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        Was ist eigentlich ein "splitterloser Anschluss" oder "Annex J"?

        Telekom hilft Team
        Telekom hilft Team
        Beitrag: 1 von 1

        Aktuell bieten wir für die IP-basierte Telefonie nach Möglichkeit den „splitterlosen” Anschluss an, der technisch auf dem Annex J basiert.

        Folgende Fragen beantworten wir hier für Sie:


        Was bedeutet „Annex J” technisch?

        Beim im Deutschland früher üblichen Annex B bleibt das untere Frequenzband bis 120 kHz dem Telefonsignal vorbehalten, das DSL-Trägerband beginnt erst ab 138 kHz. Gerade dieser niedrige Frequenzbereich ist aber im Kupferkabel besonders reichweitenstark, denn er wird weniger stark gedämpft als die höheren Frequenzen.

        Beim Annex J wird nun auch dieser Frequenzbereich für das DSL-Signal genutzt.


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        Wieso heißt der Annex-J-Anschluss „splitterlos”?

        Der Annex-J-Anschluss kommt ohne Splitter aus, weil es nur noch ein einziges Signal gibt: das DSL-Signal, in dem auch das Telefonsignal transportiert wird. Das DSL-Endgerät erhält das DSL-Signal direkt von der Telefondose.

        Falls früher ein Splitter im Einsatz war, muss er entfernt werden – bei Universal (ISDN) auch der NTBA.

         

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        Welche Vorteile bietet der Annex J für mich als Kunden?

        • höhere Durchsatzraten insbesondere im Upload,
        • weniger „Dosen- und Kabelsalat”,
        • Telefongespräche in HD-Qualität, sooft auf beiden Seiten geeignete Geräte im Einsatz sind.

         

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        An welchen Anschluss-Typen ist der Annex J verfügbar?

        Da der Annex J kein eigenes Frequenzband für das Telefonsignal bereitstellt, wird er stets als IP-basierter Anschluss geschaltet. Als DSL-Typ kommt DSL-RAM zum Einsatz.

         

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        Ist jeder IP-basierte Anschluss auch ein Annex-J-Anschluss?

        Nein, denn IP-basierte Anschlüsse können natürlich auch mit Annex B geschaltet werden.

         

        Voraussetzung für das Produkt IP-basierte Telefonie ist „nur”, dass ein DSL-Signal mit hinreichender Mindestdurchsatzrate im Down- und Upstream bereitsteht; bei ADSL mit Annex B ist dies ab DSL 3000 der Fall, an Annex-J-Anschlüssen dank der höheren Upstream-Rate bereits ab DSL 384 IP.

         

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        Woran erkenne ich, ob mein Anschluss mit Annex J läuft?

        1.

        Anhand Ihrer Vertragsdaten können Sie einen Annex-J-Anschluss leicht erkennen:

         

        Das kleinste Annex-J-Produkt heißt „DSL 384 IP”; bei allen übrigen Annex-J-Produkten trägt die angegebene DSL-Rate den Zusatz „RAM IP” oder „TV IP”. Auf älteren Vertragsunterlagen findet sich der Zusatz „ohne Splitter”.

         

        2.
        Ein DSL-Anschluss mit Annex J wird nur synchron wie vorgesehen, wenn *kein* Splitter zwischen Router und Telefondose geschaltet ist und das Signal direkt von der Telefondose auf die DSL-Buchse des Routers übertragen wird.

        Ursache: der Splitter lenkt den unteren Frequenzbereich ja auf die TAE-Buchsen an der Splitterfront, so dass das DSL-Signal nicht komplett beim DSL-Endgerät ankommt.

        Fehlerbild: Die DSL-Synchronisierung scheitert komplett, oder der Durchsatz im Upstream ist deutlich geringer als zu erwarten.

         

        Lösung: Splitter entfernen, Telefondose und Router direkt per DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss miteinander verbinden.

