Wie ist die Empfehlung der TELEKOM zum OXG-Glasfaser-Angebot ?

Hallo,

auch bei uns in Langen (südlich Frankfurt) bietet OXG kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss an.

VDSL steht zur Verfügung. Einen Bedarf zur Geschwindigkeitserhöhung haben wir derzeit und demnächst nicht.

Ein TELEKOM-GF-Ausbau ist derzeit nicht geplant (Auskunft der Buchungswebseite).

 

--> Wie soll ich mich als TELEKOM-Kunde verhalten, was ist die Empfehlung der TELEKOM ?

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A) ich unterschreibe den OXG(vodaphone)-Vertrag zum Verlegen des Hausanschlusses,

     weil - wie von den Vertriebsbeauftragten behauptet - die TELEKOM sukzessive ab 2030 die Kupfer-Infrastruktur abschaltet,

    ohne eigenes Glasfaser zu installieren.

B) ich unterschreibe den OXG-Vertrag NICHT, weil in ein paar Jahren (auf jeden Fall VOR der VDSL-Abschaltung)

auch die TELEKOM hier Glasfaser verlegen wird.

   

Anmerkung: es gibt noch andere Probleme mit dem OXG-Vertrag, die aber schon in anderen Beiträgen angesprochen wurden.

@Surfer4  schrieb:
ich unterschreibe den OXG(vodaphone)-Vertrag zum Verlegen des Hausanschlusses,

Was spricht dagegen?

@Surfer4  schrieb:
   weil - wie von den Vertriebsbeauftragten behauptet - die TELEKOM sukzessive ab 2030 die Kupfer-Infrastruktur abschaltet

 

Ist Quatsch. Kann auch später erfolgen.

 

Bis es abgeschaltet wird, wird man rechtzeitig sehr früh darüber informiert

 

Grüße @Surfer4 

Wenn die Telekom keine Kooperation mit dem Glasfaseranbieter hat oder besteht, kannst du selber entscheiden, ob du zu den Anbieter wechselst.

Ich persönlich würde zum Glasfaser wechseln.

@Surfer4 : hier hat OXG allen Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern einen kostenlosen Glasfaseranschluss angeboten. M. W. hat fast jeder den Gestattungsvertrag abgeschlossen. Da OXG kein Angebot an Endnutzer macht und der Vertrag auch keine Bedingung zur Nutzung des GF-Anschlusses enthält, sehe ich darin, sollte der Anschluss tatsächlich gelegt werden, eine Wertsteigerung meines Hauses. Vermutlich würde ich dann den Anschluss auch nutzen. Da der Bund die Förderung reduziert, kann es sein, dass OXG den Anschluss nicht legt; zumindest schließe ich das nicht aus. Wenn innerhalb der nächste 2-3 Jahre nichts passiert, dann dürfte sich das Thema erledigt  haben. 
Sollte, was ziemlich unwahrscheinlich ist, die Telekom oder ein anderes Unternehmen hier Glasfaser verlegen wollen und ein vergleichbares Angebot machen, in meinem Keller ist viel Platz, auch für drei GF- Modems. 

Gegen den OXG-Vertrag spricht:

- es ist kein Verlegetermin/zeitraum angegeben, kann auch erst in 15 Jahren (z.B. erst nach einem Telekom-GF-Anschluss sein), das wäre sinnlos

- es gibt für mich mit VDSL derzeit keinen Grund, irgendwas zu tun; einziger Grund könnte der erwähnte zukünftige Zwang durch die Kupfer-Abschaltung sein, wenn die nicht kommt, wäre die Installation sinnlos

- es gibt (nach meiner Kenntnis) keine Kooperation zwischen OXG und Telekom, d.h. die Nutzung des Glasfaser-Anschlusses wäre

   auf jeden Fall ein Anbieter-Wechsel, den ich - nach allem was ich so lese - nicht möchte

 

Für den Vertrag spricht:

- wäre eine Zukunftsinvestition, die auf jeden Fall dann sinnhaft wäre, wenn die Telekom dauerhaft keine GF-Installationsabsichten in unserer Gegend hat.

 

Und damit kann ich meine eigentliche Frage auch so formulieren: macht die Telekom eine eigene GF-Versorgung vor der VDSL-Abschaltung ?

