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SSD - Mehr Geschwindigkeit für deinen Computer

Patrick W Digital Community Team
Digital Community Team

Computer zu langsam - muss man sich dann einen neuen Computer kaufen?

Nicht ganz! Wenn bei eurem Computer noch eine ganz normale Festplatte (Hard Disk Drive) verbaut wurde, kann man mit dem Tausch durch eine SSD (Technik Lexikon 3) einen Leistungsschub herausholen. Doch was macht die SSD (Solid State Drive) so anders?

 

Geschwindigkeit

HDD-Festplatten bestehen aus einer bis mehreren rotierenden Magnetscheiben und einem Schreib-Lese-Kopf, mit denen die Daten gelesen bzw. geschrieben werden. Im Gegenzug dazu besteht die SSD, ähnlich wie ein USB Stick oder eine Speicherkarte aus Flash-Speicherchips. Durch diese Chips lassen sich Daten fast ohne Zeitverzögerung lesen und schreiben. Dadurch kann eine moderne SSD etwa hundertmal schneller auf die gespeicherten Daten zugreifen, als eine gewöhnliche HDD-Festplatte. Die Datenübertragungs-, sowie Lese- und Schreibgeschwindigkeit kann hier je nach Alter und Ausstattung der HDD/SSD variieren.

 

Stoßfestigkeit

HDD-Festplatten sind durch ihre Bauweise mit den rotierenden Magnetscheiben und dem Schreib-Lese-Kopf extrem empfindlich gegen Stöße, Erschütterungen und starken Vibrationen. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass der Schreib-Lese-Kopf nur einen Nanometer (0,000001 mm) Abstand zu den Magnetscheiben hat. Die Magnetscheiben in einer üblichen HDD-Festplatte drehen mit einer Geschwindigkeit von 5200-15000 Umdrehungen pro Minute. Berührt der Schreib-Lese-Kopf dabei die Magnetscheibe, kann er sich verbiegen und sogar Kratzer auf der Magnetscheibe hinterlassen. Diese können eine Wiederherstellung der Daten unmöglich machen. Eine SSD allerdings besitzt keinerlei bewegliche Bauteile und ist somit stoßunempfindlich. Gerade deshalb ist sie für die Nutzung in Laptops eine gute Wahl.

 

Was brauche ich für den Einsatz einer SSD?

HDD-Festplatten haben bislang zwei verschiedene Anschlüsse genutzt. Dort gab es die mittlerweile schon lange nicht mehr eingesetzte IDE Schnittstelle und den S-ATA (Serial AT Attachment) Anschluss. Heutige SSDs besitzen allerdings nur einen S-ATA oder einen PCI-Express Anschluss (je nach Bauart). Für den Anschluss einer SSD wird also mindestens ein S-ATA Anschluss benötigt.

 

Preis und Speicherkapazität

Heute gibt es SSDs und HDDs mit mehreren Terabyte Speicher, die Preise liegen hierbei extrem weit auseinander. Sind HDDs mit 4 Terrabyte Speicher für knapp 100 Euro zu haben, muss man für eine SSD mit der gleichen Speichergröße schon über 600 Euro bezahlen. Bei den kleineren Speichergrößen, sind die Preise allerdings schon um Einiges niedriger. So liegt der Preis einer HDD mit 500GB Speicher bei circa 30 Euro. Eine SSD mit circa 500GB ist zwar etwas teurer, aber auch schon ab 50 Euro zu haben.

 

Kann ich dann nicht beides nutzen?

Wer auf eine SSD umsteigen will und dafür nicht so viel Geld ausgeben möchte, kann sich auch eine SSD als Betriebssystem- bzw. Spiele-Festplatte zulegen. Hierdrauf werden das Betriebssystem und ggf. auch die Spiele installiert, die etwas mehr Geschwindigkeit benötigen. Wer nun noch seine Musiksammlung und die vielen Bilder unterbringen möchte, kann für diese und andere Aufgaben, welche nicht auf viel Geschwindigkeit ausgelegt sind, auch ruhig eine HDD mit mehr Speicher kaufen.

 

Halten wir fest, eine SSD lohnt sich für all diejenigen, die ihrem Computer zum Beispiel beim Starten einen Leistungsschub geben möchten und mindestens einen S-ATA Anschluss besitzen. Mit der SSD lassen sich geschwindigkeitshungrige Anwendungen wie Windows, Spiele und andere Programme zu einem kleinen Preis beschleunigen. So kann der Computer noch eine Weile lang dein Begleiter im Alltag sein.

 

Hinweis: Der Einbau einer SSD kann für Personen, die nicht das Wissen um die Technik besitzen, mitunter etwas schwieriger und gefährlich sein. Durch Reibung der Kleidung kann sich der eigene Körper aufladen. Wird die elektrische Ladung dann versehentlich an den Computer übertragen, können Bauteile beschädigen werden. Eine entsprechende Erdung des eigenen Körpers kann dieses verhindern. Hiermit ist nur eine von mehreren Vorsichtsmaßnahmen beschrieben, die eingehalten werden müssen. Solltest du nicht das nötige Wissen besitzen, um die Umbaumaßnahmen für dich durchzuführen, suche bitte einen Fachmann auf.

Kommentare

Schade, daß hier die Vorteile einer HDD nicht erwähnt werden.

In Bezug Langlebigkeit muß sich die SSD erst noch erweisen.

 

Ich habe noch alte HDDs in Gebrauch, welche ich mal aus alten Windows 98 Rechnern ausgebaut hatte.

Die laufen wie eh und je.

