Massive IPv6-Probleme / PMTUD Black Hole bei VDSL 250 (Downloads hängen, Websites laden stark verzögert)

vor 3 Stunden

Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

> curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

 % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

 0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

 0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

# Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

> curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

# Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

> curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

> tracert dl.google.com

Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

 1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

 2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

 3     *        *        *     ...

3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

 > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

 Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

 > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

 Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

 > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

 Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

Fazit & Bitte:

Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

Vielen Dank und viele Grüße!

EDIT:

Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

Letzte Aktivität

vor 2 Stunden

von

Gelöschter Nutzer

51

10

    • vor 3 Stunden

      @ProfessorQuantum  

       

      Damit hier einer der Teamies des @Telekom hilft Team schnellstmöglich helfen kann: 
      Bitte in den Benutzerdaten die Felder „Kundennummer“ und „Handynummer“ ausfüllen.

      Beim Klick auf dein Bild (Avatar) rechts oben gelangst Du über den Menüpunkt "Meine Einstellungen" an den richtigen Punkt " Kundendaten für den Kundenservice".

      Beispiel:

       

      Sollte keine Kundennummer vorhanden sein, alternativ z. B. 1234567890 verwenden 💡

      Unter Handynummer bitte eine aktuell erreichbare Rufnummer hinterlegen.

      Unter "weitere Informationen" ein möglichst großzügiges Zeit Fenster zwischen 07 & 23 Uhr, wann ein Rückruf gut passt. 
      (Das Zeitfenster sollte möglichst mindestens eine Stunde groß sein) 

      Halte für den Rückruf der Teamies bitte zur Authentifikation IBAN (letzte sechs Stellen) und Kundennummer bereit.
      Sorge dafür das Anrufe von der 0800 330 1000 dich erreichen können 👍

      Weitere Infos zur Authentifikation: https://www.telekom.de/hilfe/vertrag-meine-daten/meine-daten/kontakt-zur-telekom/abfrage-persoenlicher-daten

      Gruß
      Waage1969


      P.S.: hilfreich wäre eine kurze Rückinfo nach Erledigung - Danke!

      0

      4

      von

      vor 3 Stunden

      @fdi 

      würde mal so sagen, mich interessiert eher die Antwort der Teamies auf solche Beiträge 🤔

      Gruß Waage1969 

      von

      vor 3 Stunden

      Waage1969

      mich interessiert eher die Antwort der Teamies

      @fdi 

      würde mal so sagen, mich interessiert eher die Antwort der Teamies auf solche Beiträge 🤔

      Gruß Waage1969 

      Waage1969

      mich interessiert eher die Antwort der Teamies

      Wir geben das an unsere Fachabteilung weiter und melden uns wieder bei Ihnen :-)

      von

      vor 3 Stunden

      OK 🤣

      Ich tippe mal auf die Peering -Floskel.

      Uneingeloggter Nutzer

      von

    • vor 2 Stunden

      ProfessorQuantum

      Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      @ProfessorQuantum  

      Da muss ich gleich lachen...

      Hier mein Gegenbeweis, ist aber nur Magenta L also 100 Mbit/s

      curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed   Time    Time     Time  Current

                                      Dload  Upload   Total   Spent    Left  Speed

      100   566  100   566    0     0   7989      0 --:--:-- --:--:-- --:--:--  8085

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      100 1166M  100 1166M    0     0  11.9M      0  0:01:37  0:01:37 --:--:-- 12.1M

      Läuft also ohne Probleme und ohne Abbruch hier.

      ProfessorQuantum

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen.

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen.

      Welcher Router kommt zum Einsatz?

      2

      von

      vor 2 Stunden

      Micknik

      Welcher Router kommt zum Einsatz?

      ProfessorQuantum

      Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      @ProfessorQuantum  

      Da muss ich gleich lachen...

      Hier mein Gegenbeweis, ist aber nur Magenta L also 100 Mbit/s

      curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed   Time    Time     Time  Current

                                      Dload  Upload   Total   Spent    Left  Speed

      100   566  100   566    0     0   7989      0 --:--:-- --:--:-- --:--:--  8085

       0     0    0     0    0     0      0      0 --:--:-- --:--:-- --:--:--     0

       0     0    0     0    0     0      0      0 --:--:-- --:--:-- --:--:--     0

      100 1166M  100 1166M    0     0  11.9M      0  0:01:37  0:01:37 --:--:-- 12.1M

      Läuft also ohne Probleme und ohne Abbruch hier.

