Meinmagenta App funktioniert nicht mit GrapheneOS
vor 12 Stunden
Ich wollte nun erstmalig nach langem (Festnetz-)Kundendasein mal die hochgelobte MeinMagenta-App installieren, primär um meinen Vertrag bequemer verwalten zu können. Und da muss ich dann feststellen, dass neben einer doch recht umfangreichen Tracker-Sammlung offenbar seitens der App die Play-Integrity-Funktionalität bemüht wird und dann auch noch recht strenge Kriterien angelegt werden, die GrapheneOS nicht erfüllt. Eine dementsprechende Fehlermeldung wäre nett gewesen, so schlägt einfach nur das Login fehl und man kann dann raten.
Die einzige App, die sonst derartige Zicken veranstaltet hat, ist die von der Krankenkasse. Angeblich schreibt die Aufsichtsbehörde vor, dass das alles unfassbar sicher zu sein hat. Ironischerweise bedeutet "unfassbar sicher" in diesem Zusammenhang, dass ausgerechnet Google garantiert, dass das Gerät samt Betriebssystem integer und eben sicher ist. Da wird ja schon ein wenig der Bock zum Gärtner gemacht, ausgerechnet die größte Datenkrake der Welt "garantiert" Sicherheit. Die einzige Sicherheit ist die, dass reichlich personenbezogene Daten an Google übermittelt werden, natürlich alles zu unserem Besten. GrapheneOS bietet hier eine Alternative an, die den reißenden Datenstrom an Google doch etwas einschränkt (wenn man möchte sogar zu 100% verhindert) und generell mehr Sicherheit im Betriebssystem bietet. Das fängt an bei engen Updatezyklen und geht weiter bei besonderen Härtungen des Systems gegen mögliche Angriffe und unerwünschte Datenabflüsse.
Bei manchen App-Entwicklern scheint eher die Meinung vorzuherrschen, dass CustomROM=unsicher bedeutet und man daher das ganze Teufelszeug aussperrt und sich lieber komplett vom Datenschutz-Alptraum Google abhängig macht. Aber warum überhaupt? Selbst wenn ein wie auch immer gearteter bösartiger CustomROM die Meinmagenta-App kompromittieren könnte - was könnte denn da genau an Schaden angerichtet werden? Selbst die meisten Banking-Apps, die sogar teilweise Play-Integrity nutzen, laufen dennoch auf GrapheneOS. Und dort laufen sie um Welten sicherer als auf irgendeinem steinalten Android 12, was seit 4 Jahren keinen Patch mehr gesehen hat.
Also kurzum: Mein Wunsch wäre es, dass die Meinmagenta-App auch auf GrapheneOS läuft. Das dürfte nicht schwer zu implementieren sein, ist keineswegs unsicherer als alle anderen Androids und kommt den leider noch viel zu wenigen GOS-Nutzern entgegen.
Falls es eine klare Entscheidung/Vorgabe gibt, genau das NICHT zu tun, dann würde ich schon gerne wissen, warum.
Grüße
DatenschutzFan
63
18
Das könnte Ihnen auch weiterhelfen
vor 10 Monaten
200
0
4
vor 11 Monaten
412
0
3
Beliebte Tags letzte 7 Tage
Das könnte Sie auch interessieren
Kaufberatung anfragen
Füllen Sie schnell und unkompliziert unser Online-Kontaktformular aus, damit wir sie zeitnah persönlich beraten können.

Angebote anzeigen
Aktuelle Telekom Angebote für Mobilfunk (5G/LTE), Festnetz und Internet, TV & mehr.

vor 12 Stunden
Ich nutze auf meinem Handy LineageOS. Zu dem Zeitpunkt des Problems, in Version 22 was ja Android 15 entsprach. Also völlig im Rahmen der Anforderung >= Android 11.
Das gleiche Problem gab es mit der MMA schon letztes Jahr gehabt. Nach einen "Zwangs"-Update in der App war die danach nicht mehr "kompatibel" und wurde im Play Store auch nicht mehr angezeigt. Das hatte, trotz mehrfacher Ankündigung und den wiederholten "Allerweltsfloskeln", mehrere Updates und 6 Wochen gebraucht, bis es wieder funktionierte.
Dein Wunsch ist somit auch mein Wunsch, aber das wird leider reine Utopie in dem Bereich bleiben, sich eher noch verschlimmern. Ganz besonders ist man dann betroffen, wenn für einen Workflow die App essenzielle Funktionen bereitstellt. Ich kann dein Beispiel Krankenkassen-App auch bestätigen. Läuft momentan wieder, aber jedes Update kann überraschen.
