Ehemalige Postler in der DDR , wie gings nach der Wende weiter?
vor 24 Tagen
Ich mach einfach mal einen Thread auf,
nach eine Rückmeldung in
Komme ja von der Deutschen Bundespost Fernmeldewesen (Nachfolger Deutsche Telekom AG),
habe aber auch Kollegen die noch in der DDR als Fernmelder gearbeitet haben,
und auch welche die in der DDR noch Schüler waren,
(manchmal beneide ich die, ich habe in der Schule deutsch, englisch, französisch gelernt,
durch privates Interesse auch dänisch, niederländisch + italienisch;
aber die können russisch uns auch Slangs der alten UDSSR Mitgliedstaten),
das hilft oft im Aussendienst, weil die Kunden auf einmal mit jemanden auf geicher Augenhöhe reden können
und keine Übersetzungs-App brauchen.
Zurück zur Frage,
wer hat in der DDR bei der Post gelernt oder war dort angestellt,
und wie ging es nach der Wende weiter?
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vor 23 Tagen
@Buster01 :
Es gab mal ein Forum für historische Fernmeldetechnik unter
https://wasser.de/telefon-alt/forum/
Leider ist dieses seit einigen Monaten offline. Sollte es wieder online gehen, wäre das Thema dort goldrichtig, denn hier waren einige Forenteilnehmer mit diesem Hintergrund aktiv.
Ich empfehle zu der von dir angesprochenen Thematik diesen sehr ausführlichen Beitrag:
https://www.post-und-telekommunikation.de/PuT/Gastbeitrag_Telekom-Aufbau-Ost.php
Daraus ein Zitat: "Viele Mitarbeiter im Osten fürchten in den Anfangstagen um ihre Jobs. Es ist eine Zeit der Ungewissheit. Einige müssen gehen, weil sie als Stasispitzel enttarnt wurden. Alle anderen werden bei der Wiedervereinigung von Telekom West und Ost im Oktober 1990 übernommen, insgesamt 43.000 Ostkollegen. Aber nicht jeder erhält einen gleichwertigen Job, nicht alle Ausbildungen aus DDR-Zeiten werden eins zu eins anerkannt."
Die Erfahrungsberichte von Mitarbeitern im verlinkten Beitrag sind ebenfalls sehr interessant zu lesen.
PS: In welchem Bereich der Fernmeldetechnik warst du bei der Bundespost tätig? Entstörung, FZA,...? Eventuell würde ich dir nämlich auch ein paar Fragen stellen wollen... ;-)
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vor 23 Tagen
@Buster01
Es gab schon auch strukturelle Unterschiede zwischen der Deutschen Post in der DDR und der Deutschen Bundespost, die eine Integration erschwerten. Zum Bereich der sogenannten blauen Post in der DDR gehörte z.B. eine Funkdirektion und die Bereiche Studiotechnik Fernsehen und Studiotechnik Rundfunk mit einem Rundfunk- und fernsehtechnischem Zentralamt in Berlin Adlershof (RFZ). Die Technik und das technische Personal des Fernsehen und Rundfunks in der DDR gehörten nämlich zur DDR-Post. Fernsehen und Rundfunk der DDR wurden nach der Wiedervereinigung abgewickelt. Viele dieser ehemaligen Postangestellten sind dann nicht bei der Deutschen Bundespost, sondern z.B. bei den neuen Rundfunkanstalten MDR, ORB, bei anderen ARD-Anstalten, aber auch beim ZDF oder den aufstrebenden Privatsendern gelandet. Wobei es da keinen Automatismus gab. Die Funkdirektion hörte am 03.10.1990 auf zu existieren. Die über das DDR-Gebiet verteilten Funkämter und teilweise die Zentrale Betriebsschule (Funkschule) wurden in die Bundespost-Strukturen integriert. Das war ansonsten nicht final an einem Stichtag geklärt, sondern ein Prozess, der sich mehrere Monate bis zu einem halben Jahr nach der Wiedervereinigung hinzog. Daher die Unsicherheit.
@01LX
Die Anerkennung der DDR-Bildungsabschlüsse war bei den Studiengängen eine größere Herausforderung. Es gab da einen Katalog für den öD, worin für jeden Studiengang der DDR-Bildungseinrichtungen (Fachschulen, Hochschulen und Universitäten) eine Einschätzung zur Vergleichbarkeit mit bundesdeutschen Abschlüssen enthalten war. Daraus ließ sich dann für den ehemals DDR-Post-Beschäftigten herleiten, ob er/sie formal die Bildungsvoraussetzungen für die Weiterbeschäftigung auf der Stelle/in der Laufbahngruppe der Deutschen Bundespost erfüllte. Es gab DDR-Abschlüsse, die hatten kein Äquivalent bzw. waren nicht „niveaugleich“ mit bundesdeutschen Abschlüssen. Das war dann mit Härten verbunden.
Im mittleren Dienst war die Anerkennung der Abschlüsse in der Regel unproblematisch. Der Fernmeldehandwerker war in der DDR ein Facharbeiter für Nachrichtentechnik (Spezialisierungsrichtung Vermittlungstechnik, Übertragungstechnik oder Drahtgebundene Fernmeldelinien). Es gab dann noch die Spezialisierungen für die Studiotechnik Fernsehen, Studiotechnik Rundfunk und Funkbetriebsstellen bei der „blauen“ DDR-Post.
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