         

        3.
        Annex J ermöglicht deutlich höhere Upstreams. Diese können Sie auch in Ihrem DSL-Router auslesen. Hier ein Vergleich:

        Annex B
        (Standard-, Universal-
        *oder* IP-basierter Anschluss)

        DSL-Produkt Upstream bis zu . . .
        2000 384 kbit/s
        6000 576 kbit/s
        16000 1.024 kbit/s


        Annex J
        (*nur* als IP-basierter Anschluss verfügbar)

        DSL-RAM-Produkt Upstream bis zu . . .
        2000 480 kbit/s
        6000 2.400 kbit/s
        16000 2.400 kbit/s

         

        Gut zu wissen: Die Aushandlung des Datendurchsatzes erfolgt „ratenadaptiv”, sie reagiert also auf die Leitungseigenschaften. Daher erreicht nicht jeder RAM-Anschluss die hier genannte Höchstrate.

         

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        Was muss ich als Annex-J-Nutzer bei mir zuhause beachten?

        Die DSL-Buchse Ihres DSL-Endgerätes muss direkt mit der Telefondose verbunden sein. Dafür erhalten Sie von uns kostenfrei das DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss. Den DSL-Splitter und alle übrigen Kabel zwischen Router und Telefondose entfernen Sie bitte – bei Universal (ISDN) auch die Kabel zwischen Router und NTBA sowie den NTBA selbst.

        Wie an jedem IP-basierten Anschluss gilt auch für Annex-J-Anschlüsse: Damit Sie wie gewohnt telefonieren können, muss der Router für die Nutzung der IP-basierten Telefonie eingerichtet werden. Ihre IP-basierten Rufnummern müssen mit gültigen Registrierungsdaten im Router eingetragen und die Festnetz-Telefonie im Router deaktiviert sein.

         

        Beim Umstieg hilft Ihnen auch unser MAGENTA Service mit einem Hilfe-Video:

        IP-basierter-Anschluss: Vorbereitung, Verkabelung und Routerkonfiguration

         

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        Welche Router kann ich am splitterlosen Anschluss einsetzen?

        Geeignete Speedport Router sind die Modelle Entry, Entry 2, Hybrid, NEO, W 504V, W 723V, W 724V und W 921V.

         

        Steigen Sie gleichzeitig auf VDSL um? Dann sind die Modelle Entry und W 504V ungeeignet. Alle übrigen Speedport Router unterstützen VDSL: der W 723V bis 50 Mbit/s, die anderen bis 100 Mbit/s.

         

        Darf's zusätzlich auch Entertain sein? Mit dem Speedport Entry, Entry 2 oder W 504V klappt das nicht. Bitte ersetzen Sie ihn durch ein anderes geeignetes Speedport Modell.

         

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        Was ist das „DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss”?

        Dieses spezielle Kabel hat zwei unterschiedlich codierte Enden: Die eine Seite passt in die mittlere Buchse Ihrer Telefondose, die andere in die DSL-Buchse Ihres Routers. Diese Steckerkombination wird als „TAE auf RJ45” bezeichnet. Zu Messzwecken enthält das Kabel einen Prüfwiderstand als „galvanische Signatur” – daher heißt es im Fachjargon auch „GS-Kabel”.

         

        ein DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss, wie es aktuell dem Speedport W 724V beiliegt
        ein DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss,
        wie es aktuell dem Speedport W 724V beiliegt

         

        Sie erhalten es kostenfrei, falls es nicht mehr zur Hand ist. Dem Speedport W 504V lag es ursprünglich nicht bei; bei einem Umstieg auf den IP-basierten Anschluss bestellen Sie es bitte, falls Sie den W 504V weiterhin nutzen möchten.

         

        Gut zu wissen: Das DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss rastet in mancher älteren Telefondose nicht optimal ein; dann montiert unser Service-Techniker gern eine neue Telefondose für Sie.

         

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        Kann ich am IP-basierten Anschluss immer auf den Splitter verzichten?

        Ja, sofern Sie ein Annex-J-fähiges DSL-Endgerät nutzen. Wichtig ist aber auch dann eine geeignete Verkabelung zwischen Telefondose und DSL-Endgerät: Hierfür benötigen Sie das DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss.

         

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