Gelöst
GPON oder XPON
vor 3 Tagen
Hallo,
ich warte schon gespannt auf meinen neuen Glasfaseranschluss der Telekom, eig. schon seit Jahren freue ich mich wenn der Tag kommt wo wir an FTTH Netzwerk angebunden werden😃
Nach einer Recherche welche Glasfaser Technologie ausgebaut wird, hat sich meine Anfangs-Euphorie doch etwas gelegt. Höchstwahrscheinlich wird nur GPON bei uns ausgebaut, d.h. im besten Fall teilen sich 32 Teilnehmer (bis zu 64 möglich) eine einzige Glasfaserleitung, die sich dann eine Bandbreite bis zu 2,5 Gbit/s Downstream und 1,25 Gbit/s Upstream teilen. Worst case, wenn alle Teilnehmer zum Beispiel gleichzeitig etwas herunterladen ergibt das eine max. Downloadrate von ~78 MBit/s. Diese Gleichzeitigkeit ist vielleicht nicht realistisch, aber ich denke man versteht auf was ich hinaus will. Eig. können nur max. zwei 1 GBit Kunden zur gleichen Zeit mit der vollen Bandbreite versorgt werden. Bei XPON sieht das schon anders aus, da im Up- und Download 10 GBit/s angeboten werden. Leider hab ich Grund zur Annahme dass diese Technologie nicht verbaut werden wird (wurde), da z.B. ein 2 GBit/s Anschluss (z.B. für Business Kunden) gar nicht vorgesehen ist.
Ich muss ehrlich sagen dass ich ein wenig enttäuscht bin. Wir wohnen hier auf dem Land und man fühlt sich doch etwas „abgehängt“, ob das um Festnetz oder Mobilfunk geht. LTE wurde zum Beispiel bei uns nur das 800 MHz Band ausgebaut, mit einer Bandbreite von 10 MHz und einer Gesamtbandbreite von 50,4 MBit/s. Es scheint so dass beim Glasfaser auch die „light“ Variante verbaut wird.
Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren.
Marius Müller
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Akzeptierte Lösung
akzeptiert von
vor 3 Tagen
GPON
Hallo,
ich warte schon gespannt auf meinen neuen Glasfaseranschluss der Telekom, eig. schon seit Jahren freue ich mich wenn der Tag kommt wo wir an FTTH Netzwerk angebunden werden😃
Nach einer Recherche welche Glasfaser Technologie ausgebaut wird, hat sich meine Anfangs-Euphorie doch etwas gelegt. Höchstwahrscheinlich wird nur GPON bei uns ausgebaut, d.h. im besten Fall teilen sich 32 Teilnehmer (bis zu 64 möglich) eine einzige Glasfaserleitung, die sich dann eine Bandbreite bis zu 2,5 Gbit/s Downstream und 1,25 Gbit/s Upstream teilen. Worst case, wenn alle Teilnehmer zum Beispiel gleichzeitig etwas herunterladen ergibt das eine max. Downloadrate von ~78 MBit/s. Diese Gleichzeitigkeit ist vielleicht nicht realistisch, aber ich denke man versteht auf was ich hinaus will. Eig. können nur max. zwei 1 GBit Kunden zur gleichen Zeit mit der vollen Bandbreite versorgt werden. Bei XPON sieht das schon anders aus, da im Up- und Download 10 GBit/s angeboten werden. Leider hab ich Grund zur Annahme dass diese Technologie nicht verbaut werden wird (wurde), da z.B. ein 2 GBit/s Anschluss (z.B. für Business Kunden) gar nicht vorgesehen ist.
Ich muss ehrlich sagen dass ich ein wenig enttäuscht bin. Wir wohnen hier auf dem Land und man fühlt sich doch etwas „abgehängt“, ob das um Festnetz oder Mobilfunk geht. LTE wurde zum Beispiel bei uns nur das 800 MHz Band ausgebaut, mit einer Bandbreite von 10 MHz und einer Gesamtbandbreite von 50,4 MBit/s. Es scheint so dass beim Glasfaser auch die „light“ Variante verbaut wird.
Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren.
