Was ist passiert und warum DSLAM max Einstellung fest

vor 3 Jahren

Hallo,

sorry vorab, ist ein wenig länger geworden als geplant.

 

Im April 2020 wurde unser Anschluss auf "bis zu 50 MBits/s" umgestellt (vorher war nur bis 25Mbit/s möglich). Der Anschluss ist mit den 50 Mbit auch stabil und ohne Verbindungsabbrüche gelaufen.
In den ausgehandelten Verbindungseigenschaften der Fritz Box war unter DLSAM-Datenrate Max. bis zum Sommer 2021 immer ein „krummer“ Wert (52xyz kbit/s) oder höher zu sehen.

Der Fehlerzähler hat bis dahin nie etwas kritisches angezeigt. Lediglich die Anzahl der korrigierten DTUs pro Minute und der letzten 15 Minuten hat mit weniger als 100 einen Wert enthalten.

 

Im Sommer 2021 war dann eines Nachts die Verbindung weg bzw. keine Synchronisation der Fritz Box mit der Vermittlungsstelle über Stunden möglich, obwohl das Signal bzw. die Gegenstelle laut Anzeige in der Box vorhanden war.
Ein Reboot der Box, danach stromlos machen und am Ende der Austausch des DSL Kabels hat jeweils keine Abhilfe geschaffen.
Stunden später (gegen 4:30Uhr) war der Sync dann erfolgreich. Allerdings nur noch mit DLSAM-Datenrate Max. von weinger als 40xyz kbit/s.

Ein erneuter Reboot der Box hat die Situation weiter verschlechtert und die Rate ging weiter runter. Aber das "Training" war dafür flott. Auf die Fehlerzähler haben wir da leider nicht mehr geachtet.
Ein Störungsticket wurde daraufhin von uns eröffnet. Eine Rekonfiguration der Leitung wurde angestoßen hatte aber leider nichts gebracht und die maximale DSLAM Rate war danach noch weiter gesunken.
Die Rekonfiguration wurde noch das eine oder andere mal neu gestartet, aber immer mit dem gleichen Ergebnis, immer weniger Geschwindigkeit. Die DLSAM-Datenrate Max. war am Ende nur noch 12xyz oder 13xyz kbit/s.

 

Ein Techniker wurde daraufhin beauftragt. Der hat bei uns im Haus gemessen und festgestellt, dass auch nicht mehr bei uns ankommt. Ein Fehler im Haus wurde daher ausgeschlossen. Er hat in der Hausanschlussdose das ankommende Aderpärchen getauscht und das dann auch im Verteiler entsprechend verkabelt. Ohne Erfolg.


Der Techniker hat uns drüber informiert, dass selbst am Verteiler nicht mehr ankommt, man daher die Strecke zwischen Verteiler und Hausanschluss auch ausschließen kann. So wie es aussehen würde, wäre eine Core-Komponente im Verteiler defekt, das muss er aber erst besorgen (es war ein Samstag).
Wie auch immer, nach dem Wochenende hat er sich dann wieder ein Techniker gemeldet und gesagt, dass doch nichts defekt und der Anschluss von Anfang an falsch in der Software der Telekom eingestellt sei, dass aber nur im Backoffice gelöst werden kann. Schon seltsam, da wir ja vor dem Vorfall eine höhere Datenrate hatten.

Über mehrere Tage hinweg ist die Rate dann in mehreren Schritt auf etwas mehr als 40000 kbit/s angestiegen.

 

Das Ticket wurde dann mehrere Wochen "liegen gelassen" und bei einer erneuten Nachfrage durch uns, dann schnell gelöst. Seit dem haben wir bei der DLSAM-Datenrate Max. 50000 kbit/s ... offensichtlich fest eingestellt, da ein auffällig „gerader“ Wert.

 

Ungeklärt ist geblieben, was die Ursache für der Unterbrechung der VDSL-Verbindung und die gescheiterten Synchronisationen Wochen zuvor verursacht hatte.

Die Anzahl der korrigierten DTUs pro Minute und der letzten 15 Minuten ist seit dem wieder mit weniger als 100 recht stabil gewesen. Verbindungsabbrüche oder eine Instabilität haben wir auch nicht bemerkt.

 

Da wir inzwischen von ASSIA und Co. gelesen haben, haben wir geduldig gewartet, ob sich der Wert von 50000 kbit/s irgendwann nach oben korrigiert und die Bremse wieder gelöst wird.
Aber leider vergebens.

 

Warum wir uns jetzt (nach einem halben Jahr) dann doch entschieden haben, das Thema neu aufzurollen und hier zu posten ist ein Ereignis vom vergangenen Samstag (15.01.2022), mit der Hoffnung, dass ein Mitarbeiter vom „Telekom Hilft Team“ sich das ganze noch mal anschaut und auch die bestehende „Handbremse“ (50000 kbit/s) wieder lösen kann ... auch wenn es recht nah an den 50 MBit/s liegt. Da wir beide von Zuhause aus arbeiten, ist jedes MBit mehr durchaus willkommen.

