Warum ich eine Fritz!Box nutze
vor 9 Jahren
Fritz!Box oder Speedport? Teil eins. Bei diesem Blog handelt es sich um einen Gastartikel von @Gelöschter Nutzer. Erfahrt in diesem Blog, warum @Gelöschter Nutzer eine Fritz!Box verwendet und welcher Zielgruppe er eine Fritz!Box empfiehlt. Erfahrt im zweiten Teil von @UlrichZ, warum er einen Speedport verwendet und wem er einen Speedport empfiehlt. Viel Spaß mit den beiden Gastblogs.
Wie kam ich ausgerechnet auf AVM?
Vor ca. 18 Jahren beantragte ich meinen ersten Internet-Anschluss überhaupt – und hatte keine Ahnung von Modems, Routern – und deren Eigenheiten und „Tücken“. Ich erinnere mich noch, als ob es gestern gewesen wäre: Die Telekom stellte mir ein Modem zur Verfügung, das mittels Schrauben an der Wand neben meinem Schreibtisch aufgehängt war. Die Dübel habe ich gelassen – zur Erinnerung….
Ein Router musste also her, um den Internet-Anschluss nutzen zu können. – Doch welcher?
In Unkenntnis der Materie erwarb ich einen gebrauchten Netgear-Router über eBay – mit englischer Bedienoberfläche. Damals wusste ich noch nicht, auf was ich mich da eingelassen hatte… Nach ca. 14 Tagen und unzähligen fehlgeschlagenen Konfigurationsversuchen (die Bedienoberfläche des Routers strotzte vor englischen Fachausdrücken) brachte ich den Router zum Laufen. Er tat lange Jahre klaglos seinen Dienst, bis mir die Telekom im Rahmen einer Vertragsverlängerung einen Siemens-Router zur Verfügung stellte – mit deutschem Menü, aber sehr wissenschaftlich aufgebaut. Es dauerte eine Woche, bis alles konfiguriert war….
Irgendwie und irgendwann bekam ich dann eine Fritzbox 7050 in die Hand: Das Modem von der Telekom wurde ab diesem Tag überflüssig und von der Wand abgenommen.
Da ich an meinem Anschluss ohnehin nur 4 MBit/s zur Verfügung hatte, stand vor allem die leichte Bedienung des „neuen“ Routers im Vordergrund. An diesem Tag erfuhr ich zum ersten Mal, wie einfach eine Routereinrichtung sein kann – mit einem klar strukturierten Menü in Deutsch ohne Fachausdrücke und einer gut verständlichen Bedienungsanleitung.
Danach folgten die Modelle 7170, 7270 v2, 7390 und letztendlich die 7490, die ich aktuell benutze:
Auf diese – Fritzbox 7490 - werde ich in folgenden Abschnitten eingehen:
- Vor- und Nachteile
- Praktische Erfahrungen
- Zielgruppen
- Empfehlungen für bestimmte Zielgruppen / Einsatzzwecke
Vor- und Nachteile – aus meiner subjektiven Sichtweise
Es ist immer gut die Stärken und Schwächen eines Gerätes zu kennen. So lässt sich leichter beurteilen, ob das Gerät zu einem passt oder nicht. Fangen wir mit den Vorteilen an:
- für alle Anschlussarten geeignet – Universal-, ISDN- und IP-Anschluss
- ständige Modellpflege durch immer neues und verbessertes Betriebssystem („Firmware“)
- Erfahrungen der Käufer fließen in die Entwicklung neuer Firmwareversionen ein (Bereitstellung von „Laborversionen“)
- Assistenten helfen bei der Einrichtung bzw. Umstellung auf eine neue Anschlussart (z.B. auf IP-Anschluss)
- Anschlussvielfalt und Ausstattung
- Vielfältige Einstell- und Konfigurationsmöglichkeiten (u.a. für fast alle Internetprovider geeignet)
- sehr „auskunftsfreudig“ über spezielles DSL-Menü
- „Diagnose“- und „Sicherheitstool“ integriert
- „Einfache“ und „Erweiterte Ansicht“ einstellbar
- 5 Jahre Herstellergarantie
- Hilfeforum von AVM geht auf über 50.000 FAQs ein
Wie ihr seht, hat die Fritzbox 7490 viele Vorteile. Es gibt aber auch ein paar Schwächen.
