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Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil II

Julian W. Digital Community Team
Digital Community Team

Im Laufe der Jahrzehnte gab es viele Möglichkeiten, Daten von einem Speichermedium zu lesen und auf manchen teilweise auch zu schreiben. Mit der Zeit wurde der Speicherhunger größer und größer, weshalb immer neuere Methoden gefunden wurden um möglichst viele Daten auf ein Speichermedium zu erfassen. Dabei gab es viele verschiedene Möglichkeiten: Mechanische, magnetische, elektronische und optische Medien. Manche davon werden heute noch genutzt, während andere bereits im Museum ausgestellt sind. USB-Stick, DVD, Blu-ray, dies sind unter anderem die heute weithin bekanntesten Speichermedien. Wobei Lochkarten, Disketten oder Magnetbänder zumindest den jüngeren Generationen, kaum ein Begriff mehr sein sollten. Im zweiten Teil dieser mehrteiligen Reihe möchten wir euch nun die nächsten Speichermedien vorstellen, die schon fast vergessen wurden.

 

Diskette

  • 8 Zoll Diskette

Die Diskette wurde 1969 von IBM vorgestellt. Anfangs waren sie nicht beschreibbar, sie dienten lediglich dazu, dem Kunden Software preisgünstiger zukommen zu lassen. Drei Jahre später kamen dann auch beschreibbare Disketten auf den Markt. Die ersten Disketten waren 8 Zoll (200 mm) groß und hatten zuerst eine Kapazität von 256 KB. Im Jahr 1976 besaßen sie schon eine Kapazität von 1000 KB.

 

  • 5,25 Zoll Diskette

1976 kamen die 5,25 Zoll Disketten (130 mm) mit stolzen 180 KB Speichergröße auf den Markt. In den 80er Jahren verbreitete sich die 5,25 Diskette rasend schnell. So wurde sie zum Beispiel als Speichermedium beim Commodore 64 eingesetzt. Im Laufe der Jahre wurde sie weiterentwickelt, bis 1984 mit 1200 KB die Obergrenze erreicht wurde.

 

  • 3,5 Zoll Diskette

Die von Sony 1981 eingeführte 3,5 Zoll Diskette (90 mm) war im Gegensatz zu den Vorgängern mit einer festen Kunststoffhülle versehen. Dies steigerte die Stabilität enorm. Zunächst konnte sie nur von einer Seite bespielt werden und besaß eine Kapazität von 360 KB, welche sich ab 1984 auf 720 KB erweiterte. Ab dem Jahre 1987 besaß die 3,5 Zoll Diskette eine maximale Kapazität von 1440 KB, welche bis zum Ende der Disketten-Ära Standard war.

 

  • Extended Density und High capacity Floppy Disk

Und dann gab es auch Kapazitätserweiterungen, wie Extended Density, mit 2880 KB und High capacity Floppy Disk mit 200 MB Speicher. Diese konnten sich auf breiter Basis jedoch nicht durchsetzen.

 

Disketten sind bis heute nicht ganz ausgestorben. So speichern viele noch Passwörter oder andere Zugangsschlüssel auf der Diskette. 

 

Datasette

Diskettenlaufwerke waren anfangs sehr teuer, weswegen sie im privaten Bereich sehr wenig verbreitet waren. Für den Heimgebrauch gab es deshalb ein anderes Speichermedium, eine handelsübliche Audio Kassette. Auf dieser wurden Signale als akustische Töne gespeichert. Der Name Datasette stammt von der Firma Commodore und beschreibt nicht das Speichermedium selbst, sondern das Abspielgerät. Dieses bestand aus einem leicht modifiziertem Kassettenrekorder, bei dem zwar Tonköpfe, jedoch kein Mikrofon verbaut wurde. Spielt man so eine Kassette in einem handelsüblichen Kassettenrekorder ab, würde man Töne wie bei einem Fax oder einem alten Internet Modem hören. Auf eine handelsübliche Audio Kassette (60 Minuten) hatten 100 KB Platz. Sie hatte den Nachteil, dass nur ein sequentieller Zugriff möglich war. So musste die Kassette immer an die entsprechende Stelle gespult werden, um das Programm zu laden.

 

Data Cartridge

Cartridges waren das gängige Speichermedium für Konsolenspiele. Sie wurden zum Beispiel bei dem Atari 2600 verwendet und bestanden aus ROM-Bausteinen in einer Kunststoffhülle. Sie konnten zuerst nicht überschrieben werden. Die beschreibbaren Cartridges gab es ab dem Jahr 1983 für die von Microsoft, und zahlreichen anderen Herstellern, entwickelten MSX-Computer. Data Cartridge Module, welche zur Sicherung eingesetzt werden konnten, waren mit einer Batterie ausgestattet. Die Lebensdauer dieser Module wurden früher mit fünf Jahren angegeben, jedoch funktionieren viele dieser Module heute noch.

 

Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil I

Retro: Ausgestorbene Speichermedien Teil III

Kommentare

Die 3,5 Zoll Diskette, das war "damals" ein riesen Fortschritt gegenüber der 5,25er Disk. Endlich war die Diskette robust und konnte nicht mehr verknicken. Mein Windows 3.1 kam damals auf zig Disketten, die man eine nach der anderen einlegen und im Setup-Prozeß benutzen mußte. Da war man sein eigenener Disk-Jockey, ob man wollte oder nicht. Am Ende war man dann super Happy, dass endlich die Windows-Oberfläche lief und man nicht mehr auf Kommando-Ebene mit dem PC hantieren mußte... :very-happy: 

@klausmilwork 

 

Ich hatte früher einen PC mit Win 3.11, dort war das glaub auch noch so... Und ich war früher happy, weil ich eine Diskette hatte, auf der ich doch tatsächlich 2 Lieder drauf bekommen habe... Da war ich noch seeehr jung und hab noch keine Ahnung von der Qualität gehabt 😄

Die 5,25er kenne ich nur noch von meiner schwester, da waren immer tolle spiele drauf 😄