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        Mehr Minister war nie: IT-Gipfel in Hamburg

        DREISECHSNULL 1 Sterne Mitglied
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        IT Gipfel Anfangsbild mit Untertitel.png

         

        Einen Tag lang durfte sich Hamburg als heimliche Hauptstadt fühlen. Denn zum Klassentreffen der IT-Branche, dem „Nationalen IT-Gipfel“, hatten sich gleich sechs Bundesminister angemeldet. In Sachen Digitalisierung gibt´s übrigens eine große Koalition und eine einheitliche Meinung: Ohne geht´s nicht. Und wenn wir nicht aufs Tempo drücken, ist unser Wohlstand in Gefahr. 

         

        Digitale Gesellschaft, Industrie 4.0, Glasfaservernetzung, Big Data, Netzneutralität und NSA-Affäre – ich könnte die Reihe der Schlagworte beliebig fortsetzen. Und würde Ihnen damit dutzendfach Gründe liefern, warum die Politik jetzt das Internet entdeckt. Fast das halbe Bundeskabinett reiste kürzlich nach Hamburg. Natürlich nicht, um die analoge Schönheit der Hansestadt zu bewundern. Sondern um die Chancen des digitalen Wandels auszuloten – beim 8. Nationalen IT-Gipfel. Und von den Unternehmen mehr Wagemut und mehr Engagement in Sachen IT einzufordern. 800 Manager, Berater, Verbandsfunktionäre und Politiker lockte das Motto „Arbeiten und Leben im digitalen Wandel – gemeinsam. innovativ. selbstbestimmt“ in die Hamburger Handwerkskammer.

         

        Natürlich war´s ein Tag der Appelle: Einen Widerspruch zwischen traditioneller und digitaler Wirtschaft wollte keiner der Politiker entdecken – aber alle erwarten von den Unternehmen, dass Deutschland in Sachen Industrie 4.0, auch Internet der Dinge genannt, (endlich) eine Führungsrolle übernimmt. Dieser Anspruch lautet in den Worten von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel so: Deutschland sei so etwas, wie „der Ausrüster der Industrialisierung der Welt“. Doch dafür muss erst einmal ganz breit die Verknüpfung der digitalen Technik mit der industriellen Produktion und Logistik gelingen. Wenn unsere Firmen das nicht schaffen, sieht´s düster aus. Wir müssen in Sachen Digitalisierung vorne mitspielen, denn nur so „können wir unsere Position als Weltmarktführer in verschiedenen Kategorien auch künftig beibehalten“, gab Telekom Chef Tim Höttges zu bedenken. 

         

        Also gut, jetzt alle mal herhören: Im Klartext bedeutet das, dass Unternehmen ihre Geschäftsmodell digitalisieren sollten. Und das betrifft auch den Mittelstand. „Wenn 70 Prozent des Mittelstands bei einer Umfrage sagen, IT betrifft sie nicht vorrangig, ist das besorgniserregend", beklagte Gabriel. Immerhin belässt es der Wirtschaftsminister nicht beim Lamento, sondern übt sich in tätiger Nachhilfe. Sein Ministerium richtet fünf Zentren zur Information über „Industrie 4.0“ ein. Diese Institutionen wenden sich an Mittelständler, die ihr Wissen über die Digitalisierung der Produktion und Unternehmensabläufe erweitern möchten. Bis zum Jahr 2018 steckt das Wirtschaftsministerium rund 430 Millionen Euro in diese Art der Mittelstandsförderung. Hoffentlich nutzt die Zielgruppe dieses Angebot entsprechend!