- Funktionsvielfalt wirkt u.U. abschreckend auf Benutzer, die einen „Plug and Play“- Router bevorzugen
- nicht geeignet für WLAN TO GO der Telekom
- Design fast identisch mit allen anderen AVM-Routern, die in der „Hierarchie“ „unter“ der 7490 rangieren, ebenso wie die 7560. Erst die 7580 erhielt eine „Auffrischung“.
Praktische – und selbst erlebte – Erfahrungen mit der Fritzbox 7490
Ich verwende die Fritzbox 7490 seit Herbst 2014 – und zwar im Dauerbetrieb, d.h. sie läuft 24 Stunden am Tag. Die Prozessorleistung ist – im Gegensatz zur Fritzbox 7390 – ausreichend dimensioniert, was sich auch in der Betriebstemperatur der Fritzbox 7490 manifestiert: Die Gehäuseoberfläche wird gerade mal handwarm, während die Fritzbox 7390 immer so heiß wurde, dass man sie kaum berühren konnte.
Auf die Anschlüsse und sonstigen Ausstattungsmerkmale gehe ich hier nicht ein, diese wurden bereits weiter oben ausreichend beschrieben. Viel wichtiger ist meines Erachtens die „Erfahrung im Alltag“: Die 7490 ist mit 5 LED-Anzeigen ausgestattet, die in nicht störendem „Grün“ gehalten sind. Nur in bestimmten Fällen (z.B. einer Störung) wird „Rot“ angezeigt bzw. eine Meldung in der Bedienoberfläche ausgegeben. Die Info-LED (ganz rechts) ist für eigene Zwecke bei Bedarf „programmierbar“ für bestimmte Betriebszustände.
Das Menü der Fritzbox ist übersichtlich und einfach bedienbar, es gibt die „Standard“- und die „Erweiterte Ansicht“. Die Standard-Ansicht ist für Benutzer vorgesehen, die gelegentlich im Routermenü etwas ändern oder einstellen müssen. Die „Erweiterte Ansicht“ erlaubt vielfältige Einstellungs- und Auskunftsmöglichkeiten.
AVM betreibt intensive Modellpflege: Dazu gehören z.B. die Labor-Firmwareversionen, die als „Beta-Version“ dem Benutzer die Möglichkeit geben, neue Features in der Praxis zu erproben –
und eventuelle Bugs AVM mitzuteilen. Vom 15. Dezember 2015 bis 23. Januar 2017 benutzte ich fast ausschließlich Labor-Versionen, um deren Alltaugstauglichkeit und –stabilität zu testen. Ergebnis: im ganzen og. Zeitraum nur zwei Unterbrechungen der Internetverbindung – Dauer jeweils ca. zwei Minuten.
Die neuen Firmwareversionen enthalten nicht nur Sicherheits- und Funktionsverbesserungen, sondern steigern (meist) auch den Bedienkomfort. Zum Teil dauert es sechs Monate oder länger zwischen der Veröffentlichung von finalen Firmwareversionen.
Sehr gut abgestimmt ist die Kompatibilität der Fritzbox 7490 mit anderen AVM-Komponenten, z.B. WLAN-Repeatern, DECT -Repeatern und AVM-Telefonen (Fritz!Fons). Updates an den Peripheriegeräten werden im Menü der Fritzbox angezeigt, an den DECT -Repeatern in der Regel vollautomatisch installiert bzw. können über das Routermenü angestoßen werden.
Insgesamt kann ich über die 7490 nur Positives berichten, vor allem, was die praktische Handhabung betrifft.
Zielgruppen und Einsatzzwecke
Generell alle Internet-Nutzer, die entweder nur surfen wollen oder auch, je nach Geschmack/Bedarf, unterschiedlichste Ansprüche an Routerperipherie, Telefone, Smart Home etc. haben.