5
von
vor 12 Stunden
@HARTMUTIX
Die iKfz-App funktioniert tatsächlich ebenfalls nicht mit GrapheneOS und auch hier gibt es keine vernünftige Fehlermeldung dafür. Allerdings ist es dort auch eine bewußte Entscheidung - absolut nicht nachvollziehbar. Aber iKfz zählt in der Tat zu den Apps, die man jetzt nicht ultradringend benötigt.
Aber dass die Telekom ihre Werbe- und Trackingplattform (äähm, sorry: improved user experience) noch künstlich einschränkt und damit Kunden ohne Not davon aussperrt, ist noch weniger nachvollziehbar.
0
von
vor 11 Stunden
Auf die "Allerweltsfloskeln" der Telekom bin ich allerdings noch gespannt hier in diesem Zusammenhang.
Das haben die bei Google schon sehr geschickt angestellt. Erstmal Android als OpenSource deklariert, von den freien Entwicklern und deren Arbeit darin profitiert, um dann gleichzeitig doch über die PlayServices (mit dem hübsch harmlosen Namen) ihr propritäres Ökosystem durchzusetzen. Alle Welt wird mit "kostenlosen" Services beglückt und unmerklich wie der langsam gekochte Frosch werden an allen Ecken und Enden die Daumenschrauben angezogen, damit auch nur ja niemand mehr dem perfekten Spionagenetz entschlüpfen kann. Dass es mittlerweile als völlig normal und selbstverständlich oder mindestens mal als unvermeidlich angesehen wird, dass ein US-amerikanischer Konzern die detaillliertesten und intimsten Persönlichkeitsprofile von Milliarden von Menschen sammelt, auswertet und damit unendlich viel Geld macht, ist im Grunde eine irre Leistung - leider im negativen Sinne und auf Kosten aller Beteiligten (die ich bewußt gerade nicht "Kunden" nenne). Und KEINER denkt sich was dabei. Im Gegenteil: Nahezu alle Großkonzerne machen mit, auch die, deren Geschäftsmodell nicht daraus besteht, die Daten ihrer Kunden zu Geld zu machen.
Das "Play Integrity" ist nichts anderes als eine weitere Google-Fußfessel und wir sind echt weit gekommen wenn Firmen wie eine Deutsche Telekom es für nötig befinden, für eine popelige Kunden-self-service-App (die laut der Bewertungen zudem wohl auch noch zu 90% aus aufdringlicher Werbung besteht) den Zwang für Google-zertifizierte Systeme aufzurufen. Das ist einfach nur so dermaßen unnötig und zementiert nur weiter diese traurige Abhängigkeit von den Amis, unseren allerbesten Freunden.
Und dann kann man sich auch gleich mal angucken, zu welchen Domains diese App eigentlich erstmal Verbindungen aufbauen möchte... Aber auch da sind sie leider in bester Gesellschaft: DB und DHL, beides recht alternativlos was die Funktionalität angeht, plappern auch munter alles mögliche durch die Gegend und man kann sich über den großen Bogen, in dem das alles den Entwicklern/Unternehmen am Allerwertesten vorbeigeht, nur wundern.
Auf die "Allerweltsfloskeln" der Telekom bin ich allerdings noch gespannt hier in diesem Zusammenhang.
Bei Langeweile mal die Antworten der Telekom-Mitarbeiter auf Rezensionen zu der Mein Magenta App im Play Store lesen. ;-)
Die MMA ist ja für die Buchung des Datenbonus essenziell, genauso wie jetzt für die Konfiguration eines Speedport 7. Aber soweit wird da nicht gedacht, leider.
von
vor 10 Stunden
Ein Glück, dass ich mobilfunkmäßig bei einem Discounter untergebracht bin (immerhin im T-Netz), deren App funktioniert. Und die Speedports waren mir immer schon suspekt, dann doch lieber Fritz. Aber interessant zu wissen, dann brauche ich in beiden Fällen ja schonmal gar nicht erst über einen Wechsel nachdenken. Lieber sollten die Telekom-Verantwortlichen darüber nachdenken, dass sie da aktiv potentielle Kunden ausschließen mit dieser unnötig restriktiven Politik.
0
Uneingeloggter Nutzer
von
vor 12 Stunden
Hey @DatenschutzFan,
danke für deinen ausführlichen Beitrag. 🙂
Aktuell sind zu CustomRom's keine Planungen in naher Zukunft.