Marius Müller
Ja
Und glas ist nicht cable wo alles in den Keller geht
0
Akzeptierte Lösung
akzeptiert von
vor 3 Tagen
Worst case, wenn alle Teilnehmer zum Beispiel gleichzeitig etwas herunterladen ergibt das eine max. Downloadrate von ~78 MBit/s
Hallo,
ich warte schon gespannt auf meinen neuen Glasfaseranschluss der Telekom, eig. schon seit Jahren freue ich mich wenn der Tag kommt wo wir an FTTH Netzwerk angebunden werden😃
Nach einer Recherche welche Glasfaser Technologie ausgebaut wird, hat sich meine Anfangs-Euphorie doch etwas gelegt. Höchstwahrscheinlich wird nur GPON bei uns ausgebaut, d.h. im besten Fall teilen sich 32 Teilnehmer (bis zu 64 möglich) eine einzige Glasfaserleitung, die sich dann eine Bandbreite bis zu 2,5 Gbit/s Downstream und 1,25 Gbit/s Upstream teilen. Worst case, wenn alle Teilnehmer zum Beispiel gleichzeitig etwas herunterladen ergibt das eine max. Downloadrate von ~78 MBit/s. Diese Gleichzeitigkeit ist vielleicht nicht realistisch, aber ich denke man versteht auf was ich hinaus will. Eig. können nur max. zwei 1 GBit Kunden zur gleichen Zeit mit der vollen Bandbreite versorgt werden. Bei XPON sieht das schon anders aus, da im Up- und Download 10 GBit/s angeboten werden. Leider hab ich Grund zur Annahme dass diese Technologie nicht verbaut werden wird (wurde), da z.B. ein 2 GBit/s Anschluss (z.B. für Business Kunden) gar nicht vorgesehen ist.
Ich muss ehrlich sagen dass ich ein wenig enttäuscht bin. Wir wohnen hier auf dem Land und man fühlt sich doch etwas „abgehängt“, ob das um Festnetz oder Mobilfunk geht. LTE wurde zum Beispiel bei uns nur das 800 MHz Band ausgebaut, mit einer Bandbreite von 10 MHz und einer Gesamtbandbreite von 50,4 MBit/s. Es scheint so dass beim Glasfaser auch die „light“ Variante verbaut wird.
Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren.
Marius Müller
So einfach ist das nicht @Marius83 . Deine Überlegungen gehören in den Bereich der Verkehrstheorie. Hier werden die Modelle für die Dimensionierung von Kommunikationsnetzen erstellt. Wichtig ist dabei die Warteschlangentheorie, führender Mathematiker war Agner Krarup Erlang, darum werden Verkehrswerte heute auch in der Einheit Erlang angegeben.
Nun wirst Du vielleicht einwerfen, Erlang hat Anfang des 20. Jh. nur über Telefonanrufe diskutiert. Nein, das ist falsch, weil die Verteilung von Wahrscheinlichkeiten und das Warteschlangenphänomen allgemein gültig ist. Ein wartender Telefonanruf ist auch nichts anderes als ein wartendes IP-Paket, mathematisch gesehen.
Falls Du dich mit den Grundlagen mal etwas vereinfacht auseinandersetzen möchtest, hier ein kleines Beispiel:
http://www.tzschupke.de/unterseiten/mf/verkehr.htm
Andersrum würde dein Ansatz bedeuten, dass fast die gesamte Zeit sehr große Übertragungsressourcen ungenutzt liegen bleiben würden, also fast immer. Das wäre sehr unwirtschaftlich bzw. würde sich massiv auf den Preis auswirken.
3
von
vor 3 Tagen
Hallo@olliMD Danke für die Erläuterung zur Verkehrstheorie und Warteschlangenmodellen – da bin ich grundsätzlich bei dir. Natürlich wird kein Zugangsnetz auf den absoluten Worst Case dimensioniert, sondern auf statistische Gleichzeitigkeit, sonst wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich.
Mein Punkt war auch weniger, dass GPON „nicht funktioniert“, sondern eher die strategische Frage der Technologieauswahl bei einem neuen FTTH -Ausbau.
GPON ist zweifellos heute für die meisten Haushalte ausreichend. Gleichzeitig ist XGS-PON (10/10 Gbit/s) seit Jahren verfügbar und würde – selbst bei identischer statistischer Dimensionierung – deutlich mehr Reserven für zukünftige Nutzungsszenarien bieten (Cloud-Backups, Homeoffice, symmetrische Lasten, mehrere Heavy-User im Haushalt).
Dass aktuell z. B. keine >1-Gbit/s-Tarife vorgesehen sind, deutet für mich darauf hin, dass hier eher kostenoptimiert als zukunftsorientiert ausgebaut wird. Gerade im ländlichen Raum, wo Infrastruktur seltener erneuert wird, ist das aus Kundensicht zumindest diskutabel.
Ich lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren, falls XGS-PON perspektivisch vorgesehen oder technisch bereits „mitverlegt“ ist.
p.s. Es geht um den Ausbau in 66500 Hornbach.
Grüße Marius
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von
vor 3 Tagen
GPON ist zweifellos heute für die meisten Haushalte ausreichend.