Aufgrund des breitgefächerten AVM-Produktspektrums ist (fast) für jeden etwas dabei.
Empfehlungen für bestimmte Zielgruppen – abgeleitet aus meiner persönlichen Erfahrung / Einschätzung
„Geeignet für anspruchsvolle Benutzer, die hohen Bedienkomfort in Verbindung mit einem stimmigen Gesamtpaket erwarten – und sich nicht mit technischen Fachausdrücken auseinander setzen wollen“, erläutert am Beispiel des DECT -Repeaters 100:
- Problemlose Anmeldung durch DECT -Tasten an der Fritzbox und am Repeater.
- Die Fritzbox sucht alle 48 h nach Updates für den Repeaer und installiert diese im Hintergrund vollautomatisch, ein manuelles Anstoßen ist ebenfalls möglich und wurde bereits weiter oben erläutert.
- Der Repeater verstärkt das DECT -Signal im Erdgeschoß. – Nehme ich über das im 1. OG befindliche Fritz!Fon ein Telefonat an und gehe mit diesem Telefon ins Erdgeschoß, bucht sich das Fritz!Fon am DECT -Repeater wieder ein – und zwar ohne Unterbrechung des geführten Telefonats.
- Der DECT -Repeater unterstützt bis zu drei Telefonate gleichzeitig – falls entsprechende viele Leitungen zur Verfügung stehen. Bei Bedarf kann er durch weitere Repeater ergänzt werden.
Einsatzzwecke
- Internetnutzung,
- WLAN-Vernetzung des gesamten Haushalts,
- Smart Home-Implementierung „in den Alltag“,
- hoher Telefonkomfort durch perfekte Abstimmung Router – Telefone,
- Telefonate über Handy zum Festnetztarif,
- ständig wachsende Anwendungsmöglichkeiten durch konsequente Modellpflege über Firmwareupdates,
- TV-Entertain-Nutzung in Verbindung mit passenden Mediareceivern –
- und vieles mehr.
Hat euch mein Gastblog gefallen? Welchen Router verwendet ihr und warum? Schreibt mir in den Kommentaren zu diesem Blog.
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vor 6 Jahren
Tja, dass die Fritz.Box zur "Leidenschaft" werden kann, muss man zwar nicht verstehen, aber aus meiner Sicht gibt es für den privaten Bereich nichts besseres. Daher habe ich auch seit 10 Jahren nichts anderes mehr im Haus. Ich bin gerade dabei, einen Mesh-Schirm aufzubauen: Fritz.Box 7590 mit 3 Fritz.Repeatern 3000, um mehrere TV im Haus mit Magenta zu versorgen. Die Installation der neuen Fritz.Box habe ich in 20 Minuten erledigt, incl Telefonanlage (Gigaset A510). Alte Einstellungen gesichert, importiert, fertig. das alles bis jetzt ohne Probs.. Die alternative Hardware von der Telekom wurde ja hier bereits mehrfach in Beiträgen kritisch gesehen. Bin mal gespannt. Ab 1. Sept. gehts los.
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vor 5 Jahren
Nachdem ich mich jetzt auch zum einem Wechsel von einem Speedport zur Fritzbox 7590 entschlossen habe. war das auch Grund, endlich mal deinen sehr informativen, "leidenschaftlichen" Blog zu lesen.
Ich kann Herzblut erkennen.
Ganz toll, danke für deine Mühe.
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vor 5 Jahren
Vielleicht kann ich das demnächst doch noch nachvollziehen.
Nachdem mein Router Speedport W 504V den 10. Geburtstag feiert und läuft und läuft, wird er wohl bald in den Ruhestand geschickt. Es wird dann eine Fritzbox werden, die mein Sohn ja ebenfalls empfiehlt.
Vielen Dank für die guten Beiträge.
Ein Problem habe ich aber doch noch. Ein PC steht im Erdgeschoss und ein weiterer im Zimmer darüber. Wird Fritzbox diese Entfernung meistern? Müsste es die 7590 sein, oder geht es auch etwas preiswerter?
