Gelöst

Peering Probleme bei der Telekom bei Zugriff auf Cloudflare (Discord etc.)

vor 23 Tagen

Hallo zusammen,

ich muss an dieser Stelle nun leider auch mal meinem Unmut Luft machen. Ich werde versuchen, sachlich zu bleiben, aber ich bin echt wütend. Ich bin seit mittlerweile 2007 dauerhaft Kunde bei der Telekom und war immer zufrieden, aber in letzter Zeit geht es einfach zu weit.

Problembeschreibung:

Es gibt ja bereits diverse Forenbeiträge zu dem Thema, ich habe mich aber bewusst dafür entschieden, nochmal einen zu eröffnen, da nur, wenn sich genug Leute beschweren, auch ganz vielleicht etwas passiert. Wie viele andere habe ich seit Monaten immer mal wieder Probleme auf Dienste hinter Cloudflare zuzugreifen. Allen voran ist hier Discord zu nennen, wo die Anmeldung zu Stoßzeiten ewig dauert. Bisher war es erträglich (aber auch da schon eine Frechheit, da Freunde, die nicht bei der Telekom sind, zur gleichen Zeit keinerlei Probleme hatten), aber In letzter Zeit hat es sich dann soweit zugespitzt, dass ganze Abende lang gar keine Anmeldung mehr möglich war.

Um Probleme bei Discord und meinem internen Netzwerk auszuschließen, habe ich dann einfach mal versucht, via Nord VPN auf Discord zuzugreifen und siehe da, es funktioniert auf Anhieb tadellos und performant. Selbiges gilt für andere Dienste hinter Cloudflare und das ganze reproduzierbar an verschiedenen Abenden und Wochentagen. Auch wenn ich statt über meinen Telekom-Festnetzanschluss über einen LTE -Stick an meiner FritzBox über das o2-Netz und dann ohne VPN darauf zugreife funktioniert es problemlos. Sobald ich wieder auf die Telekom wechsle, klappt die Verbindung wieder nicht oder nur sehr schleppend.

Und nein, das ganze liegt nicht an der Leitung. Ich habe auch diverse Speedtests und Tests über "netzbremse.de" durchgeführt und die Leitung an sich hat die vollen 250Mbit im Downstream und 40Mbit im Upstream.

Das Ganze kann also nur an den bereits auch hier in meheren Forenbeiträgen bereits beschriebenen Peering -Problemen oder besser gesagt (aus meiner Sicht) der Gier der Telekom liegen, die sich nicht bzw. nur mit sehr geringer Bandbreite an öffentlichen Internetknoten wie DE-CIX anbindet. Stattdessen möchte die Telekom lieber von Anbietern wie Cloudflare auch noch Geld sehen, um schnellen und performanten Zugang zu Ihren Kunden zu ermöglichen.

Und das "lustigste" an der Sache ist, dass selbst Telekom-hilft Mitarbeitende mittlerweile VPN -Lösungen empfehlen (mehfach auf X gesehen, Screenshot anbei), um die (auch wieder aus meiner Sicht) bewusst provozierten Engpässe zu umgehen. 

Für einen ISP , der sowieso schon die höchsten Preise in Deutschland aufruft, halte ich das schlicht für eine Frechheit. Ich werde mir sicherlich nicht dauerhaft ein kostenpflichtiges VPN zulegen.

Falls jemand eine andere Erklärung für die Probleme hat oder sogar eine Lösung, bin ich definitiv offen, ansonsten werde ich wohl oder übel um eine Kündidung zum Ende meiner Vertragslaufzeit (Oktober dieses Jahr) nicht herumkommen.

VG

Roland

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vor 20 Tagen

von

Gelöschter Nutzer

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    • Akzeptierte Lösung

      akzeptiert von

      vor 23 Tagen

      @Rippchen87

      Mal eine offizielle Antwort 

      Liegt nicht an Telekom 

      Hier die -Antwort- eines Teamies  

      Die Telekom hat keinen Einfluss darauf, über welche Wege Diensteanbieter ihre Verkehre in unser Netz leiten. Grundsätzlich stehen ausreichend Kapazitäten zur Verfügung. Temporäre Beeinträchtigungen können entstehen, wenn externe Partner ihre Verkehrswege ändern. Unsere Netze funktionieren stabil - wir sind auch stets im Austausch mit Partnern, um einen reibungslosen Daten-Austausch auf den verschiedenen Netzebenen herzustellen.

      62

      von

      vor 23 Tagen

      Kurzes Update von meiner Seite:
      Ich habe dazu eine Anfrage an chip.de und connect.de geschickt.