 

Am vergangen Samstag (15.01.2022, so gegen 17:30Uhr) wurde die Verbindung plötzlich instabil. Die Verbindung hat zuvor über 30 Tage ununterbrochen gestanden, keine Abbrüche, keine re-syncs etc. in dieser Zeit. Aber zu der angegebenen Zeit ist der Fehlerzähler regelrecht explodiert, höher und höher gestiegen und die Fritz Box hat mehrmals neu synchronisiert. Ein manueller Reboot der Fritz Box hat keine Abhilfe geschaffen.

Wir wollten ein Störungsticket online erstellen. Dabei wird dann offensichtlich die Leitung überprüft und das Ergebnis war, dass alle in Ordnung sei.
Was sehr auffällig gewesen ist war, dass direkt mit Abschluss dieser "Online-Leitungs-Prüfung" der Fehlerzähler der Fritz Box schlagartig stehen geblieben und die Anzahl der korrigierten Fehler nach unten gegangen ist.


Wir hatten allerdings inzwischen wieder eine reduzierte Max. DSALM Rate, diesmal von knapp über 40000 kbit/s, aber anscheinend stabil.
Wir haben nachdem die Fehlerrate konstant niedrig war die Box noch einmal gebootet, danach war die DSLAM Max Rate dann wieder bei exakt 50000 kbit/s und bei wenigen Fehlern (korrigierte DTU unter 100).

 

Jetzt stellt sich wie im vergangen Sommer die Frage: Was ist passiert?
Weder im Sommer 2021 noch am 15.01.22 wurden Änderungen durch uns an der Verkabelung oder etwas anderem im Haus vorgenommen.
Auch wurden keine neuen Verbraucher ans Stromnetz angeschlossen oder irgendetwas anderes betrieben, was nicht schon die ganze Zeit im Haushalt vorhanden war.

Die Firmware der Fritz Box wird aktuell gehalten und die aufgetauchten Probleme sind nicht mit einem Update zeitlich zusammen gefallen ... nicht mal annähernd.

So wie sich die beiden Ereignisse für uns darstellen, muss da auf Seiten der Telekom irgendetwas schief gelaufen sein.

 

Die Frage für uns ist nun, was ist da am Samstag (schon wieder) passiert? 
Warum war der Spuk exakt nach Prüfung der Leitung vorbei?
Warum ist der Anschluss seit über einem halben Jahr offensichtlich fix auf 50000 kbit/s eingestellt. Auch wenn das sehr nah an den 50Mbit/s ist, ist es dennoch unverständlich, warum dieser fixe Wert eingestellt ist, obwohl es vorher über 1 Jahr lang stabil gelaufen ist.

Danke für Themenbezogene Rückmeldungen.

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  • vor 3 Jahren

    Hallo @D&SF ,

     

    Anschlussleitungen sind ein komplexes Ding. Das beginnt mit der gegenseitigen Beeinflussung aller xDSL-Leitungen in einem Kabel. Kommen neue Anschlüsse dazu oder werden die geändert, verändern sich die elektrischen Eigenschaften. ASSIA z.B. betrachtet alle Anschlüsse im Kabel und optimiert für alle Anschlüsse. Das kann bedeuten, dass ein Anschluss, der selbst keine Störungen aufweist, selbst andere Anschlüsse massiv stört. Im Rahmen der vereinbarten Kenngrößen kann der Anschluss dann geregelt werden.

     

    Aber auch äußere Einflüsse können ein Rolle spielen, z. B. defekte oder nicht optimale Schaltnetzgeräte beim Nachbarn. Hier hilft z.B. eine gute Qualität des Kabels vom APL im Keller bis zur Dose, manchmal.

     

    Ja, das kann man alles herausbekommen, mit großem Aufwand. Ich vermute aber, dass bei einem Anschluß aus dem Massenmarktsegment, der voll im vereinbarten Limit liegt, sich niemand diese zusätzliche Arbeit leisten kann.

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  • vor 3 Jahren

    Hallo @D&SF

     

    herzlich wilkommen in der Telekom hilft Community.

    In der Tat sind die vorherigen Störungen schon zu lange her, um hier die Ursache zu recherchieren, daher kann ich leider nicht sagen, was da passiert ist, bzw. gemacht wurde.

    Da Du Deine Kundennummer bereits hinterlegt hast, habe ich die Leitung einmal überprüft und diese weißt keine Fehler auf, die Profiloptimierung ist aktiv. Seit diese aktiv ist, ist laut dem Messsystem auch der Anschluss wieder stabil, das schreibst Du ja auch selbst.

    Inwiefern und ob die Onlineprüfung der Leitung mit der Profiloptimierung zusammenhängt, kann ich leider nicht sagen.

     

    Gruß Ingo F.

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