Kundenservice per Telefon - ein schlechter Scherz?

5 years ago

Hallo,

 

mich würden mal eure Erfahrungen mit dem Kundenservice allgemein und im besonderen unter der Kurzwahl 2828 interessieren.

 

Ich habe mittlerweile seit 12.06.2020 massiv Ärger mit der Telekom, den ich so bisher in den vergangenen fast 19 Jahren nicht kannte und der nun zum Ende dieses langjährigen Kundendaseins bei der Telekom führen wird. Bis dahin scheint der Weg aber noch etwas steinig zu sein. Aber kurz zur Vorgeschichte: Ich habe Anfangs des Jahres meinen Mobilfunkvertrag im Geschäftskundenbereich bei der Telekom gekündigt. Danach folgten mehrere Rückwerbeversuche mit eher lächerlichen Angeboten. Bis zum 10.06.2020, als eine Telekommitarbeiterin anrief. Dort wurden mir Konditionen bei einer Vertragsverlängerung angeboten, die mich durchaus zum Nachdenken brachten. Ich erbat mir etwas Bedenkzeit und einen Rückruf am 12.06.2020, welcher auch erfolgte. In den 2 Tagen grübelte ich nach, wo auf einmal diese vorher angeblich unmöglichen Preise her kommen. In mir kam die Frage auf, ob es sich möglicherweise um Netto-Preise ohne Mehrwertsteuer handelte. Das war dann auch am 12.06.2020 meine erste Frage, ob es sich auch wirklich um Preise inkl. Mehrwertsteuer handelt. Dies wurde ausdrücklich bejaht. Daraufhin nahm ich das Angebot an und zog die Kündigung zurück. Ein folgenschwerer Fehler...

Am 17.06.2020 flatterte dann die Auftragsbestätigung per Post ins Haus. Mit ganz anderen Konditionen. Nun ja, Fehler passieren, bei der Telekom arbeiten schließlich auch nur Menschen. Ein Anruf bei der 2828 wird's schon richten, hat ja bisher auch immer funktioniert. Dachte ich. Bei dem folgenden Anruf konnte der Kollege die mir telefonisch genannten Konditionen nicht nachvollziehen und nannte mir genau die in der Auftragsbestätigung aufgeführten. Er wollte mit dem Kollegen, der mir die Preise genannt hat Rücksprache halten und mich zurückrufen. Auf meinen Einwand hin, dass ich nicht mit einem Kollegen sondern mit einer Kollegin telefoniert habe, ging er gar nicht wirklich ein. Das System behauptet, ich habe mit einem Herren gesprochen. Ich bin noch nicht völlig neben der Spur, ich weis noch sehr genau das ich eine Frau am Telefon hatte. Naja, wie dem auch sei, der versprochene Rückruf lies auf sich warten. Am nächsten Morgen wählte ich wiederum die 2828, bat abermals um Klärung. Die werte Dame welche ich da am Telefon hatte, bestätigte mir sogar die Konditionen, die mir telefonisch genannt wurden. Warum diese aber in der Auftragsbestätigung abwichen, konnte sie auch nicht beantworten und versprach mir abermals einen Rückruf. Auf meinen Einwand, das ich das gestern auch schon mal gehört hätte, kam die vollmundige Versprechung "bis Mittag hab ich das geklärt, nehmen sie mich beim Wort". Ich denke der Rest ist selbsterklärend...

Also habe ich am Abend eine Widerrufserklärung verfasst, und diese direkt per E-Mail an widerruf-mobilfunk@telekom.de, sowie noch zur Sicherheit postalisch per Einschreiben versendet. In dieser habe ich ebenso auf die bestehende Kündigung zum Ende der Laufzeit hingewiesen, und das Lastschriftmandat für mein Bankkonto entzogen.

Am Samstagmorgen bekam ich dann den für vor 3 Tagen versprochenen Rückruf. Auf meinen Einwand, das eine Klärung nicht mehr nötig ist, weil ich den Vertrag widerrufen habe, entgegnete sie, das ein Widerruf meinerseits nicht vorliegen würde. Außerdem sagte sie, das die Konditionen die mir am Telefon genannt wurden ja richtig und mit der Auftragsbestätigung übereinstimmen würden, da es schließlich Netto-Preise wären. Ich verwies auf die ausdrückliche Nachfrage meinerseits nach Brutto-Preisen, worauf wieder ein klärender Rückruf versprochen wurde (mit dem ich nicht mehr wirklich gerechnet habe). Seitdem ist seitens der Telekom Funkstille. Ich bin weiterhin in dem neuen, widerrufen Tarif gebucht, die Telekom hat zwischenzeitlich sogar versucht, dreister weise die Zuzahlung für das Smartphone von einem anderen Bankkonto abzubuchen. Heute habe ich dann wiederum die 2828 angerufen und wollte mal das weitere Vorgehen erfragen. Zu meiner eigenen Sicherheit wollte ich das Gespräch aufzeichnen, so wie es die Telekom ja (mit meinem Einverständnis) auch tut. Das habe ich der Mitarbeiterin zu Gesprächsbeginn mitgeteilt, woraufhin sie das ablehnte. Was genau darf ich davon halten, wenn ein Konzern wie die Telekom die Gespräche selbst aufzeichnet, eine Aufzeichnung des Kunden aber ablehnt? Vor dem Hintergrund des oben geschilderten Falls hat das für mich einen sehr faden Beigeschmack.

 

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Im Geiste rechne ich schon damit, das ich hier den Rechtsweg beschreiten muss...

 

Grüße,

Patrick

 

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