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        Fallbackprofil bei Vectoring

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        Hubert Eder Community Guide
        Community Guide
        (2.950 Ansichten)

        Was verstehst man unter dem Fallbackprofil bei Vectoring?

        Weil bei Vectoring eine Leistungsanpassung in Abhängigkeit zu anderen Anschlüssen im Kabel erfolgt, kann ein gestörter Anschluss auch andere VDSL-Verbindungen im Kabel negativ beeinflussen. Um dies zu verhindern, wird ein VDSL-Anschluss, dessen Leitung galvanisch auffällig ist oder dessen Modem keine klare Rückmeldung an den MSAN liefert, automatisch in ein Störprofil geschaltet.

         

        Durch dieses Vectoring-Fallbackprofil wird bewirkt, dass sich der gestörte Anschluss nur noch in einem Frequenzbereich außerhalb des von Vectoring genutzten Bereiches der Bitallokation aufsynchronisieren kann. Das bedeutet alle Frequenzen oberhalb von 2,2 MHz sind in diesem Profil gesperrt und können nicht verwendet werden.

         

        Ein VDSL-Anschluss der in einem solchen Profil läuft ist daher an nur einem Up- und Downstream-Band, dass abrupt bei 2,2 MHz aufhört in der Allokation erkennbar.

         

        Wie kann das Profil wieder aufgehoben werden?

         

        Zuerst muss klar sein, was überhaupt ein Fallen in das Störprofil ausgelöst hat.

        Das kann ein galvanischer Fehler sein, wie zum Beispiel eine Unsymetrie der Leitungsaderkapazitäten. Das tritt immer dann auf, wenn eine Ader unterbrochen ist oder Berührung mit einer anderen Ader hat. Es kann ein Hardware Fehler im VDSL-Modem sein, der einen Isolationsfehler erzeugt.

         

        Ebenso wird das Störprofil ausgelöst, wenn das Modem kein Vectoring beherrscht oder die Vectoring-Engine Probleme hat, diese richtig zu verstehen.

         

        Ist der Fehler beseitigt, so kommt es darauf an, von welchem Hersteller die VDSL-Technik stammt.

        Bei den MSAN von Alcatel Lucent wird zwei Minuten nach Beseitigung der Fehlerquelle das Fallbackprofil wieder automatisch aufgehoben und die maximal mögliche Synchronisations-Bandbreite ist wieder erreichbar.

        Beim Hersteller Adtran ist erst ein Linereset des VDSL-Ports durch den technischen Service notwendig um das Profil aufzuheben.

        Auch beim Hersteller Adtran wird mittlerweile  das Profil automatisch wieder aufgehoben, wenn die Beeinträchtigung behoben ist.

         

        Es gibt ein zusätzliches Fallback-Profil auf das VDSL-17a-Profil für nicht-Supervectoring-fähige Router an einem Supervectoring Anschluss. Die Bitallokoation reicht dann nur bis 17 Mhz und nicht wie beim Supervectoring Profil 35b bis 35 Mhz.