Technischer Nachweis: Peering-Engpässe bei Glasfaser 600 – Workaround über 250er Vodafone-Leitung nötig
vor 2 Stunden
Hallo zusammen,
ich wende mich an die Community und das Team von „Telekom hilft“, da ich ein Problem dokumentiert habe, das eigentlich nicht existieren dürfte. Da die üblichen Lösungsvorschläge (Router-Neustart, LAN-Verbindung, DNS-Wechsel) keine Besserung brachten, habe ich eine technische Analyse durchgeführt, die das Problem eindeutig auf unzureichende Peering -Kapazitäten Ihres Netzes zurückführt.
Das Szenario: Ich nutze einen Telekom Glasfaser-Anschluss (600 Mbit/s). In den Abendstunden (Peak-Time) ist es nahezu unmöglich, Apple TV+ oder andere bandbreitenintensive CDNs (Akamai) in nativer HD-Qualität zu nutzen. Die Bitrate bricht massiv ein, das Bild wird matschig – und das bei einem Dienst, der gerade einmal 20–30 Mbit/s benötigt. Meine Leitung ist also zu 95 % unterfordert, und trotzdem scheitert der Stream.
Der technische Beweis (SD-WAN-Versuch): Um mein lokales Netz und die Glasfaserstrecke als Fehlerquelle auszuschließen, habe ich folgenden Versuchsaufbau realisiert:
- Ich habe eine WireGuard- VPN -Verbindung (Site-to-Site) zwischen meiner Telekom-Seite und einem zweiten Standort mit einem Vodafone-Kabelanschluss (250/50 Mbit/s) aufgebaut.
- Per Policy-Based Routing habe ich den Traffic meines Apple TV gezielt über den Tunnel zum Vodafone-Gateway geleitet.
Das Ergebnis ist bezeichnend: Obwohl der Traffic nun den „Umweg“ über den (nominell deutlich schwächeren) Vodafone-Anschluss nimmt und durch den VPN -Overhead zusätzlich belastet wird, läuft der HD-Stream sofort absolut stabil und in maximaler Bitrate.
Fazit & Kritik: Es ist ein technisches Armutszeugnis, dass ich eine hochmoderne 600-Mbit-Glasfaserleitung mit einem SD-WAN-Konstrukt „austricksen“ muss, um einen 30-Mbit-Stream flüssig zu bekommen. Sobald der Traffic über das Peering von Vodafone ins Netz geht, gibt es keine Probleme. Sobald er das Telekom-Netz (AS3320) direkt verlässt, bricht die Performance ein.
Dies beweist zweifelsfrei, dass es sich um einen Engpass an den Übergabepunkten ( Peering ) zu den großen Content-Netzwerken handelt.
Meine Fragen an das Team:
- Wann werden die Kapazitäten zu den CDNs von Apple/Akamai endlich an das Niveau der verkauften Glasfaser-Anschlüsse angepasst?
- Wie sieht das weitere Vorgehen aus? Standard-Tipps (Router-Neustart, LAN-Kabel prüfen) können wir uns angesichts des VPN -Beweises sparen – das Problem liegt im Routing Ihres Backbones.
- Gibt es bereits bekannte Ausbaupläne für die betroffenen Peerings ?
Ich freue mich auf eine fundierte Antwort von jemandem aus der Netztechnik.
Beste Grüße
Tobias
13
0
0
Das könnte Ihnen auch weiterhelfen
vor 3 Jahren
784
0
2
vor 8 Monaten
79
0
8
vor 8 Monaten
196
0
25
vor einem Jahr
307
0
4
Beliebte Tags letzte 7 Tage
Das könnte Sie auch interessieren
Kaufberatung anfragen
Füllen Sie schnell und unkompliziert unser Online-Kontaktformular aus, damit wir sie zeitnah persönlich beraten können.

Angebote anzeigen
Informieren Sie sich über unsere aktuellen Internet-Angebote.

Uneingeloggter Nutzer
von