Hallo@olliMD Danke für die Erläuterung zur Verkehrstheorie und Warteschlangenmodellen – da bin ich grundsätzlich bei dir. Natürlich wird kein Zugangsnetz auf den absoluten Worst Case dimensioniert, sondern auf statistische Gleichzeitigkeit, sonst wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich.
Mein Punkt war auch weniger, dass GPON „nicht funktioniert“, sondern eher die strategische Frage der Technologieauswahl bei einem neuen FTTH -Ausbau.
GPON ist zweifellos heute für die meisten Haushalte ausreichend. Gleichzeitig ist XGS-PON (10/10 Gbit/s) seit Jahren verfügbar und würde – selbst bei identischer statistischer Dimensionierung – deutlich mehr Reserven für zukünftige Nutzungsszenarien bieten (Cloud-Backups, Homeoffice, symmetrische Lasten, mehrere Heavy-User im Haushalt).
Dass aktuell z. B. keine >1-Gbit/s-Tarife vorgesehen sind, deutet für mich darauf hin, dass hier eher kostenoptimiert als zukunftsorientiert ausgebaut wird. Gerade im ländlichen Raum, wo Infrastruktur seltener erneuert wird, ist das aus Kundensicht zumindest diskutabel.
Ich lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren, falls XGS-PON perspektivisch vorgesehen oder technisch bereits „mitverlegt“ ist.
p.s. Es geht um den Ausbau in 66500 Hornbach.
Grüße Marius
Ich sehe mich auch schon als Heavy-User, wenn ich dann aber den Verlauf meines Netto-Datenverbrauchs in der Zeitschiene betrachte, relativiert sich da ganze recht schnell.
Der Ausbau ist eine rein wirtschaftliche Frage. Wieviel User buchen tatsächlich 1 GBit/s und wollen mehr? Da reicht jetzt tatsächlich der Ausbau mit den "preiswerteren" Baugruppen in der Masse. Denn die Konsequenz geht ja weiter: Man muss auch die OLT und BNG sowie die Anbindung an das Backbone anpassen, obwohl der Massenbedarf noch gar nicht da ist.
von
vor 3 Tagen
Der Ausbau ist eine rein wirtschaftliche Frage. Wieviel User buchen tatsächlich 1 GBit/s und wollen mehr?
GPON ist zweifellos heute für die meisten Haushalte ausreichend.
Hallo@olliMD Danke für die Erläuterung zur Verkehrstheorie und Warteschlangenmodellen – da bin ich grundsätzlich bei dir. Natürlich wird kein Zugangsnetz auf den absoluten Worst Case dimensioniert, sondern auf statistische Gleichzeitigkeit, sonst wäre ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich.
Mein Punkt war auch weniger, dass GPON „nicht funktioniert“, sondern eher die strategische Frage der Technologieauswahl bei einem neuen FTTH -Ausbau.
GPON ist zweifellos heute für die meisten Haushalte ausreichend. Gleichzeitig ist XGS-PON (10/10 Gbit/s) seit Jahren verfügbar und würde – selbst bei identischer statistischer Dimensionierung – deutlich mehr Reserven für zukünftige Nutzungsszenarien bieten (Cloud-Backups, Homeoffice, symmetrische Lasten, mehrere Heavy-User im Haushalt).
Dass aktuell z. B. keine >1-Gbit/s-Tarife vorgesehen sind, deutet für mich darauf hin, dass hier eher kostenoptimiert als zukunftsorientiert ausgebaut wird. Gerade im ländlichen Raum, wo Infrastruktur seltener erneuert wird, ist das aus Kundensicht zumindest diskutabel.
Ich lasse mich natürlich gern eines Besseren belehren, falls XGS-PON perspektivisch vorgesehen oder technisch bereits „mitverlegt“ ist.
p.s. Es geht um den Ausbau in 66500 Hornbach.
Grüße Marius
Ich sehe mich auch schon als Heavy-User, wenn ich dann aber den Verlauf meines Netto-Datenverbrauchs in der Zeitschiene betrachte, relativiert sich da ganze recht schnell.
Der Ausbau ist eine rein wirtschaftliche Frage. Wieviel User buchen tatsächlich 1 GBit/s und wollen mehr? Da reicht jetzt tatsächlich der Ausbau mit den "preiswerteren" Baugruppen in der Masse. Denn die Konsequenz geht ja weiter: Man muss auch die OLT und BNG sowie die Anbindung an das Backbone anpassen, obwohl der Massenbedarf noch gar nicht da ist.
Unter 5 % aus reiner Erfahrung bei gebuchten Anschlüssen in Neubauten, die meisten sind bei 300 unterwegs mit einem 4 Personen Haushalt.
Uneingeloggter Nutzer
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