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Defektes VDSL 100 Profil führt zu Rückfall auf VDSL 50 - - - Bitte um Behebung - - - Störungsmeldung bereits abgegeben

Telekom hilft Team
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Beitrag: 241 von 264

Guten Abend Herr Wunder, ihr Anschluss läuft doch aktuell mit ca 250 000, zumindest sagt das meine Prüfung und die Langzeitüberwachung oder? Wenn ihr Anschluss aktuell auf einem Fallback Profil laufen würde, weil die Vectoring Engine ausgefallen ist, dann würde ihr Anschluss noch mit ca. 10.000 synchron werden. Das ist das Fallback Profil. Und hier im DSLAM würden die Alarmglocken klingeln. Auf ihrem Anschluss läuft das 35b Profil/ Vectoring aktiv. Wenn Vectoring nicht aktiv wäre, dann würde ihr Anschluss gar nicht mit 250k synchron werden. Wenn alle Frequenzen jenseits von 17,7 Mhz nicht mehr laufen würden, dann würde ihr Anschluss mit maximal 100k synchron werden. Woher sollten sonst die Trägerfrequenzen für die 250k herkommen? Sie sehen doch auf denen von ihnen selbst zur Verfügung gestellten Bildern, dass die Frequenzen alle da sind. Einziger Unterschied zu vorher ist, dass die Rauschabstandswerte runter gegangen sind. Was wie gesagt, solange es nicht zu Ausfällen führt, kein Problem darstellt. Bei ihnen ist die volle Bandbreite da. Ob die Frequenzbänder jenseits der 17 Mhz mit 18, 12 oder 6 db Rauschabstand synchron werden, ändert an der verfügbaren Bandbreite überhaupt nix. Es gibt nur Frequenzband sync, dann stellt es eine bestimmte Menge an Bandbreite zur Verfügung, oder nicht sync, dann fehlt dieses bestimmte Band und der gesamte Anschluss wird entsprechend langsamer. Die andere Möglichkeit wie Bandbreite eingeschränkt wird ist, das Frequenzbänder zwar sync sind, aber massiv gestört. Dann treten Fehler verschiedenster Art auf(FEC,CRC,CV etc), die wir auch monitoren, und die dann ab einer großen Häufigkeit auch dazu führen, dass die Bandbreite absinkt, obwohl die Syncwerte immer noch gut aussehen. Auch das ist bei ihrem Anschluss nicht der Fall. Also noch mal wo liegt das aktuelle Problem?

Mit freundlichem Gruß Marlon K.

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Beitrag: 242 von 264

Hallo Herr @Marlon K. ,

 

ich weiß Ihre unermüdlichen Ausführungen wirklich sehr zu schätzen (und ich meine das jetzt wirklich nicht ironisch - Ehrenwort), dennoch ändert das alles nichts an der Tatsache, daß seit der Erdberührung des Erdkabels am 16.05.2019 die SV-Engine im Outdoor-DSLAM eine Macke weg hat. Dies muß - gemäß der Aussage des Moderators des Kitz-Forums in UK - noch nicht einmal ein Hardware-Defekt sein, sondern könnte eine Art "Getriebenotprogramm" sein, in dem das "Getriebe" nur noch in den Gängen 1 bis 3 und nicht mehr in den Gängen 1 bis 5 schaltet. Und das betrifft alle SV-Anschlüsse um die Hausnummer 4 herum, nicht nur meinen. Dann kommen Sie mit dem Argument, daß man im 3. Gang den Motor doch so hochdrehen kann, daß das Auto dann doch noch "mit Krampf" 200 km/h fährt, anstelle daß die Telekom das Getriebe wieder aus dem Notprogramm herausholt, sodaß wieder alle 5 Gänge einwandfrei durchgeschaltet werden. Wo liegt also das Problem seitens der Telekom, den Outdoor-DSLAM aus dem "Power Cut-Back" wieder herauszuholen? Dann hätten alle SV-Kunden auf unserer Straßenseite wieder alle 5 Gänge zur Verfügung mit ordentlich Störabstandsmarge-Reserve und Voll-Sync auch an den Hausnummern 2a und 4; eben so, wie die SV-Anschlüsse bis zum 16.05.2019 liefen - nämlich mit einwandfreiem Spektrum bis 35 MHz hoch und einwandfreien Störabstandsmargen über die gesamten 35 MHz hinweg.