Ich habe inzwischen meine eigenen Rechner sämtlich auf SSD umgestellt. Bei Kundenrechnern mache ich bei Festplattendefekten zur Bedingung das SSD´s eingebaut werden dürfen. Dabei achte ich aber auf Qualität. 

 

Wichtig ist auch eine "SSD-Optimierung" des Betriebssystems vorzunehmen (Schnellstart deaktivieren, keine Indexierung, keine Defragmentierung usw.). Wer die Handarbeit scheut, das Tool SSDFresh ist ebenfalls hilfreich.

Man sollte sich auch Schlau machen, welches Format der SSD auch wirklich in z.B. den Laptop passt. Einige Laptops bieten zwar einen 2,5" Schacht, der ist allerdings schon mit der normalen HDD belegt, sodass u.U. nur noch eine SSD im M.2 Format rein passt. Und selbst da muss man schauen wie lang die SSD da sein muss und ob sie im M.2 Format einen S-ATA Anschluss oder ein NVMe "Anschluss" braucht.

Für Laien doch durchaus kompliziert.

 

@Herr von Bödefeld 

SSDs sind doch schon etwas älter als du denkst.

Die halten in etwa 6-7Jahre bei normaler Nutzung und gutem Umgang. HDDs halten auch nicht soooo viel länger.

Und im Gegensatz zu HDDs sind sie schneller und im Enterprise Bereich auch deutlich größer (bis zu 100TB pro SSD aktuell).

 


@FelixKruemel  schrieb:

...

Die halten in etwa 6-7Jahre bei normaler Nutzung und gutem Umgang. HDDs halten auch nicht soooo viel länger.

Die älteste HDD die ich noch habe ist von 2001.

Also 18 Jahre alt.

Mit CrystalDiskInfo ausgelesen und sieht noch gut aus. Zwinkernd

Allerdings läßt die Speicherkapazität zu wünschen übrig.

Stolze 20 GB. Überglücklich

@Herr von BödefeldDie Lebensdauer von SSDs hängt nach aktuellen Untersuchungen eigentlich nur noch von den geschriebenen Terrabytes ab. Untersuchungen der c't haben ergeben, dass bis jetzt die Herstellerangaben / Garantiezusagen  i.d.R. mindestens +100% übertroffen werden. Normale Desktopnutzung incl. aller Updates > 6-7 Jahre.

Bleibt damit nur noch der Preis-Unterschied und die 'Fast-Unmöglichkeit', auch im Labor nach einem Crash ggf. noch Daten auslesen zu können. Eine verschlüsselt betriebene SSD ist so ziemlich das sicherste Medium, das wir kennen.

 

Gelöschter Nutzer

Alles richtig beschrieben , aber da haben wir noch zb. Den CPU , den Arbeitsspeicher und der kann die SSD Festplatte wieder ausbremsen wenn keine aktuellen Module inkl. ausreichender Speicherplatz vorhanden.

MfG 

@Gelöschter Nutzer 

Wenn du so anfängst müsstest du auch noch auf die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers eingehen. Nicht nur die Kapazität spielt eine Rolle. Ein neuer Laptop sollte aber mittlerweile mindestens 16GB RAM haben.

 

Zudem ist bei SSDs vorallem der Cache wichtig. Je größer der desto länger hält sie (da mehr Zeit zum koordinierten Überschreiten von Blöcken) und desto schneller ist sie.

SSDs ohne Cache (z.B. billige China Modelle) sind im Normalbetrieb langsamer als HDDs

Ich halte mich für IT-interessiert, beim Thema SSD und Varianten blicke ich aber auch nicht so durch. Bisher hatte ich "normale" 2,5" SATA HDDs/SSDs. Aspire hat wohl schon M2, dran kommste da nicht wirklich. Höchstens wieder mit alles raus wie letztens beim XMG auseinandernehmen. Wegen Displaykabeltausch. Da habe übrigens das erste Mal den mSATA Steckplatz entdeckt. Gleich mal so Platte bestellt. Was heißt Platte, es ist ja nur noch so SSD Speicherriegel Überrascht, krass.

 

Ansonsten hat Amazon nur WD Schrott geliefert weil defekt. Von wegen "wie neu" oder "sehr gut", nützte auch der 20% Prime Day Rabatt nüscht. Die mSATA war als Einzige nutzbar, habe ich auch behalten. Wie immer bei mir Samsung SSD. Ich weiß gar nicht, was die da ständig ändern? Habe jetzt drei Generationen: 840 EVO, 850 EVO und jetzt eben 860 EVO mSATA.

@jm2c 

Von Generation zu Generation werden die Controller geändert und meist deutlich mehr Cache hinzugefügt was die SSD deutlich schneller machen kann.

 

Die neuen PCI Express 4.0 (bei Ryzen 3000er Prozessoren) sind auch nochmal deutlich schneller (ca. mit 5000-6500MByte/s doppelt so schnell wie die alten), benötigen aber teils sogar aktive Kühlung. Auch das Board hat da mittlerweile einen eigenen Lüfter drauf (nicht wirklich hörbar allerdings, habe vor kurzem aufgerüstet). https://www.gigabyte.com/de/Solid-State-Drive/AORUS-NVMe-Gen4-SSD-2TB#kf

Auf was man alles achten muss Fröhlich, dann ist die 860 mSATA wohl nicht mehr so taufrisch. Na macht nüscht, Preis passte. Samsung gibt auch 5 Jahre Garantie oder 300 TB TBW (Total Bytes Written) Mindestgesamtschreibdatenmenge. Ich habe mal auf meine älteste 840 geguckt: 10,6 TB TBW, ich glaube, das dauert noch, bis die auseinander fällt. Die SSD in der PlaySi ist wahrscheinlich eher platt. Aber da kann ich schlechter TBW auslesen.