 

@Surfer4  schrieb:
es ist kein Verlegetermin/zeitraum angegeben, kann auch erst in 15 Jahren

Verstehe, wäre aber auch egal, oder?

Die einzige Farge die sich mir stellen würde: welche Verpflichtungen gehst Du ein?

 

@Surfer4  schrieb:
macht die Telekom eine eigene GF-Versorgung vor der VDSL-Abschaltung ?

ich denke nein, warum auch?

@Surfer4  schrieb:
Für den Vertrag spricht:

Ein Tipp was noch dafür spricht. Voraussetzung du bist Eigenheimbesitzer.

Laut Haus & Grund geht man von einer Wertsteigerung der Immobilie von 5-8% aus.

Glasfaser ist um einiges stabiler als Kupfer gegenüber Beeinflussungen von außen.

 

@Surfer4  schrieb:
macht die Telekom eine eigene GF-Versorgung vor der VDSL-Abschaltung ?

Eher nicht. Tim Höttges sagte zum flächendeckenden Ausbauziel 2030 folgendes.

"Die Deutsche Telekom wird bis 2024 insgesamt zehn Millionen Haushalte mit FTTH versorgen. Ziel bleibt die flächendeckende Versorgung bis 2030. Jeder soll FTTH bekommen. Der Großteil von uns, ein Teil von den Wettbewerbern“

 


@Surfer4  schrieb:

Gegen den OXG-Vertrag spricht:

- es ist kein Verlegetermin/zeitraum angegeben, kann auch erst in 15 Jahren (z.B. erst nach einem Telekom-GF-Anschluss sein), das wäre sinnlos

- es gibt für mich mit VDSL derzeit keinen Grund, irgendwas zu tun; einziger Grund könnte der erwähnte zukünftige Zwang durch die Kupfer-Abschaltung sein, wenn die nicht kommt, wäre die Installation sinnlos

- es gibt (nach meiner Kenntnis) keine Kooperation zwischen OXG und Telekom, d.h. die Nutzung des Glasfaser-Anschlusses wäre

   auf jeden Fall ein Anbieter-Wechsel, den ich - nach allem was ich so lese - nicht möchte

 

Für den Vertrag spricht:

- wäre eine Zukunftsinvestition, die auf jeden Fall dann sinnhaft wäre, wenn die Telekom dauerhaft keine GF-Installationsabsichten in unserer Gegend hat.

 

Und damit kann ich meine eigentliche Frage auch so formulieren: macht die Telekom eine eigene GF-Versorgung vor der VDSL-Abschaltung ?

 


Und wer kann dir heute schon sagen ob es in 5 Jahren nicht doch möglich wäre via Telekom auf das OXG Netz zuzugreifen. 

Ob bis zur Kupferabschaltung die Telekom bei dir noch mal Glasfaser legt ist ein reiner Blick in die nebelige Glaskugel.

 


@Surfer4  schrieb:Gegen den OXG-Vertrag spricht:

- es ist kein Verlegetermin/zeitraum angegeben, kann auch erst in 15 Jahren (z.B. erst nach einem Telekom-GF-Anschluss sein), das wäre sinnlos


Wenn OXG keine Glasfaser verlegt, verlierst du genau was? - Nichts!

 

- es gibt für mich mit VDSL derzeit keinen Grund, irgendwas zu tun; einziger Grund könnte der erwähnte zukünftige Zwang durch die Kupfer-Abschaltung sein, wenn die nicht kommt, wäre die Installation sinnlos

Es ist sicher gut, dass dokumentiert ist, wo überall Kupfer verlegt ist, schon um es bei steigenden Kupferpreisen irgendwann zu bergen. :lächelndes_Gesicht_mit_lächelnden_Augen: Abschalten wird man es aber erst dann, wenn damit kein Geld mehr zu verdienen ist. Wann das der Fall sein wird?  Beim derzeitigen Ausbautempo von Glasfaser sicher irgendwann in den nächsten 50-100 Jahren. Bis dahin ist das ein Popanz, der von Drückern gern mal aufgebaut wird.