      ProfessorQuantum

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen.

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen.

      Welcher Router kommt zum Einsatz?

      Micknik

      Welcher Router kommt zum Einsatz?

      ProfessorQuantum

      Router: Speedport Smart 4

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Router: Speedport Smart 4

      von

      vor 2 Stunden

      @JuergenS1 

      Davon gibt es fünf verschiedene.

      Uneingeloggter Nutzer

      von

    • vor 2 Stunden

      ProfessorQuantum

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Also kein Leitungsproblem mit deiner I-Net-Anbindung.

      ProfessorQuantum

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      Anscheint hat der IPV6 DNS-Server ein Problem; deswegen läuft der in meinem Router nicht,

      bei VPN gibt es ein anderes Routing, darauf hat die Telekom eh keinen Einfluß.

      ProfessorQuantum

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      Hat dir die KI auch erklärt was ein Jitter ist, und hast du das verstanden?

      ProfessorQuantum

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Eigentlich sollte man die MTU nicht ändern, nicht alles was technisch möglich wäre, kann auch jedes System umsetzen;

      evtl. werden aus einem Datenpaket 2.

      ProfessorQuantum

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

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      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      0 % Packet Loss zu Cloudflare

      Hallo Telekom-hilft-Team, hallo Community,

      ich beobachte an meinem VDSL-250-Anschluss (Tarif: MagentaZuhause XL, Router: Speedport Smart 4) seit einiger Zeit ein sehr störendes Phänomen:

      Webseiten laden im Browser oft nur mit starker Verzögerung, und größere Downloads (z. B. Android Studio von den Google-CDNs, ca. 1,8 GB) brechen nach wenigen Sekunden ab oder frieren komplett ein (Chrome zeigt dauerhaft „wird fortgesetzt“).

      Interessanterweise ist die physikalische Leitung absolut fehlerfrei. Ein Speedtest liefert hervorragende Werte (248 Mbps Down / 42.4 Mbps Up / 0 % Packet Loss zu Cloudflare).

      Ich habe das Problem systematisch analysiert und konnte es eindeutig auf ein Path MTU Discovery (PMTUD) Black Hole im IPv6-Netz der Telekom eingrenzen. Sobald der Datenverkehr über IPv4 läuft (oder getunnelt über ein VPN ), läuft die Leitung mit maximaler Performance.

      Hier sind die CLI-Diagnosedaten, die das Problem auf Protokollebene untermauern:

      1. Der Beweis: IPv4 vs. IPv6 im direkten Vergleich (via curl)

      Beim Versuch, Android Studio direkt über IPv6 herunterzuladen, bricht die Verbindung sofort nach der Weiterleitung auf das Google- CDN ab und friert bei 0 Bytes/s ein:

      > curl -6 -L -o NUL "https://redirector.gvt1.com/edgedl/android/studio/install/2024.2.1.12/android-studio-2024.2.1.12-windows.exe"

       % Total    % Received % Xferd  Average Speed  Time    Time    Time   Current

                                      Dload  Upload  Total   Spent   Left   Speed

      100    651 100    651   0      0    531      0   00:01   00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

       0      0   0      0   0      0      0      0           00:01              0

      Download-Geschwindigkeit: 0 Bytes/s (Abbruch / Timeout)

      Erzwinge ich denselben Download über IPv4 (-4) oder schalte ich ein VPN ein, läuft die Leitung absolut stabil mit maximaler Bandbreite:

      # Über IPv4 gezwungen (ohne VPN ):

      > curl -4 -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 18.37M      0   01:03   01:03         17.14M

      Download-Geschwindigkeit: 19266193 Bytes/s (ca. 154 Mbit/s stabil)

      # Über IPv6, aber mit McAfee VPN :

      > curl -L -o NUL -w "Download-Geschwindigkeit: %{speed_download} Bytes/s\n" "[URL...]"