Warum das so ist, dazu kann ich dir keine genaueren Informationen geben.
Ich drücke dir und den anderen Usern aber die Daumen, dass man was das angeht eine Lösung findet.
Liebe Grüße
Cem
6
von
vor 8 Stunden
@fdi
"CustomROM" kann (IMHO) auch komplett andere Betriebssysteme umfassen, der Begriff bedeutet nicht zwingend, dass es auf AOSP basiert. Das war von mir etwas unsauber formuliert. In diesem Zusammenhang ist natürlich damit ein AOSP -basierendes System gemeint.
0
von
vor 8 Stunden
Also meiner Meinung nach ist GrapheneOS schon ein Custom ROM, das würde ich da nicht ausgrenzen von.
Ging ja auch mehr darum, dass die Problematik als solche nicht erfasst wird.
0
von
vor 8 Stunden
🤷
Unabhängig von dieser Begrifflichkeit - wenn man durch die App-Rezensionen blättert, dann haben mittlerweile ziemlich viele Leute Probleme mit dem Login. Die haben doch mit Sicherheit nicht alle ein CustomROM. Eventuell haben es die Entwickler mit ihrem Sicherheits-Gedöns dann doch etwas übertrieben? Am sichersten ist es selbstverständlich, wenn man diese App einfach überhaupt nicht installiert/verwendet 😇
0
Uneingeloggter Nutzer
von
vor 10 Stunden
Ah, da sind sie ja schon, die Allerweltsfloskeln :-)
Und die Entwickler von dieser App sind jetzt in irgendeinem nicht erreichbaren Paralleluniversum oder warum kann man die nicht einfach mal fragen? Vom Daumen drücken wird sich mal eher nichts ändern. Mir ist bewußt, dass wir eine ziemliche Minderheit stellen und es kein Grundrecht auf GrapheneOS-kompatible Apps gibt. Dennoch muß sich doch darüber mal jemand Gedanken gemacht haben und es so spezifiziert haben wie es jetzt ist. Und das ist jetzt hochgeheime Verschlusssache oder einfach nicht wichtig genug?
Wäre ein interessanter Wortbeitrag auf einer Hauptversammlung, schade, die war grad erst vor 2 Wochen. Aber nächstes Jahr ist ja wieder eine...
0
0
vor 10 Stunden
Die Idee von GrapheneOS (und anderen Systemen) ist gut aber ohne Relevanz bei etwa 300.000 Installationen weltweit. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis.
0
3
von
vor 10 Stunden
Welcher Aufwand? Es hat Aufwand bedeutet, alternative Systeme bewußt auszusperren! Wenn man die Play-Integrity-Prüfung gar nicht erst eingebaut hätte, dann würde die App ganz normal auf jedem aktuellen Android laufen. Wie fast alle anderen auch. Es sind bei einer normalen Android-App keinerlei zusätzliche Aktionen notwendig, um sie auf GrapheneOS, LineageOS oder ähnlichem lauffähig zu machen. Einzig die Nutzung von sehr Google-spezifischen Schnittstellen (Play-Services) kann die Nutzung auf alternativen Android-Systemen einschränken/verhindern.
von
vor 10 Stunden
die Play-Integrity-Prüfung gar nicht erst
Welcher Aufwand? Es hat Aufwand bedeutet, alternative System bewußt auszusperren! Wenn man die Play-Integrity-Prüfung gar nicht erst eingebaut hätte, dann würde die App ganz normal auf jedem aktuellen Android laufen. Wie fast alle anderen auch. Es sind bei einer normalen Android-App keinerlei zusätzliche Aktionen notwendig, um sie auf GrapheneOS, LineageOS oder ähnlichem lauffähig zu machen. Einzig die Nutzung von sehr Google-spezifischen Schnittstellen (Play-Services) kann die Nutzung auf alternativen Android-Systemen einschränken/verhindern.
Die Telekom will dich schützen.so wie mit dem Zwang zu 2FA..Was leider bei freemail nicht immer funktioniert wenn es mal Festnetz war und die kundennr noch verlinkt ist..super
von
vor 9 Stunden
Die Idee von GrapheneOS (und anderen Systemen) ist gut aber ohne Relevanz bei etwa 300.000 Installationen weltweit. Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis.
Es geht nicht darum eine extra App Version für GrapheneOS oder andere Custom ROM zu entwickeln, sondern nur die App so zu entwickeln, das sie einfach auf Vanilla Android läuft.
Uneingeloggter Nutzer
von
Uneingeloggter Nutzer
von