- es gibt (nach meiner Kenntnis) keine Kooperation zwischen OXG und Telekom, d.h. die Nutzung des Glasfaser-Anschlusses wäre auf jeden Fall ein Anbieter-Wechsel, den ich - nach allem was ich so lese - nicht möchte

Die Zeiten ändern sich. Was heute gilt ist morgen Schnee von gestern. Wenn hier Glasfaser liegt und die Telekom kein Angebot macht, dürfte sie die Mehrzahl der Kunden in unserer Siedlung verlieren. Schließt du aus, dass sich die Telekom pragmatisch verhält? - Ich kenne ja deine offenbar innige Verbindung mit der Telekom nicht. Ich jedenfalls bin mit keinem unserer Lieferanten verheiratet. 
Was, wenn OXG Glasfaser verlegt, nur bei dir nicht und dann die Telekom wegen sinkender Nutzer tatsächlich abschalten würde?


@Surfer4  schrieb: Für den Vertrag spricht:

- wäre eine Zukunftsinvestition, die auf jeden Fall dann sinnhaft wäre, wenn die Telekom dauerhaft keine GF-Installationsabsichten in unserer Gegend hat.


Er ist auch sinnvoll, wenn dadurch, ohne eigene Nutzungsabsicht, der Verkaufswert des Hauses steigt. Zudem ist Glasfaser weniger störanfällig.
Was die Absichten der Telekom betrifft: hier in Hamburg verkündet die Telekom seit 2018/19, dass sie „in den nächsten Jahren“ 540.000 Glasfaseranschlüsse legen wird. Das wären allerdings gerade mal 50%, es gibt hier ca. 1,1 Mio Haushalte, wobei primär in Gebieten mit Mehrfamilien ausgebaut wird. Zudem ist „in den nächsten Jahren“ keine sonderlich präzise Aussage und ebenso Werbung wie die behauptete Zahl der Anschlüsse. Ende 2022 waren es ca. 100.000. Wenn das Ausbautempo so bleibt, wird die Vollendung also wohl dauern. OXG will angeblich 300.000 Anschlüsse legen. Der Senat der Stadt hat sich an willy.tel beteiligt, die hier seit Jahren vor allem Mehrfamilienhäuser anschließen. Ich wohne in einer Siedlung mit Einfamilien- und Doppelhäusern. Für die gibt es von der Telekom nicht einmal die Ankündigung der Absicht für eine Planung. Meine Prognose ist daher, dass ein Ausbau der Telekom 100 Jahre nach meinem Ableben nicht völlig unwahrscheinlich aber nicht sicher ist.  D.h. für mich, dass jeder, der hier wenigstens einen Anschluß legen will, herzlich willkommen ist, und das völlig unabhängig von meinem Bedarf.

 

 

 

 

Für mich ist es mehr eine Frage der Perspektive, bin ich Eigentümer/Vermieter oder bin ich nur der Mieter in einer Wohnung.


@fdi  schrieb: Für mich ist es mehr eine Frage der Perspektive, bin ich Eigentümer/Vermieter oder bin ich nur der Mieter in einer Wohnung.

Natürlich! Allerdings schließt OXG m. W. nur mit Eigentümern einen Gestattungsvertrag zum Anschluß ab. Einerseits, weil auf dem Grundstück ggf. gegraben werden muss. Dann muss das Verlegerohr ins Haus (Bohrung?) und der Anschluss muss dann innen irgendwo hin. Hier gibt es nur ein Zweifamilienhaus, alles andere sind entweder Einzel- oder. Doppelhäuser. 

@mboettcher  schrieb:
Da der Bund die Förderung reduziert, kann es sein, dass OXG den Anschluss nicht legt;

Falls es sich überhaupt um einen geförderten Ausbau handelt, besteht diese Gefahr sicherlich nicht. Bei der Reduzierung von Fördergeldern geht es um die Förderzusagen an Kommunen und Landkreise. Diese stehen ziemlich am Anfang eines Förderprojektes. Mit diesen Förderzusagen in der Tasche schreiben Kommunen/Landkreise die förderfähigen Adressen aus, Anbieter wie Telekom oder OXG machen Angebote. Und der Internetanbieter der den Zuschlag bekommt macht sich dann an die Vermarktung und den Ausbau. Wenn man also im Rahmen eines geförderten Ausbaus das Angebot für einen Glasfaseranschluss bekommt sind die Fördergelder schon längst bewilligt.

 

Wobei ich von OXG noch nicht gehört habe dass sie irgendwo bereits geförderte ausbauen. Die sind ja noch nicht so lange aktiv, und Förderprojekte haben lange Vorlaufzeiten. Und Hauptaufgabe von OXG ist der Überbau des Vodafone-Kabelnetzes (70-80% des geplanten Ausbauvolumens). Da gibt es sowieso keine Förderung.