 

Im Kitz-Forum von UK tummeln sich die meisten xDSL-Nerds, weswegen ich dort nachgefragt hatte und mir der dortige Moderator zu dem defekten Spektrum ab 17,7 MHz schrieb:

 

"There may not necessarily be a fault with the DSLAM, its line-cards or their ports, but what is being seen may well be a result of the earth contact fault in the cable. I would suggest waiting until the faulty section of cable has been replaced and then check again.

You mention that your neighbours' and your own circuits all re-trained at precisely the same time. That, to me, is indicative of the DSLAM being re-booted or reset. It could well be the case that as the DSLAM re-initialised it detected the low insulation to earth on all the pairs and has cut-back the power, along with using a sub-optimum profile."

 

Können Sie einen Kollegen von PTI o.ä. bitten, den DSLAM mal zu re-booten bzw. zu resetten? Das könnte schon Wunder bewirken. Vielleicht erledigen sich dann alle Beiträge hier mit einem Schlag. Wer weiß... .

 

In diesem Sinne wünsche ich erstmal eine gute Nacht,

Heinz W.

 

Störungsnummer: 226158918
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Beitrag: 243 von 264

@sg-flinux  schrieb:

@sg-flinux  schrieb:

@Heinz E. Wunder  schrieb:

Hallo @Svenja Ba. ,

 

der nächste Technikertermin für die Hausnummer 4 (also meinen Nachbarn) wurde von Ihrem Kollegen, Herr A. W., für kommenden Freitag, 31.05.2019, zwischen 08:00 bis 12:00 Uhr, ausgemacht. Hoffentlich kommt jemand, der sich mit dieser vielleicht etwas komplexeren Materie auskennt, den Fehler auch anerkennt und beheben kann.

 


Rechne lieber damit, dass der Fehler nicht behoben werden kann, sondern eher, dass der Techniker auf einen anderen Fehler mit einer größeren Auswirkung stößt.:idea:


@Heinz E. Wunder, lies Dir am besten meinen Satz zu dem Fehler nochmals durch.:idea:


@sg-flinux, auf welchen anderen Fehler mit größerer Auswirkung hätte denn der Techniker stoßen sollen? Auf den Fehler, daß - zusätzlich zum defekten Erdkabel - auch der DSLAM eine Macke als Folgeschaden abbekommen hat? Wenn ja, wieso hat der Techniker den Folgeschaden am DSLAM dann nicht erkannt?

 

Oder was meinst Du genau?

 

