Telefonische Beratung, objektiv ungeeigneter Tarif, keine inhaltliche Stellungnahme der Telekom?

vor 2 Monaten

Hallo zusammen,

ich möchte hier einen Fall schildern, bei dem es um die Frage geht, ob eine Beratung beim Tarifwechsel objektiv bedarfsgerecht war.

Im Februar 2025 wurde im Rahmen eines Tarifchecks (eigentlich wollte ich nur Probleme mit meinem Router melden) telefonisch vorgeschlagen, mich aufgrund „neuer Glasfasertechnik“ in einen leistungsstärkeren Tarif  einzustufen.

Mir wurde gesagt:

  • bessere Leistung

  • drei Monate rabattiert

  • anschließend derselbe Preis wie mein bisheriger Tarif (MagentaZuhause L)

Auf dieser Grundlage habe ich der Umstellung zugestimmt.

Ich lebe allein in einer ca. 50 qm Wohnung. Eine besondere Nutzung (Homeoffice mit Großdatenmengen o.ä.) liegt nicht vor.

Nach Vertragsumstellung erhielt ich zusätzlich einen WLAN-Verstärker, den ich umgehend zurückgesendet habe, da dieser in meiner Wohnsituation nicht erforderlich ist. Die Telekom hat hierfür inzwischen eine Gutschrift erteilt.

Nach Ablauf der Rabattphase stellte ich fest, dass der Tarif (MagentaZuhause XL) deutlich teurer ist als mein vorheriger Tarif.

Wichtig:
Ich habe mich nicht bewusst für einen „höheren“ Tarif entschieden, sondern bin davon ausgegangen, dass mir im Rahmen des Tarifchecks ein gleichwertiger, aber technisch aktualisierter Tarif empfohlen wird.

Der Einwand „man hätte ja die Unterlagen prüfen müssen“ greift aus meiner Sicht zu kurz.
Wenn eine persönliche Beratung erfolgt und konkrete Aussagen zu Preis und Leistung gemacht werden, darf man als Kunde grundsätzlich darauf vertrauen, dass diese Angaben zutreffen. Eine Beratung soll gerade dazu dienen, technische und tarifliche Details korrekt einzuordnen.

Meine zentrale Frage ist daher:

Wie bewertet die Community folgenden Punkt:

Ist es bei einem Einpersonenhaushalt in einer kleinen Wohnung als bedarfsgerecht anzusehen, einen XL-Tarif mit entsprechend hoher Bandbreite zu empfehlen, wenn objektiv deutlich geringere Bandbreiten ausreichend wären?

Ich habe die Telekom mehrfach um eine inhaltliche Stellungnahme zur ursprünglichen Bedarfsanalyse gebeten. Bisher erhalte ich ausschließlich Antworten zur abgelaufenen Widerrufsfrist, jedoch keine Aussage zur Qualität der Beratung.

Mich interessiert auch insbesondere:

  • Wird bei einem Tarifcheck üblicherweise eine dokumentierte Bedarfsanalyse durchgeführt?

  • Wie wird entschieden, ob ein XL-Tarif objektiv sinnvoll ist?

  • Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ich möchte hier keine emotionale Diskussion führen, sondern klären, ob die Empfehlung eines objektiv überdimensionierten Tarifs als ordnungsgemäße Beratung angesehen werden kann.

Viele Grüße
My

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