@mboettcher  schrieb:
Zudem ist „in den nächsten Jahren“ keine sonderlich präzise Aussage und ebenso Werbung wie die behauptete Zahl der Anschlüsse. Ende 2022 waren es ca. 100.000.

Ich kenne die Ankündigung von den 540.000 Haushalten erst aus dem Jahr 2021, und da hieß es dann nicht "in den nächsten Jahren", sondern "bis Ende 2025". Aktuell spricht die Telekom von 400.000 Haushalten die Glasfaser bestellen können. Das ist dann wohl die Zahl der Haushalte in den Gebieten, in denen die Telekom FTTH (Vor-)Vermarktet oder bereits ausbaut oder bereits ausgebaut hat. 540.000 Bis Ende 2025 wird das sportlich. Andererseits: wenn diese Zahl Seite Ende 2022 um 300.000 zugenommen hat könnte das hinkommen. Würde dann aber ziemlich sicher Gebiete beinhalten die erst 2026 ausgebaut werden, also doch eine kleine Verschiebung gegenüber den Plänen von 2021.

 


@HappyGilmore  schrieb:

 

Tim Höttges sagte zum flächendeckenden Ausbauziel 2030 folgendes.

"Die Deutsche Telekom wird bis 2024 insgesamt zehn Millionen Haushalte mit FTTH versorgen. Ziel bleibt die flächendeckende Versorgung bis 2030. Jeder soll FTTH bekommen. Der Großteil von uns, ein Teil von den Wettbewerbern“

 



Diese Aussage ist hilfreich, weil zumindest ein Indiz dafür, dass sich Telekom und Wettbewerber bewußt in den Markt teilen und dann (hoffentlich) auch wechselseitig die "letzte Meile" für Angebote nutzen.

Inzwischen habe ich auf der Webseite der Stadt Langen zum GF-Ausbau noch die Aussagen gefunden, dass

 - die Telekom bis 2030 flächendeckend im ganzen Stadtgebiet GF-Anschlüsse zur Verfügung stellt und dass

 - OXG als "WEITERER ANBIETER" im Süden Langens ebenfalls GF-Anschlüsse bereitstellt.

 

So sehr eine Flächenaufteilung effizient und logisch wäre (und damit auch meine Unterschrift unter den OXG/Vodafone-Vertrag folgerichtig): ich kann es den obigen Aussagen nicht entnehmen. Ich habe deswegen bei der Stadt um Klarstellung gebeten. Sollte ich eine Antwort erhalten, teile ich das hier.


 



@mboettcher  schrieb: in meinem Keller ist viel Platz, auch für drei GF- Modems. 

Das kann man so sehen.

Mich stört allerdings jedes unnötige Loch in meiner Außendämmung genauso wie verschwendetes Steuergeld (denn kostenlos ist ja der OXG-Anschluss (und auch der Telekom-Anschluss) zumindest teilweise durch staatliche Förderung, nehme ich an).

 

Vielleicht gibts ja hier nächste Woche noch Aufklärung von der Telekom selbst.

@Surfer4  schrieb:
(denn kostenlos ist ja der OXG-Anschluss (und auch der Telekom-Anschluss) zumindest teilweise durch staatliche Förderung, nehme ich an)

Nein. Der größte Teil des FTTH-Ausbaus ist eigenwirtschaftlich. Und auch bei eigenwirtschaftlichem Ausbau sind kostenlose Hausanschlüsse üblich.

 

Damit der Ausbau gefördert wird muss

  1. der Adresspunkt unterversorgt sein (z.B. keine Versorgung über Kabelnetz)
  2. die Kommune oder der Landkreis muss die Versorgung dieser Adresspunkte ausschreiben

Und der Gewinner der Ausschreibung baut dann aus und bekommt die Fördergelder. Damit ist die Adressen auch nicht mehr förderfähig, d.h. Kommune oder Landkreis kann die Adresse nicht für einen zweiten FTTH-Ausbau ausschreiben. Würde sie auch nicht machen, das kostet ja auch die Kommune/den Landkreis auch Geld, denn in der Regel müssen die einen Eigenanteil zahlen.