      100  1.13G 100  1.13G   0      0 14.11M      0   01:22   01:22         14.23M

      Download-Geschwindigkeit: 14802233 Bytes/s (ca. 118 Mbit/s stabil)

      2. Das Routing-Problem (Jitter am 1. Telekom-Hop)

      In der Routenverfolgung über IPv6 fällt bereits am ersten Gateway-Router der Telekom ("2003:0:8301:e000::1") ein massiver Latenzeinbruch und starker Jitter auf:

      > tracert dl.google.com

      Routenverfolgung zu dL.GOOGLE.cOM [2a00:1450:400a:1001::5d] über maximal 30 Hops:

       1     1 ms     3 ms     8 ms  [Lokaler Speedport]

       2   304 ms   157 ms     6 ms  2003:0:8301:e000::1  <-- Telekom Gateway (Jitter bis 304ms)

       3     *        *        *     ...

      3. Der Nachweis des PMTUD Black Holes via Ping MTU-Test

      Um die MTU-Grenzen zu testen, habe ich Pings mit unterschiedlichen Paketgrößen über IPv6 an "redirector.gvt1.com" gesendet. Die Grenze liegt bei PPPoE-VDSL rechnerisch bei 1444 Bytes Nutzlast (1492 Bytes MTU):

      Ping mit 1000 Bytes Nutzlast (Erfolgreich):

       > ping -6 -l 1000 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=59ms (0% Verlust)

      Ping mit 1444 Bytes Nutzlast (Grenzwertig, extrem hoher Jitter bis 228 ms):

       > ping -6 -l 1444 redirector.gvt1.com

       Antwort von 2a00:1450:400a:1000::66: Zeit=105ms / 228ms / 13ms (0% Verlust)

      Ping mit 1460 Bytes Nutzlast (Erfordert PMTUD / Fragmentierung -> 100 % Verlust):

       > ping -6 -l 1460 redirector.gvt1.com

       Zeitüberschreitung der Anforderung. (100% Verlust)

      Da der Ping bei Überschreiten der MTU-Grenze (1460 Bytes Nutzlast = 1508 Bytes IP-Paket) einfach lautlos im Timeout verschwindet und keine ICMPv6-Nachricht des Typs 2 ("Packet Too Big") an meinen Client zurückgeliefert wird, liegt hier ein klassisches PMTU Black Hole vor.

      Da CDNs standardmäßig Pakete mit einer Größe von 1500 Bytes über IPv6 senden, verwirft das Telekom-Gateway diese stumm. Die Gegenseite erfährt nie, dass sie die MSS verringern muss, was die TCP-Verbindung einfrieren lässt.

      Fazit & Bitte:

      Lokale Fehlerquellen (PC-Hardware, Kabel, hausinternes Netz, DNS-Filter) wurden durch die erfolgreichen IPv4- und VPN -Gegenproben sowie den mehrfachen Hardwarewechsel vollständig ausgeschlossen. Das Problem liegt serverseitig bzw. im Routing-Backbone des Telekom IPv6-Netzes.

      Vielen Dank und viele Grüße!

      EDIT:

      Das Problem scheint sporadisch aufzutreten. In den letzten 10 Minuten hat es Problemlos funktioniert, jetzt wieder nicht. Ich beobachte noch ein Paar Tage die Situation, dann melde ich mich noch mal.

      ProfessorQuantum

      0 % Packet Loss zu Cloudflare

      Eigentlich war ich bei Cloudflare schon raus, die haben einfach Netzprobleme,

      bekomme ich ein Routing rund duch die Welt funktioniert es,

      läuft das Routing über England, der HOP ist einfach überlastet, selbst ne normale WEB-Seite braucht das 1-2Min für den Aufbau,

      wenn die hinter Cloudflare versteckt ist.

      1

      von

      vor 2 Stunden

      Danke für die Antwort! Kurz zur Aufklärung der Missverständnisse:

       - DNS: Ist völlig intakt. Die Namensauflösung klappt in Millisekunden, erst

         der anschließende Datenstrom friert ein.

       - MTU: Habe ich im System nicht geändert. Ich habe lediglich per ping -l

         verschieden große Testpakete gesendet (Standarddiagnose).

       - Jitter: Latenz-Schwankungen am ersten Telekom-Hop von 6 ms bis 304 ms sind

         die lehrbuchdefinition von Jitter.

       - Cloudflare: War nur der neutrale Speedtest-Referenzpunkt. Der eigentliche

         Fehler betrifft Google-CDNs (gvt1.com).

      Trotzdem untersuche ich weiter, und beobachte meine Internetverbindung über die nächsten Tag e mal genauer.

      Lg

      Uneingeloggter Nutzer

      von

    Uneingeloggter Nutzer

    von

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