         

        Big Data ist eine neue Form der Wertschöpfung

         

        Der Bundeskanzlerin war ein ganz großes Thema vorbehalten: Big Data. Das kommt nicht von ungefähr. „Daten“, so sagte Telekom-Chef Tim Höttges jetzt in einem Interview mit der SZ, „sind der Rohstoff der digitalen Ökonomie.“ Das sieht Angela Merkel genauso: „Die Nutzung von Big Data muss möglich sein“, erklärte die Kanzlerin und verspricht sich davon eine neue Form der Wertschöpfung. Natürlich müssen dabei die Bürgerrechte gewahrt bleiben, selbstverständlich braucht es im Internet ein Recht auf Vergessen. „Aber für Europa wäre es die größte Bedrohung, Big Data nicht zu machen“, bekräftigt Tim Höttges. Denn Daten bringen Vorteile für alle: Dürfte man zum Beispiel die anonymisierten Daten von Toll-Collect analytisch aufbereiten, dann könnte man sie nutzen, um Staus zu erkennen oder neue Routenvorschläge zu unterbreiten. Resultat: geringerer Spritverbrauch und weniger CO2-Ausstoß.

        Kritik an der großen Datensammelei nehmen deren Befürworter durchaus ernst. Angela Merkel: „Wir müssen den richtigen Weg zwischen Regulierung und Offenheit für Neues finden. Es kann nicht alles ein rechtloser freier Raum sein.“ Der Telekom-Chef konkretisiert dies am Beispiel Google: „Was ich aber kritisiere, ist der Umgang mit Daten, der die deutschen Sorgen und auch unser Recht nicht ausreichend respektiert. Die Daten werden nach Übersee exportiert und unter den dort geltenden Regeln verarbeitet und zu Geld gemacht.“

         

        Mehr Vorsicht im Netz

         

        Erinnern Sie sich noch an die WDR-Sendereihe „Der 7. Sinn“, die bis 2005 Tipps zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr gab? Analog dazu bräuchten wir jetzt vermutlich eine breit angelegte Aufklärung über das richtige Verhalten im Netz. Innenminister Thomas de Maizière jedenfalls mahnte Internetnutzer zu mehr Vorsicht im Internet: „Ein Nacktbild gehört einfach nicht in die Cloud.“ Man müsse auch „nicht alles im Internet erledigen.“ Schon mit einfachen Maßnahmen wie Passwortänderung oder Verschlüsselung könne man 80 bis 90 Prozent der Gefahren abwenden. Zudem kündigte er die Stärkung der De-Mail, der verschlüsselten E-Mail-Variante, an. Bis Ende 2015 sollen weit über 200 Behörden und Bundeseinrichtungen damit kommunizieren. Bei der De-Mail müssen sich die Nutzer ihre Identität übrigens vorher mit dem Personalausweis bestätigen lassen. Sie möchten wissen, wer sich schon alles am De-Mail-System beteiligt? Nach Angaben der Telekom sind das derzeit ein Drittel der deutschen Großunternehmen und zehntausende mittelständische Firmen. 2000 Städte und Gemeinden haben das System schon eingerichtet, monatlich kommen etwa 200 dazu.

         

         

        So, jetzt sind Sie dran! Arbeiten Sie schon an der Digitalisierung Ihres Unternehmens? Wie gehen Sie dabei vor? Und wenn nein, was hindert Sie daran? Wo sehen Sie die größten Hürden? Und welche Art der Hilfestellung bräuchten Sie ganz dringend?

         

         

        Ich bin gespannt.  

        Es grüßt Sie herzlich,

        Ihre Ingrid vom DREISECHSNULL Team

        Kommentare

        Das Bild zeigt die geballte Ladung Inkompetenz der deutschen IT-Politik.

        Als die SPD in der Opposition war, hat sie gemeinsam mit einigen CSU-Politikern einen Universaldienst für Breitband gefordert. Einer der Slogans war "Politik muss glaubhaft bleiben". Heute ist das längst vergessen, und man klopft sich auf die Schultern ob des vielen Papiers, in dem man geschrieben hat wie Deutschland eine Führungsrolle erreichen will - aber man will keinem Bürger einen Rechtsanspruch auf Breitband geben - einfach lächerlich und unglaubwürdig!

         

        jobo

        www.LTE-Drossel.de

        Call&Surf via Funk - LTE800

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