Beschwerde über Störungshotline

vor 3 Jahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit Donnerstag Abend ca. 19 Uhr haben wir wieder Probleme mit Verbindungsabbrüchen an unserer DSL-Leitung.

Anfangs kam es zu Paketverlusten und niedrigeren Transferraten. Im Laufe des Abends kam es dann zu mehreren Verbindungsabbrüchen.

Nach einem Neustart des Modems schien die Verbindung vorerst wieder stabil. Im Laufe des Wochenendes brach die Verbindung dann aber wieder mehrfach ab. Zuletzt heute morgen gegen 08:53 Uhr.

 

Der Mitarbeiter der Hotline mit dem ich eben sprach (Herr S*****) meinte das Problem wäre das stark veraltete Modem dass hier eingesetzt wird.

Wir verwenden nach wie vor den Speedport Smart 2 den uns Ihr Techniker A******** G**** aufgrund des Chipsatzes voriges Jahr empfohlen hatten.
Herr G**** hatte über Monate hinweg den Anschluss gemessen, überprüft und gemonitort und dabei festgestellt, dass der im Speedport verwendete Broadcom-Chipsatz in der Konstellation mit der Technik im örtlichen DSLAM sowie der vorhandenen Kabelstrecke am wenigsten Störanfällig sei.
Zuvor hatten wir am gleichen Anschluss auch schon den Speedport Smart 3, eine Fritzbox 7590, einen DrayTek Vigor 166 sowie einen DrayTek Vigor 165 getestet.

 

Leider konnte Herr S***** den Anschluss vorerst nicht ferndiagnostizieren, da unsere zugehörigen Kundendaten zum Anschluss nicht im System aufzufinden waren. Er sprach davon, dass zuerst ein "Nimbus-Ticket" intern eröffnet werden müsse und das Kundensystem telekomseitig entstört werden müsse, was bis zu 24 Stunden dauern könnte.

 

Er verwies jedoch mehrfach darauf, dass wir einen anderen Router einsetzen sollten. Seine Empfehlung war hier eine (nicht näher bezeichnete) Fritzbox. Mit dieser "Highspeed-Leitung" würde sich "das Internet viel besser in unserer Wohnung verbreiten"... Außerdem würde sich die Möglichkeit der Endgeräte die wir gleichzeitig betreiben könnten maßgeblich erhöhen.

Ich habe hier eine Hochleistungsfirewall die mehrere 10 GBit/s Datendurchsatz schafft. Daneben sind 2 24-Port-Switche mit 10 GBit/s-Ports und 3 Access-Points aus dem Enterprise-Segment, die jeweils mehr als 300 Clients anbinden können, im Einsatz. Auf meine Rückfrage hin, wie eine Fritzbox hier die Anzahl gleichzeitig verwendbarer Endgeräte positiv verändern sollte ging er leider nicht ein.

 

Stattdessen verwies er darauf, dass unser Anschluss "nur" ein 100 MBit/s Anschluss sei und ein Upgrade auf einen Company Pro 175 durch das Supervektoring, das dann zum Einsatz käme, erheblich stabiler wäre.

Ich bin der Auffassung, dass es Aufgabe der Telekom ist uns im Rahmen unseres Vertragsverhältnisses eine stabile Internetverbindung zur Verfügung zu stellen.

Sollte der Telekom das aus technischen Gründen mit einem Company Pro 100 nicht möglich sein, mit einem Company Pro 175 jedoch schon, dann spricht aus meiner Sicht nichts dagegen uns den stabileren Anschluss zu schalten. Jedoch bin ich nicht dazu bereit dafür dann Mehrkosten zu tragen!

 

Weiterhin hatte Herr S***** einige irritierende Aussagen getätigt die ich so absolut nicht nachvollziehen konnte.
So meinte er, dass sich mit einem Upgrade zum Company Pro 175 auch der Upload auf mindestens 60-80 MBit/s steigern würde. Das wäre "technisch Fakt".
Nachdem ich auf technische Beschränkungen, die fehlende Leitungskapazität/zu hohe Dämpfungswerte und die offiziellen Tarifinfos der Telekom zu den Company Pro Anschlüssen verwiesen hatte, hielt er nochmals Rücksprache mit seinen Kollegen und sicherte zu, dass zumindest 50 MBit/s definitiv ankommen würden.

Ist das tatsächlich so? Laut den mir vorliegenden Infos sind selbst beim Company Pro 250 (bzw. bei allen kupferbasierten Anschlüssen) rein technisch nie mehr als 40 MBit möglich.
Liege ich hier falsch?

 

Herr S***** versuchte daraufhin ein Tarifupgrade mit einem Preisvorteil attraktiv zu machen.
Bei einem Upgrade zu Company Pro 175 würden die ersten 6 Monate lediglich 47,54 € kosten. Im Vergleich zum jetzigen Preis von 83,25 € würden wir also insgesamt 214,26 € sparen.
Für die restlichen 18 Monate der Vertragslaufzeit (die sich ab dem Zeitpunkt des Upgrades auf erneut 24 Monate verlängern würde), würden dann aber anstatt wie bisher 83,25 € künftig 95,14 € anfallen. Unter dem Strich würden wir monatlich bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten also 83,24 € im Mittel zahlen.
Außer Acht gelassen hat er dabei jedoch, dass bei unserem aktuellen Company Pro 100 die ersten 6 Monate ebenfalls auf 47,54 € rabattiert waren und wir daher aktuell, ebenfalls auf eine Vertragslaufzeit von 24 Monate gerechnet, im Mittel lediglich 74,32 € zahlen.
Da der effektive monatliche Preis also steigt kann von sparen kann also wohl kaum die Rede sein.

Mir wurde daraufhin unterstellt ich könne nicht richtig rechnen.

 

 

Ich hatte die Telekom kontaktiert um eine Störung zu melden.

Tatsächlich wurde dabei jedoch die gute Arbeit von Herrn G**** diskreditiert, es wurden mir gegenüber mehrfach falsche Aussagen gemacht und zuletzt wurden auch noch meine Rechenfertigkeiten angezweifelt.

Anstatt das Augenmerk auf die Beseitigung der Störung zu legen entwickelte das Gespräch sich mehr und mehr zu einer reinen Verkaufsveranstaltung.

 

Insbesondere die Falschaussagen über das Modem, die Upload-Bandbreite und der dreiste Versuch einen größeren Tarif zu verkaufen sind in der Form absolut nicht hinnehmbar.

 

Ich richte daher diese Beschwerde an Sie und fordere Sie auf dazu Stellung zu nehmen!


Sollte der Anschluss tatsächlich nur mit einem Upgrade zum Company Pro 175 stabil zu bekommen sein können Sie gerne die notwendigen technischen Anpassungen vornehmen. Wir werden in dem Fall aber, wie bereits erwähnt, keine Mehr- oder Folgekosten tragen.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

M****** M********

 

 

-----------------------------------------------

Gerne hätte ich diese Beschwerde auf einem diskreteren Weg platziert. Leider unterstützt das Kontaktformular der Telekom lediglich Anfragen mit maximal 1200 Zeichen und der Telekom-Chat war nicht erreichbar um mir hätte mitteilen zu können auf welchem Weg ich mein Anliegen alternativ hätte vortragen können.

 

Die Namen habe ich daher anonymisiert. Via PN kann ich authorisierten Usern die Namen gerne im Klartext zukommen lassen.

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