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vor 5 Jahren
Hallo @Marianne E..,
wenn der Speedport heute das WLAN Signal vom EG ins OG bringt, sollte die Fritzbox damit nicht grundsätzlich ein Problem haben. Vielleicht musst du sie aber anders ausrichten, denn die Antennen sind anders verbaut als im Speedport.
Wenn dir ein Telefonanschluss an der Fritzbox reicht, könntest du auch die 7530 nehmen. Die gibts meist etwas günstiger.
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vor 5 Jahren
Hallo Piwi
und vielen Dank.
Wir haben nur einen Festnetzanschluss, sind ja auch nur zwei Personen. Jeder hat außerdem ein Mobiltelefon
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vor 5 Jahren
Hallo @Marianne E.
bitte daran denken, dass die 7530 nur eingesetzt werden kann, wenn der Anschluss auch auf "IP" komplett umgestellt wurde. Alte Festnetztelefonie (analog), bzw. ISDN ist nur mit der 7590 möglich.
Noch ein Tipp, hier kannst die 7590 günstig mieten:
Gruss -LERNI-
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vor 5 Jahren
Hallo Lerni und vielen Dank für die Informationen.
Ich habe einen IP-Anschluss mit DSL (was immer das heißt). Das alte Festnetz ist damals ausgetauscht worden.
Nach meinen bisherigen Erkenntnissen würde, von einer Fritzbox abgesehen, zum Beispiel der Router Smart 2 oder 3 funktionieren.
Vor längerer Zeit habe ich mich schon einmal darüber mit der Community Hilft ausgetauscht und hoffe, dass alles noch so in Ordnung ist. Zur Not - und nach Corona - kann dann mein Sohn einmal die Sache in die Hand nehmen. Bis dahin muss mein Speedport W 504V laufen und immer weiter laufen.
Ich habe so die dumme Angewohnheit, erst dann eine Ersatzbeschaffung vorzunehmen, wenn das entsprechende Teil "seinen Geist" endgültig aufgegeben hat.
Nochmals vielen Dank und ein freundlicher Gruß aus dem stürmischen Norden
Marianne
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vor 5 Jahren
Hallo @Marianne E. ,
ergänzend könnte man hinzufügen, dass man die FB 7590 auch z.B. mit FRIXTENDER "verstärken" kann, falls das mal erforderlich sein sollte.. M.W. geht das mit der 7530 nicht.
Grüße, Dietmar
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Ausgezeichneter Beitrag!
Hätte ich ihn früher lesen können, so wäre ich schon viel früher << mit einem BMW statt mit dem smart über die kaputte Strasse gefahren >> ... insofern besitze ich die Fritzbox erst seit kurzem...
Wegen anhaltender Störungen in all diesen Jahren blieb ich an die Speedports gefesselt, da immer wieder Wert auf die Frage gelegt wurde, ob der Router denn von "uns" sei...(ne, da ist wohl die TA am S0-Bus verantwortlich... ist nicht von uns... Dein Problem!)
Die vielen, vielen Störungsmeldungen waren letztlich offensichtlich nur mir peinlich...
Das hat dazu geführt, daß ich nach mehrfachem Austausch alles entfernt habe, Kabel und Verbindungen stillgelegt habe... infrastrukturell allen Komfort zurückgefahren habe... bis nur noch die TAE -Dose und der Router übrig blieb...
Und anscheinend macht es auch einen Unterschied, ob man die Fritzbox vom Platzhirschen, oder vom autorisierten AVM-Händler gekauft hat... das nur am Rande...
Fairerweise muss hier auch gesagt werden, daß all dieses Ungemach niemals an der hierseits verwendeten Hardware lag...
Die Speedports konnten nichts dafür, daß die Karre bei Regen ständig aus den Kurven flog...
Allerdings war letztendlich auch der Funktionsumfang entscheidend, wie zum Beispiel verschiedene Telefonbücher verschiedenen Telefonnummern bzw. angeschlossenen Telefonen zuordnen zu können..
Ich kenne nun das Produkt Fritzbox selbst, und das Verhalten/Support von AVM bei Kundenanfragen...
TRAUMHAFT und ohne ein weiteres Wort zu verlieren!
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