      Aus meiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn Netztests künftig nicht nur das Zugangsnetz (VDSL/Glasfaser, Geschwindigkeit, Latenz) bewerten, sondern zusätzlich auch die Erreichbarkeit konkreter Dienste bzw. Zielnetze. Also z. B. Übertragungsrate, Paketverluste und Stabilität zu typischen CDN -basierten Diensten.

      Dann ließe sich transparent erkennen, welche Anbieter nicht nur ein gutes Zugangsnetz, sondern auch ein gutes Peering bzw. eine gute Anbindung an andere Netze haben – was für die tatsächliche Internetnutzung entscheidend ist.

      Zur Einordnung und weiteren Diskussion habe ich das Thema auch hier aufgegriffen:
      http://www.geteilt.de/forum/viewtopic.php?f=52&t=12550

      Gruß Robert

      von

      vor 22 Tagen

      Glaube, das Problem wird absehbar nicht mehr besser. Seit ich bei der Telekom meinen Vertrag hatte (>3 Jahre), war das Peering zu Cloudflare schon eher mies, aber grade noch so akzeptabel. Dadurch, dass mein Vertrag lange für ein MagentaEins Vorteil benutzt wurde, war das alles schon insgesamt ok. Seit kurzem wird der nicht mehr benutzt und seit etwa ab dem 20.01 ist das Peering zu Cloudflare nochmal weiter krachend schlechter geworden.

      Momentan macht die Telekom nicht mehr so wirklich den Eindruck als seriöser ISP , sondern eher als "Buschfunk, wo Pakete manchmal ankommen, wenn die Tageszeit stimmt".

      Zur Position der Telekom mit "Aber Cloudflare ist Schuld". Bitte was?

      1. Interessiert mich das als Endkunde auch einfach nicht, wer Schuld ist. Es gibt Problem, löst Problem. "Aber der andere ist schuld" macht zum einen ein Eindruck, wie wenn sich Kleinkinder im Kindergarten streiten und zum andern seht einfach zu, dass ihr euch einigt und zwar unter fairen Bedingungen. o2 und 1&1 kriegen das nämlich hin. Als Tier 1 ISP sollte man dazu ebenfalls absolut bestens in der Lage sein.

      2. Kann ich die Aussage einfach nicht abkaufen. Wie viel muss Cloudflare wohl im free tier über Arelion für den Transit zahlen (ohne selbst davon was zu verdienen), dass das günstiger ist, als das, was die Telekom an Schutzgeld erpressen will. Ich sag nur Stichwort Netzneutralität.

      3. Die Support-Lösung, dass ein VPN ja hilft, dazu muss man echt nichts mehr sagen.

      Ich arbeite beruflich momentan mit einem Telekomtechniker zusammen. Technisch fit, aber tut mir wirklich sehr leid, dass der unter so einem Management arbeiten muss.

      Ende der Geschichte: Mein Vertrag ist gekündigt und ich wechsel zu o2. Ich wunder mich auch, dass die günstiger sind und die Telekom die Verträge für Bestandskunden jetzt nochmal um 2 Euro teurer machen will, wegen steigenden Betriebskunden? 8 mal wurde ich von euch angerufen zur Kundenrückgewinnung, kann man ja nicht mal mehr an einer Hand abzählen. Bin kein einziges mal rangegangen.

      Einfach kündigen. Die Telekom nimmt das Problem nicht ernst und es gibt Alternativen. Bei DSL sind das maßgeblich o2 (da kriegt jeder o2 Routing) und 1&1 (Achtung: Kommt auf eurer Straße an, ob ihr im Telekom- Peering bleibt oder 1&1/Versatel Routing kriegt, dazu einfach hier euren Häuserblock prüfen: https://n-thumann.github.io/easybell-carrier-map/)

      von

      vor 22 Tagen

      GibGutesPeering

      infach kündigen. Die Telekom nimmt das Problem nicht ernst und es gibt Alternativen. Bei DSL sind das maßgeblich o2 (da kriegt jeder o2 Routing) und 1&1 (Achtung: Kommt auf eurer Straße an, ob ihr im Telekom- Peering bleibt oder 1&1/Versatel Routing kriegt, dazu einfach hier euren Häuserblock prüfen: https://n-thumann.github.io/easybell-carrier-map/)

      Glaube, das Problem wird absehbar nicht mehr besser. Seit ich bei der Telekom meinen Vertrag hatte (>3 Jahre), war das Peering zu Cloudflare schon eher mies, aber grade noch so akzeptabel. Dadurch, dass mein Vertrag lange für ein MagentaEins Vorteil benutzt wurde, war das alles schon insgesamt ok. Seit kurzem wird der nicht mehr benutzt und seit etwa ab dem 20.01 ist das Peering zu Cloudflare nochmal weiter krachend schlechter geworden.

