von mehr als 30 Jahren garantiert.

 

Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil II

Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil III

 

Kennen Sie schon unseren Digital Guide? Damit erhalten Sie Expertenberatung im Chat inkl. Rückruffunktion zum günstigen monatlichen Preis. Wir beraten Sie bei Ihren Fragen zum Beispiel zu Software, Druckern, Routern, Viren oder Internetsicherheit. Wir sind für Sie da, per Chat, Rückruf oder Fernzugriff auf Ihr Endgerät. Weitere Infos hier.