Störungsnummer: 226158918
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Beitrag: 244 von 264
Guten Tag Herr Wunder, genau das was der nette Herr aus dem UK Forum beschreibt habe ich ihnen doch auch gestern auch versucht zu erklären. Das "Notprogramm"/cut back power ist genau das, was bei uns Fallback Profil heißt. Wenn der DSLAM einen Fehler feststellt (zu hohe Spannung durch defekte Kabel/oder wenn es einen Hardwaredefekt an dem Vectoring Modul gibt), dann schaltet der DSLAM im Zweifelsfall auf diese Profile um.
Dieser Prozess ist aber auch für uns kein Mysterium. Ich sehe den DSLAM hier in meinen Programmen vor mir und kann genau ihren Port sehen und welche Profile dort aktiv sind. Und da ist kein Fallback Profil aktiv, sondern das 35b Profil.
Noch mal: Das ganz theoretische Maximum für die Frequenzbänder bis 17,7 Mhz ist laut VDSL2 Spezifikation 150. Die Telekom nutzt nur Profile bis 100 in diesem Frequenzbereich. Ohne die Frequenzen kann sich das Auto also abmühen wie es will, das werden keine 200 km/h und erst recht keine 250 wie bei ihnen.
Schauen sie doch noch Mal genau auf ihre eigenen Bilder, da sind doch unten die Frequenzbereiche mit angegeben und sie sehen doch, dass diese da sind.
Ich kann es nur noch mal betonen: Ob die Frequenz mit einem Rauschabstand von 6 ,12 ,18 oder 40 db synchron wird hat absolut keine Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit der Trägerfrequenz. Jede Trägerfrequenz hat eine fest definierte Nutzlast. Und die ist entweder da oder nicht. Alle Trägerfrequenzen zusammen addiert ergeben dann ihre Bandbreite.
Wenn wie bei ihren Nachbarn "nur" 220 zur Verfügung stehen, dann sind dort auch tatsächlich einige Frequenzen nicht synchron. Das müssen nicht die jenseits von 17,7 Mhz sein, sondern die können über das gesamte Spektrum verteilt sein. Aber es fehlen eine bestimmte Anzahl von Trägerfrequenzen, die dann aufaddiert genau die fehlenden ca. 30 zur Maximal Bandbreite ergeben.
Wir starten den DSLAM, bzw. die einzelnen Module (Vectoring Engine, Linecard) nicht einfach grundlos neu. Die Neustarts beinhalten immer gewisse Restrisiken.
Zusammengefasst: Die Vectoring Baugruppe läuft (sonst Fallbackprofil =Geschwindigkeit 10.000), auf ihrem Port sind die richtigen VDSL2 35b Profile am laufen (siehe Geschwindigkeit und eigene Frequenz Bilder). Es hat sich lediglich die Störabstands Marge seit dem Vorfall geändert.
Sollten bei ihnen jemals Probleme auftauchen(Abbrüche, erhöhte Fehler) dann werden wir selbstverständlich wieder vorbei kommen und uns dann um ein vorhandenes Problem kümmern. Momentan gibt es einfach kein Problem, dass zu lösen ist. Alle Geschwindigkeiten sind weit innerhalb der vertraglich vereinbarten Leistungen und es liegen keine technischen Einschränkungen(Abbrüche/Fehler) des Anschlusses vor.
Mit freundlichem Gruß Marlon K.
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Beitrag: 245 von 264

@all: Ich habe soeben eine neue Nachricht vom Moderator des Kitz-Forums bzgl. des aktuellen Spektrums an den FBen 7590 der Hausnummern 2a, 2b und 4 erhalten:

 

Zitat:

"I must admit that the latest two plots (SNR and Bit Loading, both versus the sub-carrier index) do not look very good for the frequencies above the Profile 17a upper limit. 

Does the Fritz!Box provide the Hlog and QLN plots, please? Sight of those two plots might be helpful."

 

Meines Wissens nach gibt es bei der FB 7590 keine Möglichkeit, die Hlog- und QLN-Graphen auszulesen. Im Jahre 2018 hatte ich bei meinem VVDSL 100-Anschluß das Broadcom-basierte Modem ZyXEL VMG1312-B30A am Anschluß. Dieses kann jedoch kein Profil 25b bedienen, sondern nur bis Profil 17a. Mit diesem Modem war es jedoch eine Leichtigkeit, diese beiden Graphen mit der Software dslstats auszulesen. Daraus konnte ich erkenne, daß die Leitung zwischen meinem APL und dem DSLAM-Port astrein in Ordnung war. Dies wurde auch durch Argus-Messungen von 5 weiteren Telekom-Technikern bestätigt. Und außerdem: Wir alle um die Hausnummer 4 sind von dem ausgefallenen Spektrum ab 17,7 MHz betroffen. D.h. konkret die Vectoring-Engine arbeitet noch einwandfrei im DSLAM, jedoch hat die Supervectoring-Engine seit der Erdberührung eine Macke abbekommen. Diese Macke muß nicht zwangsläufig ein Hardware-Defekt sein, sondern könnte sich mit einem Reboot oder einer Neukonfiguration beheben lassen.

 

Welcher Kollege hätte denn die entsprechende Kompetenz bzw. Befugnis solch einen Reboot bzw. solch eine Neukonfiguration am DSLAM vorzunehmen?

 

VG,

Heinz

 

Störungsnummer: 226158918