      Momentan macht die Telekom nicht mehr so wirklich den Eindruck als seriöser ISP , sondern eher als "Buschfunk, wo Pakete manchmal ankommen, wenn die Tageszeit stimmt".

      Zur Position der Telekom mit "Aber Cloudflare ist Schuld". Bitte was?

      1. Interessiert mich das als Endkunde auch einfach nicht, wer Schuld ist. Es gibt Problem, löst Problem. "Aber der andere ist schuld" macht zum einen ein Eindruck, wie wenn sich Kleinkinder im Kindergarten streiten und zum andern seht einfach zu, dass ihr euch einigt und zwar unter fairen Bedingungen. o2 und 1&1 kriegen das nämlich hin. Als Tier 1 ISP sollte man dazu ebenfalls absolut bestens in der Lage sein.

      2. Kann ich die Aussage einfach nicht abkaufen. Wie viel muss Cloudflare wohl im free tier über Arelion für den Transit zahlen (ohne selbst davon was zu verdienen), dass das günstiger ist, als das, was die Telekom an Schutzgeld erpressen will. Ich sag nur Stichwort Netzneutralität.

      3. Die Support-Lösung, dass ein VPN ja hilft, dazu muss man echt nichts mehr sagen.

      Ich arbeite beruflich momentan mit einem Telekomtechniker zusammen. Technisch fit, aber tut mir wirklich sehr leid, dass der unter so einem Management arbeiten muss.

      Ende der Geschichte: Mein Vertrag ist gekündigt und ich wechsel zu o2. Ich wunder mich auch, dass die günstiger sind und die Telekom die Verträge für Bestandskunden jetzt nochmal um 2 Euro teurer machen will, wegen steigenden Betriebskunden? 8 mal wurde ich von euch angerufen zur Kundenrückgewinnung, kann man ja nicht mal mehr an einer Hand abzählen. Bin kein einziges mal rangegangen.

      Einfach kündigen. Die Telekom nimmt das Problem nicht ernst und es gibt Alternativen. Bei DSL sind das maßgeblich o2 (da kriegt jeder o2 Routing) und 1&1 (Achtung: Kommt auf eurer Straße an, ob ihr im Telekom- Peering bleibt oder 1&1/Versatel Routing kriegt, dazu einfach hier euren Häuserblock prüfen: https://n-thumann.github.io/easybell-carrier-map/)

      GibGutesPeering

      infach kündigen. Die Telekom nimmt das Problem nicht ernst und es gibt Alternativen. Bei DSL sind das maßgeblich o2 (da kriegt jeder o2 Routing) und 1&1 (Achtung: Kommt auf eurer Straße an, ob ihr im Telekom- Peering bleibt oder 1&1/Versatel Routing kriegt, dazu einfach hier euren Häuserblock prüfen: https://n-thumann.github.io/easybell-carrier-map/)

      Man kann auch darüber prüfen (Eingabe PLZ, Wohnort, Straße)

      https://www.easybell.de/api/provider-availabilities/TAL?exact_address=false&zip_code=49074&city=Osnabrück&street=Domhof&house_number=10 

      Hinweis: Die Adresse wurde willkürlich ausgesucht.

      Bei carrier muss 1U1 stehen..

      Dann zur absoluten Sicherheit, ob man "Maingau" DSL buchen könnte.

      https://www.maingau-energie.de/internet/dsl 

      Maingau nutzt nur das 1&1/Versatel Netz und ist ein Vorleistungsprodukt von 1&1.

      Uneingeloggter Nutzer

      von

    • Akzeptierte Lösung

      akzeptiert von

      vor 20 Tagen

      Hallo nochmal,

      um das Thema nun von meiner Seite aus abzuschließen: Ich habe meinen Vertrag nun gekündigt. Daraufhin kam ein Anruf von der Telekom, ob ich nicht eine schnellere Leitung buchen möchte, wenn ich Gschwindigkeitsprobleme habe (guter Witz). Ich habe zumindest kurz versucht, dem Kundendienst-Mitarbeiter das Problem zu erklären, aber ich denke nicht dass er es verstanden hat und mir ist auch bewusst, dass die "vorderste Front" da nichts machen kann. Vielleicht wird es ja dennoch irgendwo vermerkt, da ich es eigentlich auch schon in das Kündigungsschreiben geschrieben hatte.

      Außerdem habe ich noch an die BNetzA geschrieben.

      Nun habe ich noch bis Oktober Zeit die Entwicklung zu beobachten. Wenn sich bis dahin gravierend was ändert, dann bin ich auch gerne bereit, meine Kündigung zurückzunehmen, aber ansonsten ziehe ich eben weiter.

      Damit ist das Thema nun für mich erledigt.

      VG

      Roland

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